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Zum Ende der Seite springen Rhymefest - El Che
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Rhymefest - El Che


Release Date:
08. Juni 2010

Label:
dN|Be Entertainment / EMI

Tracklist:
01. Intro: The Agent
02. Talk My Shit
03. Say Whassup (Feat. Phonte)
04. How High (Feat. Little Brother & Darien Brockington)
05. Chocolates
06. One Arm Push Up
07. Prosperity
08. Truth On You (Feat. Twone Gabz)
09. Intermisson: Juan Carlos
10. Chicago
11. Agony (Feat. Glenn Lewis)
12. Last Night
13. Give It To Me (Feat. Saigon & Adad)
14. Intermission: No Help
15. City Is Fallen (Feat. Slique)
16. Celebration

Review:
Rhymefest ist sicher einer der Künstler, die sich vom uneinsichtigen Underground Chicagos am weitesten nach oben gearbeitet haben. Essenziell dafür waren seine Connections, sei es nun Kanye West oder Mark Ronson. Auf dem Label von Letzterem, Allido Records, sollte nach dem 2006 veröffentlichten Debüt auch der Zweitling folgen. Einige Meinungsverschiedenheiten führten schließlich dazu, dass Rhymefest seine Major-unterstützte Label-Heimat verließ, um beim Indie dN|Be Entertainment völlige kreative Freiheit zu genießen, derer er für ein Album mit dem Titel "El Che" (dank EMI wieder von einem Major vertrieben) auch allerhand braucht.

Was der Albumname andeutet, wird vom Cover bestmöglich unterstrichen: Titel von Frederick Douglass und Ralph Ellison liegen vor dem in Gedanken vertieften Rhymefest. Was der Revolutionär dann aber letztendlich bietet, verlangt nach der Frage, was für eine Art "Che" er denn sein möchte. Der des Covers, der den Gehalt eines Immortal Technique in Form des wesentlich rundgeschliffeneren Rhymefest vorgaukelt, ist er jedenfalls nicht. Der Rhymefest-"Che" nämlich ist um Welten langweiliger. Mit dem Weggang von J Records verzogen sich auch die ursprügnlich angekündigten Produzenten wie Mark Ronson, Jazzy Jeff, Kanye West oder DJ Premier, um durch ein weitaus weniger schillerndes Lineup mit Namen wie Scram Jones, BKS, Symbolic One oder Terry Hunter ersetzt zu werden. Das muss natürlich nichts Schlechtes sein, ist es in diesem Fall jedoch voll und ganz. Pumpende, wirklich kraftvolle Produktionen? Keine einzige. Stattdessen mixt Rhymefest ein bisschen von überall zu einem unaufregenden und sehr überschaubaren Süppchen zusammen. "Talk My Shit" soll ein schwungvoller Opener sein? Das Gitarrengestöpsel und die verkorkste Hook jagen dem Vorhaben ein Messer in den Rücken. Erdrückend bieder schlüpft das smoothe "Say Whassup" hinterher und führt mit Phonte genau den richtigen Gast für die falsche Marschrichtung. Denn noch langweiliger als der Beat sind die Lyrics. Wer sich ob des flach eintauchenden Einstiegs in das Album wundert, was hier lyrisch noch passiert, dem sei gesagt: "El Che" featurt keinen einzigen politisch motivierten Track, kein Bürgerrechtsplädoyer und keine neo-abolitionistischen Tiraden. Rhymefest behandelt lieber ausführlich seine Situation im Rap-Game (die Beteiligung an "Jesus Walks" wird nicht nur auf einem Song zitiert), erzählt Weibergeschichten oder feiert. "Prosperity" hängt den materialistischen Zielen von TV-Predigern hinterher, "How High" badet in ähnlichen Gewässern, während schnell auffällt, dass Rhymefest den einen oder anderen Sänger aus dem Budget hätte streichen können. "Truth On You" ist eine zum Einschlafen aufregende Ode an die Hater, "One Arm Push Up" dagegen einer der wenigen Lichtblicke, in dem die eigene Karriere thematisiert und dabei ordentlich Stimmung gemacht wird. "Chicago" zeigt Rhymefest in einer viel düstereren Atmosphäre, die man sich weitaus öfter gewünscht hätte, denn der Großteil der Scheibe ist höchstens mittelmäßig - da helfen auch Ladies als Thematik nichts (das mit akzeptabler Stimmung bestückte "Agony" schlägt hierbei noch das einfältige "Chocolates"). Die einzigen Momente, in denen ein kaum vorhandenes Albumkonzept verfolgt wird, findet man in den kaum unterhaltenden Interludes. Bester Moment der Scheibe ist da noch, wenn Rhymefest mit totalem Filmriss aufwacht und sich über "Last Night" wundert. Daran rüttelt auch Scram Jones' "Give It To Me" mit aufgewecktem, aber wirkungslosem Saigon nichts.

Auf inhaltlicher Ebene wäre diese Scheibe voll akzeptabel. Aber nicht unter dem Titel "El Che". Dann bitte ein anderes Cover. Rhymefest selbst ist - wenngleich er keine überragende Leistung bringt - auch nicht das Problem. Das sind die angeheuerten Produzenten, die fast durchgehend langweiliges Material absondern und nicht dazu motivieren, länger zu verweilen. Addiert man noch den Gesang hinzu, hat man häufig passierte Kost statt harter Kampfansagen. Die kreative Freiheit mag Rhymefest gehabt haben, die Klasse für ein gelungenes zweites Album hatte er nicht. "El Che" ist bis auf wenige Momente langweilig und schnell vergessen.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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