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Zum Ende der Seite springen Tarrus Riley - Contagious
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Tarrus Riley - Contagious


Release Date:
4. August 2009

Label:
VP Records

Tracklist:
01. Living The Life Of A Gun
02. I Sight
03. Love's Contagious
04. Human Nature
05. Soul Mate
06. Superman
07. Young Heart
08. Start A New
09. S-Craving
10. Why So Much Wickedness ?
11. Let Peace Reign (Feat. Etana & Duane Stephenson)
12. Don't Judge
13. King Selassie H.I.M
14. Stop Watch
15. Herbs Promotion (Feat. Demarco & Vybz Kartel)
16. Good Girl Gone Bad ( Feat. Konshens)
17. Mankind
18. It Will Come (A Musician's Life Story)

Review:
Seit seinem Durchbruch im Jahr 2007 mit der Single "She's Royal" gilt der jamaikanische Reggae-Sänger Tarrus Riley, welcher 1979 als Sohn des Reggae-Musikers Jimmy Riley in der New Yorker Bronx das Licht der Welt erblickte, als eine der vielversprechendsten Hoffnungen der jamaikanischen Reggae-Szene. Dem ersten Erfolg folgten zwei starke Alben des charismatischen Sängers, dessen Markenzeichen wohl außer den genretypischen Dreads seine Brille ist, sowie einige internationale Reggae–Awards. Im August letzten Jahres sollte nun dass dritte Soloalbum "Contagious" des Hoffnungsträgers ganz Kingston und den Rest der Welt im Sturm erobern, wobei wie immer vor allem seine ernsten und tiefgehenden Lyrics auf meist musikalischem und sanftem Roots-Reggae den Hörer fesseln und motivieren sollen. Das Ausnahmetalent Tarrus Riley spricht die Sprache der verzweifelten und unterdrückten Bewohner Jamaikas, die sich lange nach einem Künstler seines Formats sehnten, wobei er seine wichtige Rolle und seinen riesigen Einfluss auf seine Anhänger nicht überbewerten möchte. So heißt es in seinen Danksagungen zum Album: "I am not a prophet or priest or profess to be anything of such, just a rasta yute born with a natural talent and blessed to be put in an environment to develop it." Ob "Contagious" wirklich das Meisterwerk eines Reggae - "Propheten" geworden ist, soll sich nun zeigen.

Eingeleitet wird das Album durch "Living The Life Of A Gun", in dem Tarrus Riley die schon seit Jahrzehnten vorherrschende Gewalt und Armut in seiner Wahlheimat Jamaika anprangert und sich sehnsüchtig eine Besserung der Zustände wünscht. Allerdings wählt Tarrus Riley wie so oft auch hier einen positiven Riddim, der sich soundtechnisch von den negativen Aspekten der Messages abhebt. Inhaltlich ganz andere Töne schlägt Riley mit dem Titeltrack des Albums, "Love's Contagious", an, in dem er über einen langsamen und fröhlichen Riddim von der ansteckenden "Krankheit" Liebe erzählt und viele positive Vibes für alle Liebenden versprüht. Die nächsten gelungenen Songs sind die ruhigen Tracks "Human Nature", bei dem vor allem der schöne Refrain länger im Ohr des Hörers bleibt, und das soulige "Superman", in dem Riley seiner Traumfrau verspricht, für sie da zu sein und ihr alles zu bieten. "Start A New" ist einer der wenigen Tracks des Album mit einem bekannten großen Riddim, in diesem Falle dem "Nylon Riddim", auf dem auch schon Hochkaräter des Genres wie Sizzla, Richie Spice oder Busy Signal zu hören waren. Soundtechnisch ist der Song wie fast alle Produktionen des Albums sehr gelungen, aber auch die positiven Messages des Tracks, die sich erneut an alle "Lovers" richten, können überzeugen. Nach dem gelungenen "Let Peace Reign", auf dem die ersten berühmten Featuregäste in Form von Etana und Duane Stephenson vertreten sind und sich gemeinsam nach Frieden auf Jamaika sehnen, folgt das erste richtig große Highlight des Albums: "Don't Judge". Auf einem wunderschönen, energiegeladenen und leicht rockigen Riddim stellt Riley eindrucksvoll unter Beweis, dass er eine der besten Stimmen des Genres hat und die Zuhörer wahrlich als einer der größten Hoffnungen Jamaikas mitreißen kann. Der Song besitzt auf jeden Fall Ohrwurmpotential. Nachdem selbstverständlich auch dem übermächtigen, bereits verstorbenen Haile "King" Selassie, letzter König Äthiopiens und gottesähnlicher Begründer der Rastafari-Kultur, eine musikalische Hommage in Form von King Selassie H.I.M gewidmet wurde, erwartet den Hörer ein weiteres Highlight des Albums in Form von "Stop Watch". Auf einem ruhigen, aber gelungenen Riddim singt Riley mit beeindruckender Stimme und appelliert an den Hörer, niemanden wegen Vorurteilen zu bewerten. Auf dem ersten, aber eher ruhigen Dancehall-Song des Albums, "Herbs Promotion", geben sich die Dancehall-Schwergewichte Demarco und Vybz Kartel die Ehre und unterstützen Riley dabei, die Vorzüge des geliebten Weeds oder auch Marihuanas anzupreisen:

"Well mi nuh inna drugs and me's not much have of a drinka
Strictly marijuana yeahh
You can find mi inna secret place with my chalwaaaaa
BOOM
"

Auf dem folgenden dancehalllastigen Track "Good girl gone bad" überzeugt auch der nächste Featuregast Konshens an der Seite des gewohnt starken Tarrus Riley, und zusammen bearbeiten beide den schwungvollen Riddim. Die zwei letzten Songs des Albums werden nur von ruhigen Gitarrenklängen begleitet und bilden einen schönen, ruhigen Ausklang des insgesamt auch eher ruhigen Albums.

Mit seinem dritten Werk "Contagious" hat es Tarrus Riley wieder einmal geschafft, den Hörer mit sowohl ernsten und sozialkritischen, aber auch motivierenden und fröhlichen Messages auf zumeist schönen und ruhigen Riddims zu fesseln. Vor allem seine gesangstechnischen Fähigkeiten kommen auf vielen Tracks zum Vorschein und untermauern, warum Riley als einer der musikalischsten Reggae-Artists der letzten Jahre gilt. Liebhaber von abwechslungsreichen Alben inklusive Dancehall–Einflüssen à la Sizzla kommen bei diesem eher von ruhigem roots-reggae und Lovers Rock geprägtem Album zwar nicht so stark auf ihre Kosten, trotzdem kann Tarrus Riley den Hörer auch mit seinen ruhigen Nummern mitreißen und beeindrucken. Da das ganze Album fast ohne größere Ausfälle auskommt und sowohl musikalisch als auch inhaltlich durchwegs gelungen ist, hat sich Riley dafür 3,5 goldene Kronen verdient.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 5 Ø)


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Sonny

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