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Zum Ende der Seite springen Chubb Rock & Wordsmith - Bridging The Gap
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Chubb Rock & Wordsmith - Bridging The Gap


Release Date:
28. Juli 2009

Label:
E1 Music

Tracklist:
01. Back In
02. Hiphop Luv (Remix)
03. Bridging The Gap
04. Ol Skool Flava
05. Old 2 The New
06. Live From The Go-Go
07. Clay Davis
08. The Steppers Studio
09. Jealously Ting
10. Soul Baby Blues
11. Chocolate City Part 1
12. Chocolate City Part 2
13. Soulmates (Feat. Kima Collins)

Review:
"Einzigartiges Konzept" heftet sich dieses Album stolz auf die Brust. Dahinter steckt ein Kollaboalbum, bei dem der legendäre Chubb Rock auf das bisher weitestgehend unbeschriebene Blatt Wordsmith trifft. Zu Chubb muss eigentlich nicht viel gesagt werden, der schwergewichtige Veteran ist ein fester Teil der 90er. Seit der Jahrtausendwende beschränkte er sich allerdings auf wenige Feature-Auftritte, was dieses Album zur kleinen Überraschung macht. Wordsmith hingegen stammt aus Baltimore, gehört dem Nu Revolution Camp an und mag dem ein oder anderen von seinen HipHopDX-Mixtapes bekannt sein. Während Chubb sich aus dem Nahezuruhestand zurückmeldet, ist "Bridging The Gap" für Wordsmith der erste große Wurf.

Chubb selbst stellte dieses Album sogar in eine Reihe mit "Paid In Full" und "3 Feet High And Risind" - und selbst wenn nur ein Zehntel dieser großen Töne wahr wäre, dann hätte man es hier mit einem beachtlichen Album zu tun. Doch es kommt alles ganz anders. Nach den Antworten suchen muss man bei den Produktionen, die in die Hände von einer Reihe an Namen gelegt wurden, die zumeist auch in der Bibliothek eines geschulten Rap-Hörers keinen Eintrag besitzen. Hauptverantwortlich ist Strada, der acht Beats schustert und ganz nebenbei auch zur Nu Revolution gehört. Den Rest teilen sich Capish, Rednaz Beats, DJ D.L. Swift und Daren Joseph. Was der Albumtitel und das angebliche Konzept in Bezug auf die beiden Protagonisten bedeuten sollen, ist offensichtlich: Zwei Generationen, Old- und New-School, treffen aufeinander und schlagen eine Brücke. Über den Produktionen schlägt sich das große Fragezeichen schon im Voraus auf, ohne bis zum Ende der Scheibe beantwortet zu werden. Hier wird nichts überbrückt, hier wird in schmierig seichten, nostalgischen Gewässern gerührt. Die logische Folge ist, dass kein einziger Beat als wirklich gelungen zu werten ist, da Strada wirksamer als jedes Hypnotikum wirkt. Doch selbst davon lässt sich der Chubbster mit seiner potenten Teddybärenstimme seine Auftritte nicht vermiesen - denn seine Raps sind das beste, was es auf dem Album zu hören gibt. Weniger lässt sich das über die Inhalte sagen, denn hier beschränkt man sich in erster Linie darauf, vergangenen Tagen Respekt zu zollen, das eigene Generationen-Konzept zu rühmen oder Weibergeschichten zu erzählen. Die ersten fünf Tracks quäken mit der Sturheit eines Bergesels von dem, was sich in den fünf Titeln schon mehr als erübrigt hat. "Had to re-enter the game cause the genre got sickly", so Chubb in "Old 2 The New", während in selbigem Song dämliche Beat-Umbrüche den Hörer more sickly machen. Das smoothe "Ol Skool Flava" hat dagegen noch ein wenig Charme. "Sheeeeeet"-Rufe à la "Clay Davis" kommen erst auf dem öden Beat von D.L. Swift so richtig negativ zur Geltung, die Suche nach den "Soulmates" verläuft für den Hörer höchstgradig unspektakulär. Doch nun zum nächsten großen Problem der Platte, das unmöglich nur meiner subjektiven Wahrnehmung entspringen kann: Wordsmith hat zwar durchaus Skills, doch seine Stimme macht es unerträglich, ihm zu lauschen. Der Jungspund klingt, als würde er jeden Morgen ein Pfund Kreide verschlingen, nur um die größte Milchbubenstimme der Rap-Hemisphäre zu erlangen. Da können mir auch sich gegen Gewalt aussprechende Botschaften gestohlen bleiben. Und wenn der Chubbster dann in "Chocolate City Part 1" (der zweite Teil gehört Words) bis auf die Hook alleine rappt, setzt's beim Beat aus. Immerhin ist nach 13 Tracks und einer Dreiviertelstunde Schluss.

Die Idee ist - wenn auch nicht albumfüllend - sicher interessant, die Umsetzung dagegen lausig. Da macht es keinen Unterschied, ob Chubb Rock seinen Partner als Padawan bezeichnet, als Team harmonieren die beiden nicht sonderlich. Das liegt natürlich in erster Linie an Wordsmith, dessen Stimme nach einiger Zeit so unangenehm wird wie Fingernägel auf der Schultafel. Dazu kommt das größte Manko, das dieses Album ins endgültige Dilemma reitet: die Produktionen, die so enttäuschend stumpf und weichgespült sind, dass sie beim Erklingen von Chubb's Stimme augenblicklich zu Nichtigkeiten degradiert werden. Als Hintergrundmusik taugt die Scheibe natürlich einwandfrei, doch bringt man es einmal auf den Punkt: schlechte Beats, ein (zumindest für mich) stimmlich nicht zu ertragender Wordsmith, inhaltliche Leere - da kann man "Bridging The Gap" mit ranickischer Bestimmtheit ablehnen.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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Schön geschrieben! Chubb Rocks Klassiker aus den 90er hör ich heute noch oft. Liegt es denn nur an den Beats und Wordsmith, oder auch an Hernn Simpson?

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Zitat:
Original von sl_1210mk2
Schön geschrieben! Chubb Rocks Klassiker aus den 90er hör ich heute noch oft. Liegt es denn nur an den Beats und Wordsmith, oder auch an Hernn Simpson?


wie gesagt, inhaltlich macht auf der Dicke nicht viel her, aber die Raps sind wie immer sehr nice
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