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Zum Ende der Seite springen Soprano - De puisqu'il faut vivre à la Colombe
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Soprano - De puisqu'il faut vivre à la Colombe


Release Date:
02. Juli 2010

Label:
EMI Music / Street Skillz

Tracklist:
01. Intro
02. J'étais comme eux (Feat. Demon One)
03. French Connection (Feat. Black Marché)
04. Les clefs de la réussite (Feat. Tony Parker & Don Choa)
05. Ferme les yeux et imagine toi (Feat. Blacko)
06. C'est vrai (Feat. Psy 4 de la Rime)
07. Ouvrez les frontières (Feat. Tiken Jah Fakoly)
08. Incurable (inédit)
09. Inaya
10. Pour toi j'tue (Feat. Psy 4 de la Rime)
11. Ca Fais Mal (Feat. La Fouine)
12. Le sud le fait mieux (Feat. Don Choa)
13. Zone Abandonnée (Feat. Sinik)
14. La faim (Feat. Alonzo & Freeman)
15. Repartir à zéro (Feat. La Fouine)
16. Sans Stress (Feat. lygne 26)
17. Venez pas chez nous (Feat. Psy 4 de la Rime)
18. Darwa (inédit)
19. Plus que de la musique (Feat. Akhenaton & Sat)
20. Air Fly (Feat. Psy 4 de la Rime)
21. Arena (Feat. Porta & Psy 4 de la Rime)
22. Marseille United (Feat. La Swija)
23. Pas cette fois (Feat. Vitaa)
24. Malgré tout (Feat. K-rlos) (inédit)
25. Ghetto (Feat. Révolution Urbaine)
26. Entre Fréros (Feat. K-rlos & Diego Moltissanti) (inédit)
27. Criollo (Feat. Psy 4 de la Rime)
28. Notre Dame (Feat. La Swija & Mino)
29. Halla Halla
30. Que dieu bénisse le Ghetto (Feat. Vincenzo) (inédit)
31. Victory
32. Dans nos quartiers nord (Feat. La puissance Nord) (inédit)
33. Outro (inédit)

Review:
Drei Jahre sind es nun her, seit der aus Marseille stammende Rapper Saïd M'Roumbaba alias Soprano, seines Zeichens ebenfalls Mitglied der von IAM-Legende Akhenaton entdeckten Rap-Crew Psy 4 de la Rime, sein Solodebüt "Puisqu'il faut vivre" veröffentlichte, welches dank Soprano's unglaublichen Stärken, dem ehrlichen und persönlichen Storytelling gepaart mit verdammt starken Rap-Skills, in Frankreich auf Anhieb einschlug wie eine Bombe und sich mehr als neun Monate in den Top 50 der französischen Charts hielt. Vor allem das Konzept des Albums überzeugte die Hörer, denn der Marseiller mit komorischen Wurzeln ließ die Hörer in musikalischer Form an einer fiktiven Therapiesitzung teilnehmen, in der sich der Rapper auf persönlich und raptechnisch beeindruckende Art und Weise allen Ballast von der Seele rappte und sich somit auch ins Herz der Rap-Fans unseres Nachbarlandes reimte. Nach einigen Jahren ohne größere Soloprojekte hat sich der leidenschaftliche Fußball-Fan Soprano, der in der Zeit nach seinem erfolgreichen Solo-Debüt zum Beispiel auf dem Soundtrack der zwei FIFA-Teile "09" und "10" für Sonys Playstation zu hören war, nun ausgerechnet das WM-Jahr 2010 für sein neues Album "La Colombe" ausgesucht. Wie auch beim Album-Vorgänger "Puisqu'il faut vivre" möchte Soprano seine Fans nun mit einem vorher erscheinenden Mixtape auf sein Solo-Album einstimmen. Dieses 33 Songs starke Mixtape halten wir nun mit "De puisqu'il faut vivre à la Colombe" in den Händen, welches über EMI Music erschienen ist und von dem befreundeten DJ Mej und dem Psy-4-de-la-Rime-Beatbastler Sya Styles gemischt wurde. Beim Betrachten der Tracklist fällt auf, dass das Mixtape eher eine Art Best-Of-Sammlung der stärksten Songs des Marseillers geworden ist, denn es finden sich lediglich sieben neue, noch unbekannte Tracks auf der Album-Rückseite.

Eingeleitet wird das Mixtape mit einem kurzen "Intro" in Form eines Gesprächs zwischen "Monsieur" Soprano und der auf seinem letzten Album ebenfalls auftretenden Therapeutin "Dr. Melfi", bevor der Marseiller mit der Unterstützung seiner beiden DJs und einigen Schüssen, Scratches und Sirenen lautstark den endgültigen Beginn des Mixtapes ankündigt. Bereits die ersten beiden Songs, "J'étais comme eux", an der Seite von Rapper-Kollege und Mafia F'1 Kry-Mitglied Demon One, und "French Connection", an der Seite des ebenfalls aus Marseille stammenden Rap-Duos Black Marché, schlagen aufgrund ihrer unglaublichen Energie und der starken Beiträge der vertretenen Rapper ein wie eine Bombe. Auf "French Connection" empfängt Soprano den Hörer in seiner Heimatstadt Marseille, "Bienvenue a marseille, on a la rage de vivre, l'instinct d'survie hann, bienveenue sur Mars", und erzählt dem Hörer mit Unterstützung seines Feature-Gasts die Geschichte der Stadt und ihrer dunklen Seiten. Zwar sind die beiden Tracks wie viele andere schon seit Längerem bekannt, doch wer zum ersten Mal in Sopranos Musik reinschnuppert wird mit diesem furiosen Beginn direkt vom Hocker gehauen. Nach dem beeindruckenden Start und einem folgenden, überraschenden Feature vom französischen NBA-Superstar und bekennenden Rap-Fan Tony Parker erwartet den Hörer nun das erste große Highlight des Mixtapes, welches allerdings erneut bereits von Sopranos erstem Erfolgsalbum stammt: "Ferme les yeux et imagine toi" an der Seite von Reggae-Artist und Sniper-Mitglied Blacko. Auf einem wunderbaren Beat bitten die beiden Protagonisten den Hörer, die Augen zu schließen, um sich in Ruhe Gedanken über die von beiden Rappern erwähnten Probleme und Sorgen zu machen:

"Imagine ta vie sans eau potable,
Une douche les jours de pluie,
Pas d’bouffe mise sur la table,
Imagine toi dans un hôpital,
Avec une maladie incurable,
Une maladie qui t’juges coupable.
"

Störend ist nur ein bisschen, wie auch im weiteren Verlauf des Mixtapes, dass DJ Mej und Sya Styles solche starken Tracks nur knappe zwei Minuten laufen lassen und sie mittendrin unterbrechen, sodass der Hörgenuss ein ums andere Mal apprupt gestört wird. Es folgt ein starker Auftritt von Sopranos Freunden von Psy 4 de la Rime auf dem melancholischen, pianobegleiteten "C'est vrai", welches aus Alonzos diesjährigem Erfolgsalbum "Les Temps Modernes" stammt und mit einem starken Inhalt über das moderne Leben überzeugt. Danach wartet mit der Reggae-Single "Ouvrez les frontières" an der Seite des ivorischen Reggae-Artists Tiken Jah Fakoly der nächste absolute Bombentune auf den Hörer. Auf einen zum Träumen verleitenden Reggae-Riddim appellieren beide Künstler auf kritische, aber zugleich unter die Haut gehende Weise an die Politiker ihres Landes, die die Freiheit und das Wohl der Menschen einschränkenden Grenzen zu öffnen, damit der Traum von einem besseren Leben in Erfüllung gehen kann:

"Nous aussi, on veut connaître la chance d'étudier,
La chance de voir nos rêves se réaliser,
Avoir un beau métier, pouvoir voyager,
Connaître ce que vous appelez "liberté",
On veut que nos familles ne manquent plus de rien,
On veut avoir cette vie où l'on mange à sa faim,
On veut quitter cette misère quotidienne pour de bon,
On veut partir d'ici car nous sommes tous en train de péter les plombs
"

Hat Soprano es bisher vielleicht aufgrund vieler bereits bekannter Songs noch nicht endgültig geschafft, den Hörer vom Hocker zu reißen, gelingt ihm dieses Kunststück mit dem größten Highlight der gesamten Platte, der wunderbaren Liebeserklärung "Inaya" an seine Tochter, welche durch eine wirklich Gänsehaut verbreitende Akustik-Live-Version eines Konzert-Mitschnitts eingeleitet wird. Unterstützt vom Publikum singt Soprano zu langsamen Gitarren-Klängen auf emotionale Art und Weise über seine ihn verzaubernde Tochter und seine Vaterfreuden:

"Tu es ma plus belle poésie, ton rire, ma plus belle mélodie,
Tes fou rire mes plus belles symphonies,
Ton visage mon plus beau paysage, ton regard mon plus beau voyage,
Tes petites mains mes plus belles caresses, tes petites joues l'endroit préféré,
De mes lèvres, donc fini les SOS !!! Comment te l'expliquer ?
Oui tu est pour moi, celle qui réussi à soigner mes plaies,
Je serai pour toi, celui qui fera la guerre pour que t'es la paix,
Mon amour pour toi, devrait être camisolé,
Mais comment te l'expliquer?
"

Diese Version stellt definitiv alles bisher Dagewesene, Ähnliche im französischen Rap in den Schatten und bleibt auch für den kinderlosen Hörer ein Dauer-Ohrwurm. Nach mehreren ebenfalls bereits bekannten, allerdings nicht besonders erwähnenswerten Songs folgt mit dem durch die DJs lautstark eingeleiteten "Zone Abandonnée" an der Seite von dem Pariser Rap-Superstar Sinik ein weiterer starker Song, auf dem Soprano mit einem sagenhaft schnellen Flow über einen ebenfalls pumpenden, energiegeladenen Beat zu beeindrucken weiß. Was sich DJ Mej und Sya Styles beim Mixen des folgenden, nur ganze 25 Sekunden andauernden Street-Bangers "La Faim", auf dem Psy-4-de-la-Rime-Mitglied Alonzo und IAM-Rapper Freeman gefeaturt werden, gedacht haben, bleibt wohl ihr Geheimnis, so zweifelt der Hörer jedoch am gesunden Menschenverstand. Nach mehreren eher durchschnittlichen Songs und zwei La-Fouine-Features folgt nun die erste Single-Auskopplung des neuen Albums in Form des Club-Songs "Darwa", welcher allerdings aufgrund der im Chor mitgeschrienen "Darwa, Darwa"-Parolen und des pumpenden Beats stark an "Halla halla" vom letzen Album erinnert. Es folgen einige Gast-Auftritte von Sopranos Freunden von Psy 4 de la Rime und La Swija sowie seinem Entdecker und IAM-Legende Akhenaton, bis mit dem ruhigen, pianobegleiteten "Malgré tout" an der Seite von K-rlos der nächste komplett neue Song des Mixtapes zu hören ist, der allerdings musikalisch und inhaltlich nichts Außergewöhnliches offenbart. Man merkt, dass das Mixtape-Ende bei weitem nicht mehr mit dem sagenhaften Anfang mithalten kann, und auch die bisher unbekannten, neuen Songs können nicht auf Anhieb überzeugen, was für eingefleischte Soprano-Fans sicherlich eine kleine Enttäuschung ist. Am Ende kann Soprano nochmal mit der bereits erwähnten Club-Hymne "Halla Halla" und dem neuen "Que dieu bénisse le Ghetto" an der Seite vom ebenfalls komorischstämmigen Psy-4-de-la-Rime-Freund Vicenzo überzeugen, wobei Soprano beim letztgenannten Song eindeutig von Akons "Ghetto" inspiriert wurde.

Am Ende hält man ein durchaus überzeugendes Mixtape in den Händen, was vor allem für Ersthörer des Marseiller Emcees aufgrund der Fülle an Songs und dem wirklich atemberaubenden Anfang ein Pflichtkauf wäre, für alteingesessene Soprano-Hörer allerdings aufgrund zu vieler bereits bekannter Songs und den nicht wirklich überzeugenden neuen Tracks nicht unbedingt ein Highlight des Sommers darstellt. Zudem stört das schnelle Ende vieler Songs und das Unterbrechen der starken Titel enorm, auch wenn beide DJs ansonsten starke Arbeit geleistet haben und mit einigen Shouts, Sirenen und Scratches zu jeder Zeit die Stimmung hochhalten und versuchen,das von Soprano zu Anfang stürmsch entfachte Feuer weiter anzuheizen. Insgesamt kann man dem Mixtape aufgrund der breiten Song-Vielfalt und der furiosen ersten Hälfte 3,5 blau-weiß-rote Kronen geben, allerdings stellt das Mixtape für eingefleischte Soprano-Fans keinen wirklich neuen Vorgeschmack für das heißerwartete Album "La Colombe" dar.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Sonny

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da muss ich auch mal reinhören
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Hast du dich je gewundert, warum
sich eine Nonne von Kopf bis Fuß verhüllen
kann und dafür respektiert wird, sich Gott zu widmen.

..aber wenn eine Muslimin dies tut, wird sie unterdrückt?

Momentaner Lieblingssong: Ludacris - War with God

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