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Diabolic - Liar & A Thief


Release Date:
06. April 2010

Label:
Viper Records

Tracklist:
01. Stand By
02. Frontlines (Feat. Immortal Technique)
03. Riot (Feat. Deadly Hunta & John Otto)
04. Reasons
05. Soldier's Logic (Feat. Poison Pen)
06. Order & Chaos (Feat. Ill Bill)
07. I Don't Wanna Rhyme
08. Truth Part 2
09. Nicolai Ros To The Goul (Interlude)
10. Not Again (Feat. Vinnie Paz)
11. Loose Cannon
12. 12 Shots (Feat. Nate Augustus)
13. In Common (Feat. Canibus)
14. Modern Day Future (Feat. Deadly Hunta)
15. Behind Bars
16. Right Here
17. Self Destruction (Outro)

Review:
Lange musste man auf dieses Debüt warten - am längsten muss die Zeit wohl für Diabolic selbst gewesen sein. Hiermit nimmt er den letzten Schritt auf dem Weg in die HipHop-Szene. Denn seine bisherige Karriere liest sich wie eine große Beiläufigkeit: Von der Tape-Sammlung des Bruders bis hin zu Battle-Ciphers in Kantinen verlief die Justierung der Kultur standardmäßig, später allerdings muss er sich seine Brötchen mit Drogendealen verdienen, hat keine Zeit für Studio-Sessions und bestreitet nur hier und da ein Battle. Doch nachdem er beinahe zufällig auf Immortal Technique's erstem Album landet und sieht, welcher Hype sich um Tech aufbaut, beschließt er, HipHop als seriösen Karriereweg zu beschreiten. Damit, wie lange es zu dem Zeitpunkt noch bis zu "Liar & A Thief" dauern sollte, hat er wohl nicht gerechnet.

Doch besser zu spät als gar nicht, und da Diabolic wahrscheinlich einige unbezahlte Rechnungen herumliegen hat, bleibt nur zu hoffen, dass er mit entsprechender Qualität die Hörerschaft zu einem Kauf bewegen will. Mit der Label-Wahl (Viper) hätte er es jedenfalls schlechter treffen können. Mit einigen gut gewählten Gästen fehlt nur noch die produzierende Komponente. Hier hilft ihm ein Zufall weiter, die Bekanntschaft mit Engineer aus Vancouver, der fast die komplette LP in die Hand nimmt. Wieviel also erwarten? Denn wenngleich Diabolic keinesfalls ein schlechter Vertreter seiner Spezies ist, in irgendeiner Weise herausragend ist er ebensowenig. Bei ungeschönter Berichterstattung und politischen Hetzreden gegen Corporate America muss er sich zwangsweise den Vergleich mit dem Meister des Fachs, IT, gefallen lassen (bei dem er klar unterliegt), der Battle-Rap-Faktor, den Diabolic seinem Charakter noch beifügt, ist wiederum schwer herkömmlich, wenn auch erster Güteklasse. Dass Engineer seitens der Instrumentals schweres Geschütz auffährt, war abzusehen; die im Vornherein herrschende Ungewissheit seiner Konsistenz klärt der Kanadier mit einem soliden Unterbau, dem jedoch keine Großtaten entwachsen. Die Sample-Landschaft wirkt vertraut, hier und da hätte Engineer auch noch ein wenig roher zu Werke gehen können. Doch man lebt mit dem, was man hat, und das ist ein zusammenhängendes, unterhaltendes Album, in dem angriffslustige Rhymes über dramatische Samples laufen. Der Opener gibt schon ein sehr repräsentatives Bild: "Stand By" ruft aggressive Streicher sowie einen entsprechend geladenen Chorus auf den Plan. Dass Diabolic im politischen Teil seiner Platte nie ins Eingemachte geht, ist dabei sehr schade - lediglich "Order & Chaos" rankt sich um illegale CIA-Machenschaften (und erzählt die Geschichte eines Jungen, der in den Agency Karriere macht) und webt seinen Gast Ill Bill zudem stark in den Kontext ein. "12 Shots" begibt sich in Storytelling-Gefilde und beschreibt einen Bar-Besuch, der von besagten zwölf Shots - der Schnaps wechselt dabei jede Runde seinen Namen - umrahmt wird. "Behind Bars" lamentiert über die ungerechte Welt und "Frontlines" ist genau der richtige Track für Technique, um mit einer Standardpackung seiner Botschaften ("national security's a code word for cover-up") aufzuwarten. Dass Vinnie Paz in seiner Feature-Wut ebenfalls mit von der Partie ist, überrascht schon gar nicht mehr - sein Auftritt im gemäßigten "Not Again" wirft mit für ihn immer mehr zur Norm werdenden, langweiligen Battle-Rhymes um sich. Canibus hingegen darf klar als Aufwertung bezeichnet werden. Ebenfalls vertreten ist das schon lange angekündigte "Riot" mit Deadly Hunta und Limp Bizkit's John Otto an den Drums - so wirklich packend ist die seichte Staatskritik dann aber nicht, da reißen auch (bzw. vor allem) die Gäste nichts. Wirkliche Banger sind höchst rar, einer jedoch findet sich in "Soldier's Logic", in dem Engineer's düstere Streicher-Ansammlung im Hintergrund wütet und Diabolic volle Power vors Mic spannt: "Soldier's logic, capture the essence and hold it hostage / Like passangers, controlling cockpits with loaded glock clips".

Diabolic serviert genau das Album, das man von ihm erwartet. Für manche ist es vielleicht ein wenig schlechter, als sie es erwartet haben. Denn die großen Momente sind nicht an der Tagesordnung. Engineer ist zweifelsohne ein fähiger Produzent, doch wenn garantiert werden kann, dass fast jeder Hörer mit einigen der Samples vertraut sein wird und auch sonst an einigen Stellen der Pepp fehlt, sollte Diabolic es in Erwägung ziehen, beim nächsten Projekt auch auf andere Beat-Bastler zu setzen. Inhaltlich darf man an Diabolic keine zu hohen Erwartungen stellen, dann wird man auch voll bedient - denn seine feurigen Battle-Rhymes reichen auch noch für einige weitere Alben. "Liar & A Thief" jedenfalls ist gerade noch gut.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Diabolic, irrer Emcee. Das Album ist, dank der richtigen Beats, dementsprechend auch stark geworden. Truth PT. 2, Frontline mit Immortal Technique, Right Here, 12 Shots mit Nate Augustus, Loose Cannon & I Don't Wanna Rhyme gefallen mir am besten. Garnicht gehen dagegen das Teil mit Bill, Canibus und Modern Day Future. 3.5 Kronen sind in Ordnung.
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