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Zum Ende der Seite springen Rojah und Slonesta - Wer zum?
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User Beitrag:
Rojah und Slonesta - Wer zum?


Release Date:
21. Mai 2010

Label:
Rootdown Records

Tracklist:
01. Rojah & Slonesta - Killermaschinen
02. Slonesta - Beweg dein Becken
03. Rojah - Für Jeden
04. Slonesta - Jeder nur für sich
05. Rojah - Jung & Erfolglos
06. Slonesta - Mehr Hitze
07. Rojah - Kein Ding
08. Slonesta - Dancehall Party
09. Rojah - Hin und weg
10. Slonesta - Winterstarre
11. Rojah - Stars

Review:
Was eignet sich besser für die Zelebrierung des 10-jährigen Bestehens des Kölner Reggae-Labels Rootdown Records als ein Album voller energiegeladenem Dancehall, dachte sich auch das Rootdown-Team und will den Plan nun diesen Sommer mit dem Debütalbum "Wer zum?" der jungen deutschen Dancehall-Newcomer Slonesta und Rojah in die Tat umsetzen. Anders als bei bekannten deutschen Reggae-Artists wie den ebenfalls bei Rootdown gesignten Nosliw oder Mono und Nikitamann, liegt bei den beiden noch relativ unbekannten Newcomern der musikalische Schwerpunkt auf dem Dancehalll, aber natürlich findet sich auch der ein oder andere Track mit Reggae-Note. Ganz wie Netzer und Delling im Fußball-Expertentalk spielen sich auch der Bayreuther Rojah und der Badener Slonesta in musikalischer Form einen ständigen Doppelpass auf dem Album, sodass man immer abwechselnd einen Beitrag von Rojah und danach einen von Labelkollege Slonesta zu Hören bekommt, die in Sachen Wortwitz dem alternden ARD-Expertenduo Welten voraus sind. Es ist also weniger eine Teamdebüt, sondern eher die auf ein gemeinsames Album zusammengelegte Vorstellung zweier junger talentierter Artists. Ob die beiden es schaffen, mit ihrem Debütalbum die Hörer mitzureißen und ihren Einstand zu einer wahren Sause zu machen, werden wir nun klären.

Eingleitet wird das Album mit der Dancehall-Nummer "Killermaschinen", auf der sich Slonesta und Rojah das erste und einzige Mal gemeinsam als eben diese "Killermaschinen" vorstellen, was allerdings durch einen sehr elektronischen und schnell nervenden Riddim ein wenig getrübt wird. Auch wenn beide Artists vielleicht nicht mit so markanten und eingängigen Stimmen wie ihre Genrekollegen Gentleman oder Patrice beeindrucken können, so machen sie dies direkt mit frechen Sprüchen und einer Vielzahl an positiven Messages wett. Als nächstes bekommt der Hörer Slonesta alleine mit dem reggaelastigen "Beweg dein Becken" zu hören, auf dem Slonesta lässig alle Clubbesucher zum Tanzen auffordet, ohne dabei Rücksicht auf andere zu nehmen. Dass ihm Rojah in nichts nachstehen will, zeigt dieser mit dem folgenden Dancehall-Brecher "Für Jeden", auf dem der Bayreuther beweist, dass er in Sachen Wortwitz locker mit führenden deutschen Genregrößen mithalten könnte. Das nächste Hightlight ist das ebenfalls dancehalllastige "Jung und erfolglos" von Rojah, der sich von niemandem auf seinem Weg zum Erfolg stoppen lassen will und dies mit diesem vor Energie strotzenden Track unterstreicht. Nebenbei bringt er auch Rap-Fans zum Schmunzeln, wenn er sich völlig entsetzt fragt, wieso Rapper Buhsido so riesigen Erfolg hat und mittlerweile sogar bei "Beckman" sitzt. Dass auch dickere Girls oder sogenannte "Fatty Mommys" für Rojah "Kein Ding" sind und von ihm geschätzt werden, beweist dieser auf einem pumpenden Dancehall-Riddim. Auch dank verdammt witziger Lines wie "Rojah ist kein Fan von euch Skinny Jeanies, Rojah ist ein Fan von den Fat-Booninies" zählt diese Nummer zu den absoluten Highlights der Platte und unterstreicht, dass Rojah der stärkere von beiden Artists ist. Doch auch Slonesta kann in Form des reggaelastigen "Dancehall Party" mit einem richtigen Highlight aufwarten, das auch wegen dem von Labelkollege Maxim ("Woher sollt ich wissen") verwendeten und von Teka produzierten, genialen Riddim auf ganzer Linie beeindruckt. Endlich ist die musikalische Party des Einstands der beiden Künstler und des Label-Jubiläums auf ihrem Höhepunkt und Rojah hält dieses Niveau mit der sehr flotten Reggae-Nummer "Hin und Weg", die sich an eine fiktive Frau richtet und erneut dank innovativer und witziger Lyrics besticht. Zum Abschluss fahren die beiden Rootdown-Juwele noch einmal ganz große Geschütze in Form von Slonestas reggaelastigem "Winterstarre" und Rojahs Bombentune "Stars" auf. Vor allem Rojah beeindruckt auf einem verdammt starken Riddim mit witzigen Promi-Vergleichen, mit denen er dem Hörer klarmachen will, dass man nicht einem Star gleichen muss, um etwas Besonderes oder erfolgreich zu sein. Vor allem für Hip-Hop Fans hat Rojah eine Fülle an Sprüchen parat, die wirklich keine Bauchmuskeln schonen wollen: "Du musst tight sein wie B" oder "Kein bisschen Fat wie Joe, oder Big wie Pun". Definitiv einer der besten deutschprachigen Reggae-Songs, die diesen Sommer unsere Gemüter erfreuen werden.

Insgesamt können die beiden Reggae-Newcomer Rojan und Slonesta ein gelungenes Albumdebüt feiern, auch wenn sich natürlich ein paar schwache und leicht nervende Tunes wie "Mehr Hitze" oder "Jeder nur für sich" von Slonesta auf der Platte finden. Dies zeigt aber zudem, dass Rojah im Rennen um die Newcomer-Krone im Hause Rootdown deutlich die Nase vorne hat, was er nicht nur durch besser gewählte Riddims, sondern auch dank besserer Stimme, stärkeren Flows und der größeren Fülle an nahezu genialen Sprüchen und Lyrics unterstreicht. Alles in allem können sich Freunde von deutschem Reggae und Dancehall sowie auch Punchlines-feiende Rap-Fans schnell mit diesem Debütalbum anfreunden, sodass sich beide Artists für ihr Werk drei goldene Kronen verdient haben.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
Sonny

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