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Oktober Zero - The Devil Smokes Dimebags


Release Date:
19. Januar 2010

Label:
Kings Link Recordz

Tracklist:
01. El Manifesto
02. Fuc Musick
03. Key To The City
04. Outta My Zone
05. Chittybang
06. Where My Money
07. Muchacha (Fea. Onkore)
08. 420 Church Street
09. Future Thug
10. Gutta Me Homes
11. C-Low Cash
12. Mustard
13. Kicks!
14. Spoke To Da O.G.
15. H8 In Ya Blood
16. BX Pitbully

Review:
Auch HipHop braucht seine Nebendarsteller, derer natürlich unzählige durch Game wandeln. Einer von ihnen ist Oktober, beziehungsweise Oktober Zero, ein Bronx-Native mit puerto-ricanischen Wurzeln, der bisher mit einigen Auftritten, als Gruppenmitglied sowie mit zwei Soloalben Fußabdrücke hinterließ. Auf ein paar Singles folgte 2004 das Solo "Project: Building", das 2for5-Album "Broke Minds Think Alike" sowie ein Jahr später das zweite Solo "The Art Of Raw", wobei alle höchstens im NY-Fankreis beachtet wurden. Mittlerweile ist Oktober bei Kings Link Recordz untergekommen, die neben einem House-Of-Repz- (denen er ebenfalls angehört) Album dieses Jahr auch seinen Drittling "The Devil Smokes Dimebags" veröffentlichen.

Erster Eindruck: positiv. Das Cover hat definitiv Stil und liefert eine Erwartungshaltung, die in eine verheißungsvolle Richtung blickt. Hinzu kommt, dass Oktober (wie schon auf den vorigen Alben) keine Unzahl an Gästen auf sein Album lädt, sondern eine Einzel-Performance vorzieht - was sich natürlich noch als vor- oder unvorteilhaft herauszustellen hat. Auch bei den Produzenten wird nicht versucht, von allen angesagten Namen einen Beat abzugreifen: Neben Kings Link CEO Kenny Diaz setzt Oktober auf unbekannte Namen. Doch was nach einem geschlossenen, starken Stück aussieht, stellt sich schnell als durchwachsene Angelegenheit heraus. Von einer klaren Linie, die die in Abgeschiedenheit geführten Aufnahmen erwarten lassen könnten, ist nicht viel zu hören. Der Sound ist durchlöchert von einigen halbgaren Einschlägen, wie man es eben schon von zahlreichen anderen LPs, die meist im Mittelmaß gelandet sind, kennt. Nach einem berechenbaren Intro soll gleich zu Beginn mit "Fuc Musick", begleitet von Kindergesang im Hintergrund, die Stimmung angeheizt werden; der gewünschte Effekt hält sich dann aber stark in Grenzen. Das meiste ist, wie auch beim Rest der LP, zu vorhersehbar. Die angeheuerten Produzenten beschränken sich darauf, den bekannten Standard aufzuwärmen und einige bereits einschlägig bekannte Samples hineinzuwerfen. Oktober selbst ist die Art von Emcee, die stimmlich eher zart besaitet ist und mit guten Skills nur auf guter Produktion wirklich Akzente setzen kann, was auch daran liegen mag, dass inhaltlich nicht viele Impulse gesetzt werden: Tracks wie "Where My Money" unterhalten weder seitens des Instrumentals noch seitens der Raps. Mit fast identischer Thematik zeigt "Mustard", wie sehr ein unterhaltsamer Beat den Gesamteindruck nach oben zu ziehen vermag. Und so hangelt sich Oktober von Track zu Track, mal mit gutem, öfters mit durchschnittlichem bis mäßigem Untersatz: "Chittybang" landet mit einem Gähner auf der Skip-Taste, ähnlich einfallslos zeigt sich Oktober in "Gutta Me Homes". "420 Church Street" ist, wie unschwer dem Titel zu entnehmen, Oktober's Rauchgewohnheiten angedacht und bleibt mit dümmlicher Hook ("Wake up in the morning, got the yearning for herb / So I cop it and go, twist up and let it burn") aber hinter den Möglichkeiten zurück. An anderer Stelle versagt auch noch das Instrumental: In "C-Low Cash" bejubelt Oktober die Gewinne beim Dice Game, während Kenny Diaz anschaulich vorführt, wieso Marschkapellen-Samples in Rap-Songs fast immer geschmacklos und billig klingen. Doch es gibt auch bessere Momente: "Outta My Zone" ist schnörkellos gut, die Offenbarung seines "Kicks!"-Fetischs gelingt Oktober ebenfalls gut. Des öfteren lässt der NY-Rican seine karibischen Wurzeln durchscheinen, was im unanständigen "Muchacha" (mit Onkore als einzigem Gast) ausgesprochen gut funktioniert. Zwei inhaltliche Storytelling-Treffer werden auch noch gelandet: "Spoke To Da O.G." ist untermalt von gefühlvollem Instrumental und sieht Oktober als Mitarbeiter beim Work Release Program, weshalb er mit einem O.G., der über sein hartes Leben erzählt, ins Gespräch kommt. Das Highlight der Platte ist schließlich "Future Thug", in dem Oktober über ein traumhaft angestaubt klingendes Instrumental mit Country-Trouch die Zukunftsrolle des Thugs darlegt. Den Gegensatz bilden das abschließende, wegschmeißenswerte "BX Pitbully" sowie "H8 In Ya Blood", für das Oktober nacheinander die verstorbenen Helden Biggie, Big L, Pun, Pac, Eazy E und ODB (vorausgesetzt, ich habe sie korrekt identifiziert) stimmlich als auch stilistisch mimt. Doch sowohl der Beat (der den Verstorbenen wohl ganz und gar nicht zugesagt hätte) als auch die geradeso nachvollziehbaren Imitationen sind ausbaufähig.

Oktober ist fraglos ein guter Emcee, doch das reicht eben nicht. Es gibt zu viele gute Emcees, als dass jeder auch ein gutes Album zu veröffentlichen imstande wäre - was Oktober ja sogar bereits gelungen ist. Mit dieser LP wird er sich allerdings nicht in höhere Grade öffentlicher Wahrnehmung spielen können. Dafür gibt es einfach zu viele Alben, die diesem hier ähnlich sind, ihm in nichts nachstehen und auch unzählige, die besser sind. Auch wenn Oktober wohl neue Dinge ausprobieren wollte, ist "The Devil Smokes Dimebags" ein Schritt rückwärts. Aber der Bronx-MC kann es ja eigentlich, also sollte bei Konzentration auf die guten Elemente dieser LP in Zukunft wieder Besseres möglich sein. In "The Devil Smokes Dimebags" jedenfalls halten sich Mittelmaß, schlechte und gute Tracks die Waage.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

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