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Zum Ende der Seite springen Maxim - Rückwärts fallen
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Maxim - Rückwärts fallen


Release Date:
10. Oktober 2008

Label:
Rootdown Records

Tracklist:
01. Mosaik
02. Irgendwas mit A
03. Rückwärts fallen
04. Angst vor der Liebe
05. Woher sollt' ich wissen
06. Pizzamann
07. Lieber bluten als frieren
08. In einem künstlichen Koma
09. Was für 'ne Welt
10. Die beleidigte Leberwurst
11. Fass mich nicht an
12. Wenn einer stirbt
13. Nicht mein Style
14. Könnte ich

Review:
Der Siegburger Reggae-Künstler Maxim kam erst auf Umwegen zum deutschsprachigen Reggae, denn zuerst hatte er nach erfolgreichem Abitur-Abschluss angefangen, in Köln zu studieren, ehe ihn ein Besuch der französischen Insel Guadeloupe umstimmte und ihn für die sonnigen Beats der dortigen Musikkultur begeisterte. Nach ersten Aufnahmen daheim in Deutschland geriet Maxim an Label-Kollege Nosliw, der ihn bei seinem Vorhaben, deutschsprachigen Reggae zu machen, tatkräftig unterstüzte und ihn zu Rootdown Records brachte. Doch unterscheidet sich Maxim mittlerweile entschieden von Genre-Kollegen wie Nosliw, Gentleman oder den Berliner Jungs von Culcha Candela, denn Maxim bietet den Hörern neben klassischen Roots-Reggae-Tunes auch ruhige Soul- und Pop-Nummern, wogegen Dancehall- oder HipHop-Einflüsse gänzlich fehlen. Auf seinem zweiten Album "Rückwärts fallen" macht der Siegburger nun wieder das, was er am besten kann, nämlich zumeist tiefgründige Geschichten aus seinem Alltag und seinem Leben zu erzählen, gepaart mit einer Menge Wortwitz und Ehrlichkeit und natürlich den passenden Tunes, die größtenteils von Rootdown-Hausproduzent Teka stammen.

Nach einem gitarrenbegleiteten Intro in Form von "Mosaik", welches eingefleischten Reggae- oder HipHop-Liebhabern aber warscheinlich zu Pop-geprägt daherkommt, erwartet den Hörer mit der Roots-Reggae-Nummer "Irgendwas mit A" eine verdammt gelungene, melodiöse Nummer, in der Maxim ein Wiedersehen mit einer alten Schulbekanntschaft beschreibt, die verdammt gut aussieht und ihn anspricht, aber deren Namen der verzweifelnde Sänger mit "schlechtem Namensgedächtnis" nicht mehr weiß. Hier zeigt sich direkt Maxims Talent, Alltagsgeschichten und Probleme, die jeder schon einmal erlebt hat, in ehrlicher aber zugleich witziger Form musikalisch zu verarbeiten. Dass sich wie bei fast allen Männern auch bei Maxim die meisten Gedanken um Frauen drehen, merkt der Hörer am folgenden, stärksten Teil des Albums. Angefangen mit dem ruhigen Reggae-Tune "Angst vor der Liebe", in dem Maxim mithilfe von vielen Metaphern die Angst vor der Liebe umschreibt, folgt mit der genialen, von Teka produzierten Reggae-Bombe "Woher sollt' ich wissen" der wohl stärkste Song des ganzen Albums. Auf einem sehr starken, meliodiösen Riddim singt Maxim über eine Frau, die ihm zunächst alle Sinne geraubt hat, ihm danach allerdings nach einer unvergesslichen Nacht das "Herz vergiftet" und nur mit ihm gespielt hat. Auch wenn Maxims Geschichten und seine Sounds genau gegensätzlich zur weit verbreiteten Macho-Attitüde vieler Artists im HipHop sind, so trifft Maxim mit vielen Zeilen, verpackt in gute Reggae-Tunes, doch den Nerv des Hörers. "Pizzamann" ist der dritte Track, der gelungen Maxims Erlebnisse mit Frauen thematisiert, und kommt diesmal noch flotter als die bisherigen Nummern daher. Mit dem soundtechnisch allemal überzeugenden Song "In einem künstlichen Koma" driftet der Siegburger allerdings zu sehr ins Melancholische und leicht Depressive ab, und somit dürfte diese Nummer höchstens im tiefsten Winter nochmal angespielt werden. Das Gleiche gilt für den ebenfalls einerseits inhaltlich interessanten, aber doch zu depressiven Reggae-Pop-Verschnitt "Was für ne Welt". Danach folgen wieder ein paar mehr oder weniger starke Reggae-Nummern, die allesamt wieder alltägliche Erfahrungen und Probleme zum Thema haben, mit denen man sich teils doch wieder gut identifizieren kann. Den Abschluss bilden die ruhigen Pop-Rock Nummern "Nicht mein Style", in der sich Maxim fragt, warum man manchmal nicht der Frau seines Interesses gefällt und abgelehnt wird, und das fast einschläfernde "Könnte ich".

Insgesamt wird man als Reggae-Liebhaber von zu vielen ruhigen, fast einschläfernden Pop-Rock-Nummern von den eigentlichen, reggaelastigen Highlights des Albums abgelenkt, auf denen Maxims überragendes Erzähltalent und seine ehrlichen Geschichten richtig gut zum Ausdruck kommen. Um das Optimale aus Maxims durchaus vorhandenem Potential rauszuholen und ein abwechslungsreiches Album zu machen, hätten vielleicht besser doch mehr positive Reggae-und Dancehall-Nummern ihren Weg auf das Album gefunden, das so leider nun bei den meisten als Platte für die Wintermonate im Regal verstauben wird. Das Ganze führt somit nur zu knappen 3 Kronen, auch wenn manche Songs wie "Woher sollt ich wissen" in Sachen Inhalt und Verpackung viele andere Songs und Künstler im Genre um Längen schlagen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Sonny

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