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Zum Ende der Seite springen El Matador - Au Clair Du Bitume
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El Matador - Au Clair Du Bitume


Release Date:
25. Mai 2009

Label:
Bombattak Recordz

Tracklist:
01. Intro
02. Au clair du bitume
03. Pète sa mère
04. Blah blah blah (Feat. Brasco)
05. Shrab
06. S'il ne me restait (Feat. Sarah Riani)
07. Emporté par le vent
08. Mektoub
09. La force du nombre (Feat. Jamal)
10. Aïe aïe aïe
11. J'voulais te dire (Feat. Brasco)
12. Ici ou là-bas (Feat. Mohamed Lamine)
13. Lahryate
14. Ballon d'or
15. Fume ta chicha (Feat. Jamal & Mohamed Lamine)
16. Exil (Feat. Jacky Brown)
17. Mère courage (Feat. Hadja)
18. Tu connais la famix

Review:
Das Jahr 2009 war in Frankreich definitiv das Jahr des Pariser Labels Bombattak Recordz, welches nicht nur das erfolgreiche Debütalbum "Vagabond" ihres talentierten Schützlings Brasco veröffentlichte, sondern auch das zweite Album des algerischstämmigen und in Marseille lebenden El Matador, welcher schon seit Jahren an der Seite von Brasco für Furore gesorgt hatte. Wie viele andere Rapper aus dem Süden Frankreichs war auch El Matador nach seinem Umzug nach Marseille von der dortigen HipHop-Kultur begeistert und wurde schon früh von französischen Rap-Legenden wie den Gruppen IAM oder Fonky Family dazu inspiriert, selber das Mic in die Hand zu nehmen und auf Französisch zu rappen. In Marseille erhielt er auch direkt professionelle Unterstützung der dort heimischen Rap-Superstars Soprano und Le Rat Luciano, die ihm einige Songs produzierten, und nach einigen Jahren vieler Feature-Auftritte und dem anschließenden Signing bei Labelchef Marc Bombattak releaste der aufstrebende Rapper im Jahr 2007 sein überzeugendes Debütalbum "Parti de rien". 2009 folgte nun das zweite Album des Rappers, bei dem man neben Streetrap-Klängen auch den nordafrikanischen Einfluss auf seine Musik zu hören bekommt. Dabei stammen die meisten Produktionen des Albums, welches mit einem sehr schönen Artwork aufwartet, aus dem eigenen Label-Zuhause in Form der Trak Invaders.

Eingeleitet wird das Album mit einem Kinderchor, welcher den gleichnamigen, düsteren Titelsong des Albums "Au clair du bitume" ankündigt, auf dem El Matador sofort mit energiegeladenem Flow und ohne jeglichen Refrain eine düstere Stimmung verbreitet und sich den Frust von der Seele rappt. Nach zwei eher mittelmäßigen, sehr elektronisch klingenden Streetrap-Songs, auf denen außer El Matadors erneut schnellem und aggressivem Flow nichts besonders hervorzuheben ist, erwartet einen das pianobegleitete, von Lewis produierte "Shrab". Zwar erneut ein typischer Streetrap-Song, allerdings diesmal soundtechnisch viel überzeugender dank melodiöser Piano-Begleitung und einem El Matador, der raptechnisch gekonnt zwischen französischer und algerischer Welt wechselt. Ist man allerdings bisher vom zumeist eintönigen und eher inhaltsleeren Streetrap-Sound des Marseillers enttäuscht, macht die folgende Erfolgssingle "S'il ne me restait" an der Seite der nicht nur optisch bezaubernden Sängerin und Label-Kollegin Sarah Riani alles wett. Nicht nur dass Sarah Riani eine Stimme hat, wie man sie nur auf wenigen französischen Rap-Songs jemals zu hören bekommen hat, auch der träumende El Matador überzeugt diesmal auf dem erneut pianobegleiteten, melancholischen Song mit starkem, ehrlichem Storytelling:

"S'il ne me restait qu'une année ou quelques jours,
Je vivrai le truc comme si c'était le mektoub,
S'il ne me restait qu'une dernière volonté,
Je prendrai une feuille afin de vous raconter,
S'il ne me restait qu'un repère ça serait la famille,
S'il me restait qu'une chance ça serait la faillite,
S'il me restait qu'un souvenir ça serait l'enfance,
Malgré l'absence de cadeaux d'noël en fin décembre.
S'il ne me restait que mes yeux pour pleurer,
J'avancerai la tête haute, le cœur et les dents serrés
"

Hat man es geschafft, die Single trotz ihres enormen Ohrwurm-Potentials zu skippen, gelangt man zum nächsten Highlight der Platte, dem ruhigen und erneut sehr melodiösen "Emporté par le vent". Erneut überzeugt der Marseiller mit ehrlichen Lyrics auf einem wunderschönen, von den Trak Invaders produzierten Soundteppich. Beeindruckend und fast sentimental erzählt der in Reims geborene Rapper von seiner Kindheit in Armut an der Seite seiner Geschwister und der darauffolgenden Zeit, und man versteht schnell, warum der Marseiller sagt "Je prends le rap pour thérapie":

"Venu au monde un 17 juin 82,
Avec l'aide de ma mère les autres je m'enfous je n'ais pas besoin d'eux,
Un jour d'été il est à peu près midi 30,
Le petit mohammed n'a pas eu du mal a sortir du ventre,
Le respire un coup je suis enfin prêt pour la baston,
Après 2 filles voilà enfin un petit garçon,
Né dans une ville dans le nord de la france,
HLM délinquance pauvreté c'est foutu d'avance"

Nach einem sehr arabisch geprägten Song folgt erneut ein weiteres Highlight der Platte in Form des melancholischen "La force du nombre", auf welchem der Rapper diesmal Unterstützung von Rap-Kollege Jamal erhält und beide gemeinsam ihre Erfahrungen und Ratschläge an die "Jeunesse du monde" weitergeben, um deren Zukunft zu sichern. Nach einem schwachen Song und einem weiteren ernsteren Song an der Seite des diesmal stärkeren Brasco folgt das sehr gewöhnungsbedürftige, aber unheimlich gelungene "Ici ou la-bas". Unterstützt von dem populären, algerischstämmigen Rai-Sänger Mohamed Lamine begibt sich der Marseiller auf eine Reise zwischen Frankreich und dem Maghreb. Für den einen vielleicht ein Kulturschock, für die anderen ein sehr gelungener musikalischer Einblick in die Marseille-/ Maghreb-Kultur. Nach ein paar erneut nur mittelmäßigen Streetrap-Songs folgt mit dem melancholischen, pianobegleiteten "Exil" an der Seite des Reggae-Sängers Jacky Brown und Goldkehlchen Sarah Riani erneut ein Highlight der Platte, auf dem sich die Künstler in Personen mit schwieriger Lage im Ausland versetzen, was den Hörer schnell zum Nachdenken verleitet:

"Je suis mauritanien, je laisse une femme et des enfants
La traverssé du sahara fût pénible et sanglante,
Poissar mon destin ne relève que du hasard,
J'èspère au mois atteindre le le détroit de gibraltar,
Je suis un Irakien , en plein hiver j'suis en sandales,
J'ai faim , j'ai froid , j'dors sous un pont avec 2,3 semblables,
J'ai voulus fuir les attentats , a chaque fois j'en bave
SDF depuis la fermeture du camp des sangattes,
Je suis un jeune cubain , j'men bas les couille d'fidel castro
sportif de haut niveau c'est la merde sous l'embargot
"

Zum Abschluss folgen das starke, an die Mutter gerichtete "Mère courage" und die rockige Streetrap-Hymne "Tu connais la famix", die zweifelsohne La Fouines Hit "Hamdoulah ça va" im selben Jahr den Rang ablaufen hätte können.

Insgesamt ist das zweite Album des Marseillers zwar durchaus gelungen, allerdings halten sich die überragenden, ehrlichen und melodiösen Songs des Rappers nicht die Waage mit den zumeist soundtechnisch und inhaltlich enttäuschenden Battletracks. Dabei präsentieren sich fast alle Feature-Gäste, insbesondere die alles überstrahlende Sarah Riani, in guter Form und fallen nicht aus dem Rahmen. Auch die Einflüsse aus seiner Heimat, dem Maghreb, fallen nicht störend auf, sondern sind wie in Form von "Ici ou la-bas" eine gelungene Abwechslung für den Hörer. So bleibt festzuhalten, dass sich der Marseiller Emcee aufgrund der weniger gelungenen Battletracks nur 3 Kronen verdient hat, auch wenn die persönlichen Nummern den Hörer teilweise fast vom Hocker hauen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 0 Ø)


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Sonny

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Stimmt so. "S'il Ne Me Restait" ist mein Fav.

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Momentaner Lieblingssong: Fashawn - When She Calls

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Zitat:
Original von Gleb Komplett neu füre mich der junge Mann.
Also S'il ne me restait solltest du dir definitiv mal anhören wink

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