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Zum Ende der Seite springen Dudley Perkins - Holy Smokes
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User Beitrag:
Dudley Perkins - Holy Smokes


Release Date:
24.Juli 2009

Label:
E1 Music

Tracklist:
01. Intro
02. To Declaime
03. Fonky Soul
04. Good Beats
05. Boogie
06. The God
07. Travlin'
08. Understandment
09. Bizzerlude
10. Sally
11. Yeah Yeah
12. Whyising
13. Still Standing
14. Evil Overloards
15. E&R
16. Uncle Ruckus
17. Cricket Cop
18. Soawake
19. Chem Trails
20. Run It Down
21. Summer Daze
22. Mediesel
23. Love Yo Nabor
24. Eyeluvu
25. Souldiers
26. Outro

Review:
Tha Alkoholiks waren es im Jahre 1995, die Declaime auf ihrem Album "Coast II Coast" featurten und damit einer breiteren Masse vorstellten. Aus den Alkaholiks wurden irgendwann Tha Liks, während sie nur den Crew-Namen änderten, veränderte sich Declaime irgendwann komplett und mutierte zu Dudley Perkins. Nach Declaime's "Andsoitisaid", welches damals zur Hälfte von Madlib produziert wurde, kam schon auf dem nächsten Album "Conversations With Dudley" der eben besagte, mutierte Declaime auf die Bühne. Später verabschiedete er sich komplett, während Dudley Perkins zwei weitere Alben über Stones Throw veröffentlichte. Vor zwei Jahren erblickte dann ein Kollabo-Album unter dem Titel "G&D" mit seiner Frau Georgia Anne Muldrow das Licht der Welt. Diejenigen, die erwartet haben, dass diesmal wieder Declaime sein Gesicht zeigt, werden enttäuscht, denn Dudley Perkins ist wieder da und präsentiert uns sein neues Werk "Holy Smokes".

Natürlich widmet Dudley einen Song "To Declaime", der hier gleich nach dem "Intro" sehr viel Lust auf die folgenden Tracks macht. Ein wundervoller Beat mit lauten Claps und Pianoeinsatz überzeugt auf voller Länge, genau wie der Declaime-typische Flow. Der Funk kommt, während Declaime auf "Fonky Soul" wieder geht. "God gave me a fonky soul, so I use it", und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier erinnert Dudley sogar ein bisschen an George Clinton, was auch an dem verrückten Beat liegen könnte, der ebenfalls die Arbeiten des alten P-Funk Meisters ins Gedächtnis ruft. Unter den sage und schreibe 26 Tracks finden sich, neben "Intro" und "Outro", auch diverse Skits wieder, die aber schnell nervig werden und zum Skippen verleiten. Einer der Skits ist "Soawake" das mit einer Human-Beatbox überzeugen kann. "I can make you Boogie, if you want me to", heißt es auf dem Song "Boogie", der jedoch lediglich das Zeug hat, einen zum Kopfnicken zu verleiten. Von Boogie-Stimmung fehlt da jedoch jeder Spur. Allgemein kann man sagen, dass auf dem Album kein einziger Song tanzbar ist, da die Beats teilweise einfach zu langsam oder zu verrückt sind. Das ist aber bekanntlich nichts Negatives, denn in der heutigen Zeit ist es manchmal sogar erfreulich, dass kein Club-Track auf einem Rap-Album vertreten ist. Manche werden laut aufschreien: "Das ist doch kein Rap-Album, der singt doch die ganze Zeit!". Das aber hat Dudley nun mal an sich, dass er gerne sein Stimmorgan einsetzt, um komische Töne zu erzeugen, die man sonst vielleicht mit einem hohen THC-Gehalt unter der Dusche macht, wenn man versucht, "Purple Rain" von Prince nachzusingen. Aber genau diese Verrücktheit macht Dudley Perkins aus. Auch interessant ist die Tatsache, dass er es immer wieder schafft, eigentlich ernste Themen so zu verpacken, dass man trotzdem lächeln muss, so auch auf "Summer Daze". Der Beat und der Anfang der Hook lassen einen nämlich erstmal vermuten, dass es sich hier um einen Sommersong handelt, den man gerne bei gutem Wetter im Auto laufen lässt: "Hot, hot summer days, sunshine on your mind / Hot, hot summer days, as the Northern-South-Pole melts away / Hot, hot summer days, sunshine on your mind / Hot, hot summer days, can somebody please make it clear". Klar ist die Global-Warming-Thematik schon etwas ausgelutscht, aber so verpackt hören wir gerne mehr davon. Auch "Soldiers" geht in diese Richtung und regt einen zum Nachdenken an, diesmal aber mit einem minimalistischen Beat, der keinesfalls positive Stimmung verbreitet. Neben dem Gesang von Dudley Perkins gibt es auch mehr oder weniger klassische Raps auf dem Album zu hören, die auch mit mehr oder weniger klassischen Rap-Beats untermalt sind. So auch "Travelin'" oder "Sally", jedoch ist Dudley immer im Hintergrund und springt aus dem Dunkeln ans Mic, um das Publikum seinen Gesang hören zu lassen. Teils erinnert er sogar an Ol' Dirty, wie zum Beispiel auf "13 Still Standing", wo er zum Teil Basstard-like ins Mikrofon schreit.

Wer Dudley Perkins vermisst hat, dem sei gesagt, dass er hier in seiner vollen Pracht wieder all das repräsentiert, wofür sein Name steht. Mit seinen Raps, oder auch Gesang, vermittelt er positive Vibes, die aber auch schnell in eine nachdenkliche Stimmung umschlagen können. Funk atmende Tracks wechseln sich ab mit Kopfnicker-Rap-Tracks, die aber auch schnell in abgespaceten Beats und Gesang enden. Wenn Lil Wayne sagt: "We are not the same, I am a Marsian", dann kommt Dudley Perkins vom Planeten Jupiter. Er ist weit weg von der klassischen Vorstellung von HipHop, die manche mit sich tragen, und macht seine verrückte Musik ohne auch nur daran zu denken, wie es beim Publikum ankommen könnte. Wer also auf normalen Boom Bap steht, der macht lieber einen weiten Bogen um das Album. Diejenigen, die etwas offener sind, sollten sich definitiv auf die neuen Reisen des Dudley Perkins einlassen.


Wertung: (3,5 von 5 Kronen)



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Redakteur:
Gleb
User Signatur:
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