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Panacea - 12 Step Program


Release Date:
04. Mai 2010

Label:
Neosonic Productions

Tracklist:
01. The Long Pull
02. Collard-Fried Grey Sky
03. Stumble Home
04. Sync-In City (Feat. Alona)
05. Blue Oceanwave
06. Black Coffee
07. Texas Jigsaw Massacre
08. Natural Selection
09. Revolution World Crazy (Feat. Green)
10. Katana Blue
11. Immortal
12. Incubator Purgatory

Review:
Da sind sie wieder: Kyle Murdock und Raw Poetic melden sich mit ihrem neuen Werk zurück. Eineinhalb Jahre nach dem grandiosen "A Mind On A Ship Through Time" sind Panacea immer noch ein Geheimtipp, ihre Fanbase konnten sie allerdings konstant ausbauen. Ohne die Hilfe des Labels der letzten LP, Tasteful Licks, erscheint "12 Step Program" nur über das eigene Neosonic Productions. Da anscheinend das Geld für eine Vinyl-Pressung nicht gereicht hat, entschied man sich im Voraus zu einem unkonventionellen Schritt: In einem Aufruf wurde um Spenden zur Finanzierung gebeten, die dann die angepeilte Summe auch bei weitem überschritten.

Natürlich mag dieser Schritt etwas dreist erscheinen, zumal damit auch noch die Promo-Maschine für das Album angekurbelt wurde. Doch wer die Hoffnung hegte, mit diesem Album könne an die letzten beiden angeknüpft werden, dem war sofort bewusst, dass er hiermit ein potentielles Jahres-Highlight vor sich hat. Wo diese Ansage bei der derzeitigen Konkurrenz keine große Sache mehr zu sein scheint, eröffnen Panacea den Wettbewerb. Wie? Indem sie ganz einfach da weitermachen, wo sie beim letzten Album aufgehört haben. Ihr Zwölf-Schritte-Programm ist ebenso eine Reise wie die letzten Scheiben: "Remember: Every step is a adventure... So keep marching" ist die Devise, die nicht zweimal gesagt werden muss. Spätestens wenn in "The Long Pull" auf die eröffnenden Percussions die warme Klangkulisse von K-Murdock nach dem Hörer greift, weiß dieser, dass er diese zwölf Abenteuer nicht bereuen wird. Man muss nicht lange warten, bis es einen alles wieder einholt: K-Murdock's unheimliche Fähigkeit, malerische Fantasiewelten in Sound-Format vor die inneren Bildschirme der Hörer zu projizieren, während man den stressigsten Tag hinter sich lässt und in die Welt von Panacea eintaucht, in der Raw Poetic immer noch der unaufdringliche Reiseführer ist. Murdock offenbart dem Hörer schon in den einzelnen Songs Landschaftswechsel, baut jeden Song von erster bis letzter Sekunde mit Liebe zum Detail auf und achtet außerdem darauf, dass die einzelnen Tracks nahtlos aneinanderpassen. Raw Poetic bleibt der perfekte Partner, der nie zu sehr von den Instrumentals ablenkt, sich aber trotzdem seinen Status als cleverer Wortakrobat aufrechterhält. Er rappt über alles und nichts und wandert - in Harmonie mit ebenjener - durch Murdock's Klangwelt. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, Hooks selbst zu singen, was direkt im Opener sehr gefühlvoll passiert. Seine Rolle auf dem Album fasst er in "Stumble Home" bestens zusammen: "Every song is drunk walk for me to stumble home", was natürlich dem Effekt der Musik angedacht ist. Doch nicht nur ein Tagträumer wie Poetic läuft Gefahr, sich hieran zu berauschen. Die Themen müssen nicht von großer Bedeutung sein - da wird schon mal ein Song einer Tasse "Black Coffee" gewidmet. In "Katana Blue" hingegen schickt Raw P einer Verflossenen seine Gedanken ("But every now and then I think about that girl / First fantasies of untamed worlds") hinterher. Während der Mittelteil mit "Texas Jigsaw Massacre" oder "Natural Selection" herrlich entspannt ausfällt, fährt Murdock für "Revolution World Crazy" eine erstaunlich kräftige Drumline auf, deren Kopfnickerqualitäten daraufhin mit typischen Panacea-Elementen kopulieren, um ein weiteres feines Stück Musik zu formen, das mit Green außerdem einen nicht zu gewöhnlichen Gast erhält. Man merkt, dass Murdock sich weiterentwickelt, ohne dabei daran zu denken, seine Stärken auf der Strecke zu lassen oder gar seine Kennlinie zu verwerfen. Muss er auch nicht, schließlich wirft der momentane Kurs reichlich edles Material ab: "Collard-Fried Grey Sky" geht schnell ins Ohr, besticht mit schöner Hook und langsam aufbauendem Instrumental. Mit noch mehr unbezahlbarer Panacea-Coolness groovt sich "Sync-In City" ins Geschehen, während gegen Ende "Immortal" auch schon auf "The Scenic Route" zu hören hätte sein können. Da stört es dann auch nicht weiter, wenn in "Incubator Purgatory" die gesungene Hook etwas daneben geht, zumal der sonstige Track mit einem ernsteren Ton entschädigt.

K-Murdock und Raw Poetic nennen es ihre bis dato beste Arbeit. Die Scheibe eindeutig über "A Mind On A Ship Through Time" zu erheben, fällt schwer, doch außer Zweifel steht, dass Panacea wieder einmal abgeliefert haben. Mit ihrem einzigartigen Stil, der natürlich auf Murdock's Kappe geht, entführen sie die HipHop-Gemeinde erneut in ihre eigene Welt - eine Fähigkeit, die nur noch sehr wenigen Künstlern eigen ist. Bleibt nur noch zu sagen: Alle Panacea-Fans werden überglücklich sein, alle anderen sollten die lohnende Investition tätigen und "12 Step Program" kaufen, denn ganz gleich, was dieses Jahr noch kommen mag, Panacea werden bei den besten Alben des Jahres mitreden.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Redakteur:
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