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User Beitrag:
Warghosts - Bomshot & Holocaust: Warghosts


Release Date:
18. Mai 2010

Label:
Clear Label Reocrds

Tracklist:
01. Sound Of Mystery
02. In The Hills Of The Dark Land Tragic
03. It's Not Yours
04. Chase The Dragon
05. Power Eye Jedi
06. Kings
07. Corinthians
08. Arctic Warrior
09. Chinese Fire Arrow
10. Snake Spine

Review:
Es gibt einige zwielichtige Gestalten in der Szene und es gibt einige, die es geschafft haben, zum Ziel kollektiven Hasses zu werden. Eine, die beides vereint, ist wohl der Bostoner Bomshot, der erstmals auf dem Debütalbum von Jus Allah von sich hören ließ. Zusammen mit diesem folgte dann das dubiose Album der Devil'z Rejects sowie der undurchsichtige Beef zwischen den beiden. Ein neues Kapitel seiner Karriere beginnt, als Produzent Habitual Bom für Aufnahmen nach Cali holt, worauf das erste Zusammentreffen mit Holocaust erfolgt. Anscheinend versteht man sich so gut, dass man in Boston zusammen aufnimmt - zuerst für Bom's Solo "Abomination", dann für ein gemeinsames Projekt unter dem Namen Warghosts. Auch diese Gruppe läuft ganz und gar nicht reibungsfrei, weswegen die Umstände der Veröffentlichung von "Warghosts" denen von "Necronomicon" in gewisser Weise ähneln.

Ob Bomshot nun die Masters hat und alleinig sämtliche Erträge einstreicht, ist nicht das Thema - das ist die Musik. Für die kann der Bostoner Tajai's Clear Label gewinnen, das die zehn Songs dieses so vielversprechenden Projekts veröffentlicht. Von den ersten erschienenen Tracks hat es zwar keiner aufs Album geschafft, doch solange mit diesem kurz und bündig geschnürten Paket eine entsprechende Qualität gehalten wird, will sich niemand beschweren. Denn bei den Produzenten stehen durchwegs unverbrauchte Namen zur Stelle, die sich teilweise schon als fähig erwiesen: allen voran Krohme, aber auch Pablo Baluba (Rumänien), Semantix (UK) oder Amos (Polen). Wie schon bei The Devil'z Rejects bedarf es auch hier wieder einer Gegenüberstellung der beiden beteiligten Emcees, die sich in einigen wichtigen Punkten deckt: Holocaust ist - wie seinerzeit Jus Allah - der Magnet für die meisten Käufer, da weitaus bekannter und renommiert. Darüber hinaus ist er auch zweifelsohne der technisch überlegene Emcee. Bomshot hingegen hat zielsicher wieder einen organisatorisch wenig motivierten Partner gefunden, von dem er zu profitieren weiß. Um diesem Album nun etwas abgewinnen zu können, bedarf es zweier Voraussetzungen: Man sollte mit Holocaust und seiner zu den eigenwilligsten Styles im Rap-Game zählenden Art klarkommen und man sollte sich nicht zu sehr daran anstoßen, dass Bomshot beizeiten etwas plump spittet. Wer es so weit geschafft hat, dem steht zu allerbester Rap-Unterhaltung nichts mehr im Wege: Über erhabene Instrumentals, die zwar klar die Signatur der Ostküste tragen, sich aber gar nicht erst in die Nähe des momentan dortigen Underground-Einheitsbreis begeben, entfaltet sich der Warghosts-Dualismus mit den abstrakten Märchenstunden des Robot Tank und Bom's direkten Battle-Rhymes. Ohne jegliche Einleitung schiebt Krohme seine charakteristischen Orgel-Klänge unter "Sound Of Mystery", später fährt Amos The Ancient Prophet mit einem seiner düsteren Streicherarrangements ("Arctic Warrior") ein. Als einziger inhaltlich aus der Reihe fallender Track ist "Power Eye Jedi" zu nennen, in dessen erstem Verse zumindest Bomshot einige Schüsse vor den Bug des JMT- bzw. AOTP-Schiffs gibt: Jus Allah wird als Lügner, Vinnie als Pseudo-Moslem und die gesamte Crew als Bückstücke von Chuck Wilson beschimpft - es gab schon schlagkräftigere Diss-Tracks (zumal Holocaust nach zwei Zeilen wieder in sein eigenes Universum abdriftet), doch der Gesamteindruck stimmt auch hier. Noch besser wird es, wenn der deutsche Imperial Skillz Empera seine Sound-Kulissen loslässt: "Chase The Dragon" kämpft im fernen Osten, "In The Hills Of The Dark Land Tragic" überrollt seine Hörer mit von Streichern getragenen Chorgesängen. Die letzten Zweifel daran, dass man es hier mit einer ausgezeichneten Scheibe zu tun hat, beseitigt dann "Chinese Fire Arrow", ein Meisterwerk aus der Hand von Semantix Tha Sorcera, dessen Sample-Künste Joan Baez und deren Gitarre so kunstvoll einfangen, wie man es einst von Stoupe kannte. Dafür legt sogar Bomshot einen sauberen Part hin.

Wer auf technisch penible Korrektheit und exakt im Takt gerappte Rhymes Wert legt, bei dem wird es - falls überhaupt - einige Zeit dauern, bis er sich mit dieser Scheibe anfreunden kann. Die Warghosts sind eine Kombo, die man in ihrer rohen Form akzeptieren muss, um ihrer Musik etwas abzugewinnen. Denn die ist dank eines exzellenten Aufgebots an Produzenten höchst hörenswert. Zehn Tracks mögen nicht gerade viel sein, die durchgehend hohe Qualität allerdings ist Entschädigung genug. Natürlich kann man sich Bomshot vom Projekt wegwünschen, doch wenn man ihn als treibende Kraft der Warghosts sieht, muss man ihn am Mic als kleinen Malus in Kauf nehmen. Wie genau sich nun die Zukunft dieser Truppe entwickelt, steht in den Sternen - ein Holocaust-Solo mit ähnlichen Producern hätte aber in jedem Fall Potential, noch besser zu werden.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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