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Son Of Saturn - The Madness & The Mahakaruna


Release Date:
07. Juli 2010

Label:
Revolt Motion Recordings / LCOB Productions

Tracklist:
01. Swayed Megaltihs
02. Saturn Day
03. Operation X (Feat. The Sargonites)
04. Biological Warfare (Feat. Life Scientist)
05. Harbinger
06. Subconscious Wilderness
07. Pranic Mastery (Feat. Atma)
08. Chi Ghost
09. The Face Of Madness (Feat. Amun Morb)
10. The Ritualz
11. Quantum Mechanics (Feat. Gift Of Gab)
12. Ominous Opus (Feat. Lord Gamma & Riishii G7)
13. Climbing Fron The Darkness
14. Fallen Empires (Feat. Dr. iLL)
15. Message Of The Mystics (Feat. Life Scientist, Sinister Stricken, Ammoeinser & Erks Orion)
16. The Nile Conduit (Feat. Rasul Allah & Jon Murdock)
17. Stargate Agape
18. Anima Mundi

Review:
"Who I am is of no consequence." Es braucht nicht lange, bis man merkt, dass Son Of Saturn kein alltäglicher Rapper ist. Dem Herrn liegt viel daran, dass seine Hörer sich seine Botschaften zu Herzen nehmen, was für einen Emcee aus dem erweiterten und stetig wuchernden Umfeld der Lost Children Of Babylon natürlich nichts Herausragendes ist. Nichtsdestoweniger nennt Son Of Saturn dieses bereits sein drittes Album, jedoch das erste für Normalsterbliche auch erwerbliche. Mit dem kunstvollen Titel "The Madness & The Mahakaruna" deutet der Spätzwanziger mit den über zehn Jahren Rap-Erfahrung bereits an, dass auf diesem Longplayer das eine oder andere interessante Thema zur Sprache kommt.

Von einem, der Rap nur als Hobby neben seinem regulären Job betreibt, darf man ehrlichen HipHop ohne jegliche Verwässerungen und Trendbeeinträchtigungen erwarten. Das trifft auch für Son Of Saturn zu, der mit "The Madness & The Mahakaruna" genau das als Sound wählt, was er anzunehmenderweise auch privat hört. Wenngleich die Annahme in Erwägung zu ziehen ist, dass er sich an den LCOB-Zug in ähnlicher Weise angekoppelt hat wie es manche Künstler mit ihrer Wu-Tang-Zugehörigkeit tun, hat der Sohn Saturns alles, was es zu einem geistigen Schüler der Rap-Mystiker bedarf: Das Interesse für alte Zivilisationen und deren Mythologien, Sympathie für alternative, esoterische Spiritualität, den festen Glauben an eine globale Verschwörung und das Bedürfnis, mit seiner Musik die Ketten der geistigen Umnachtung, in denen die Welt dümpelt, zu sprengen. Wesentliche Dogma ist jedoch auch bei ihm: "I do not claim to have any answers, I encourage everyone to find their own answers." Das bedeutet so viel wie: Son Of Saturn geht mit seinem fundierten Pseudo-Wissen keine eigenen Wege, sondern tut es allen anderen ähnlich gearteten Emcees gleich und geizt nicht mit Anspielungen und Aufzählungen verschiedenster fachspezifischer Begriffe. Doch wie auch seine geistigen Brüder überfliegt er damit den Horizont des Großkollektivs hustelnder Rapper bereits um einige Kilometer und sorgt immer wieder für Denkanstöße. Den passenden Sound findet Son Of Saturn bei einer Palette an Produzenten, von denen Namen wie SnakeVsCrane, Amos The Ancient Prophet und Lord Gamma bereits bekannt sind und weiter beständig Fuß in der Szene fassen, während die meisten als Unbekannte auftreten. Orientiert wird sich überwiegend an herkömmlichen, düsteren Eastcoast-Sounds, der Einfluss durch gerade die LCOB ist jedoch natürlich nicht zu leugnen, wenn auch in einem Track wie dem von dichten, tiefen Streichern vorangepeitschten "The Ritualz", bei dem man ihn vermutet hätte, nicht herauszuhören. Anders dagegen "Anima Mundi", das die langsame und besonnene Seite von SoS zeigt. Für manchen mag es überraschend sein, wie flowvermögend er sein kann - gerade in den flotteren Stücken wie etwa dem bärenstarken, von hinduistischem Gebet eingeleiteten "Pranic Mastery" scheint durch, dass man es hier mit einem überdurchschnittlichen Emcee zu tun hat, gegen den selbst Atma etwas lahm aussieht. Im thematischen Pendant wandelt SoS weiter zum Daoismus und präsentiert sich als "Chi Ghost", diesmal untermalt von einem grandiosen Streichergeflecht von G.I.C.. Weitere Hochkaräter sind das von Lord Gamma geprägte "Ominous Opus" und das düstere "Biological Warfare", während der Auftritt des exotischen Gasts Gift Of Gab eher unspektakulär verläuft. Als Abturner stellt sich dagegen "Message Of The Mystics" mit deutschem und spanischen Part von Ammoeinser bzw. Erks Orion heraus - Sprachensalat funktioniert nunmal höchst selten. Das Schema, das vom von schrammelnden E-Gitarren dirigierte Zwischenspiel in "Fallen Empires" beschritten wird, ist keinesfalls ein neues, bestätigt aber auch hier wieder einmal, dass die aus welchem Grund auch immer ins Programm genommenen Crossover-Ansaätze meist dem Albumfluss einen Stock in die Speichern werfen - hier noch mehr als irgendwo sonst. Da ist man froh, dass Amos The Ancient Prophet für den Höhepunkt der LP sorgt und in "Saturn Day" dem Protagonisten voll in die Karten spielt, auf dass dieser seinen (anzunehmenderweise) aus der römischen Mythologie entlehnten Namen in astronomische Sphären erhebt.

Im Gestrüpp, das unaufhaltsam um den Namen "LCOB" wuchert, ist Son Of Saturn einer von vielen Namen. Dass in einem solchen Gestrüpp mitnichten Unkraut wächst, legte der äquivalent ablaufende Prozess bei der Marke Wu-Tang dar. So ist auch Son Of Saturn ein äußerst fähiger Emcee, der sein Fach beherrscht und dank eines direkten, harten Flows auch auf längere Zeit im Gedächtnis bleibt. Aus dem schier unendlich großen Pott unbekannter Produzenten hat SoS mit gutem Auge abgeschöpft und sich einen Beat-Teppich zusammengestellt, der - wenn auch ausbaufähig - den Anforderungen standhält. Wer sich mit dieser Materie anfreunden kann, für den ist "The Madness & The Mahakaruna" ein guter, wenn auch kein überragender Fund.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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