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Nemo Nemesis - Fragmente II: Das Mosaik


Release Date:
03. Juli 2009

Label:
Flytime Music

Tracklist:
01. Niemandsland
02. Drachenkampf
03. Guiness
04. Nur ein Traum
05. Regenmacher
06. Verbal Dali (Feat. 7th Sine)
07. Müsli
08. Irrtum, Irrtum (Feat. Lance Carvell)
09. Übermacht
10. Die Schere
11. NBG (Feat. Claudia K.)
12. Ignoranz (Feat. Inflabluntahz)
13. Open Your Mind (Feat. Nino Berry)
14. Der Traum (Feat. Lance Carvell)
15. Gesichter
16. Dämonen (Feat. Tanguy)
17. Equilibrium
18. Klatsch!
19. Hör dir die an (Feat. Lance Carvell)
20. Hunger
21. German Shaolins (Feat. Inflabluntahz)
22. Verlorene Träume
23. Trip durch die Stadt (Feat. B.A.G.I.)
24. Nemesis, Nemesis!
25. Raus hier (Feat. Sarah-Ann)

Review:
Ihr kennt Nemo Nemesis noch nicht? Laut eigener Aussage ist er geschätzte mehrere Milliarden Jahre alt, unermesslich groß und hat bereits alle Galaxien, Sonnensysteme und Planeten hinter sich gebracht. Wem das nicht weiterhilft, der sollte sich mal seine bisherigen Releases "Abfall", "Fragmente 2000-2006" und "Omen" zu Gemüte führen, die allesamt sehr hörenswert sind. Hier haben wir es mit seinem neuesten Release zu tun, welches über Flytime Music veröffentlicht wurde und einen Querschnitt von Nemos Arbeit in den letzten drei Jahren aufzeigen soll.

Es sollte jedem klar sein, dass bei 25 Anspielpunkten, die zudem noch zwischen 2006 und 2009 entstanden sind, nicht jeder Track ein Highlight ist. Doch was man bei diesem Mixtape sehr schön beobachten kann, ist die Entwicklung, die der Nürnberger in dieser Zeit durchgemacht hat. Vergleicht man beispielsweise das 2006 aufgenommene "Nur ein Traum" mit dem letztjährigen Rap4Fame-Exclusive "Raus hier", auf dem Sarah-Ann wieder mal eine bezaubernde Hook beisteuert, die sich auch vor gestandenen Sängerinnen nicht zu verstecken braucht, dann kann man durchaus, wenn auch feine, Unterschiede feststellen. Auf dem neueren Song weiß Nemo viel besser, wie er mit seiner Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzt, umzugehen hat, sodass diese fast schon wie ein weiteres Instrument in dem von DJ Smoove stark produzierten Beat wirkt. Außerdem zu gefallen weiß der Fakt, dass man in seinen Tracks viel mehr über Nemo Nemesis in Erfahrung bringen kann, als er außerhalb der Musik von sich bekannt gibt. Er schafft es, tiefsinnige, selbstreflektierende Songs zu schreiben, ohne dabei ins Peinliche abzudriften. So erfährt man etwas über Nemos "Verlorene Träume", die trotz der etwas daneben geratenen Hook positiv ausgefallen sind, oder seine Heimatstadt Nürnberg, der mit "Niemandsland", "NBG" und "Trip durch die Stadt" gleich drei Tracks gewidmet sind, die mehr ("Niemandsland") oder weniger ("NBG") gut geworden sind. Doch der stärkste Tune erwartet den Hörer mit "Gesichter", der durchaus in der Lage ist, Gänsehaut hervorzurufen:

"Willkommen im Staat, in dem die Menschen frei sind
So frei, dass sie beherrscht werden von hunderttausend klein' Dingen
Wie Handys und Styling
Viele reißen sich jeden Tag ihren Arsch auf, nur um trendy zu bleiben
Die unendlichen Weiten des WWW
Fesseln die Kids jeden Tag stundenlang an den PC
Und es tut weh zu sehn, dass ich in allem drinsteck
Und viel zu selten erwach und den wahren Sinn check
"


Wahre Worte, die Nemo da über den langsamen und mystisch wirkenden Beat von Spooky Dee spuckt. Ein enges musikalisches Verhältnis scheint der Protagonist mit dem ebenfalls aus Nürnberg stammenden Lance Carvell zu pflegen. Dieser liefert auf "Irrtum, Irrtum!", "Der Traum" und "Hör dir die an" neben Nemesis derart lässige Parts ab, dass diese Songs locker zu den Highlights der Platte gezählt werden können. Im Letztgenannten erinnert er gar ein wenig an den jungen Savas. Allerdings hat das Tape auch ein paar Aussetzer zu bieten. Da wäre zum Beispiel das sehr käsige "Müsli" oder der schwächelnde Battletrack "Guiness".

Doch alles in allem haben wir es hier mit einem überdurchschnittlichen Release zu tun. Nemo beweist sich als eigenständiger MC, der jeglichen Trends seinen Mittelfinger vor das Gesicht hält. Er gibt auf symphatische Art und Weise einen Einblick in sein Innerstes, kann Geschichten erzählen und battlen, auch wenn dies nicht sein Spezialgebiet ist. Abschließend sei gesagt, dass man Nemo, wenn man ihn einmal gefunden hat, nicht mehr aus den Augen verlieren sollte und sich auf sein nächstes richtiges Album freuen kann.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 0 Ø)


Redakteur:
Sp!T
User Signatur:
Hip Hop
Momentaner Lieblingssong: Sniper - Guru-Tribute

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