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Zum Ende der Seite springen Joe Kickass - Mind Joe
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Joe Kickass - Mind Joe


Release Date:
09. Juni 2010

Label:
Project Mooncircle

Tracklist:
01. What Is Music?
02. Bare Flesh
03. More Or Less
04. Birdman
05. Unga Bunga (Feat. Portformat)
06. Afterhours
07. X Marks The Spot
08. The True Captain
09. No Saints Asked (Feat. Auke Sprangers)
10. Choking On...
11. Give Me A Break
12. Akula
13. Black Coffee
14. Shirlyn
15. Leave It Up To You
16. Rawness
17. Gratitude (Feat. Arts The Beatdoctor)

Review:

Mit seiner Free -EP "Let Me Introduce" konnte Joe Kickass vor einiger Zeit bereits für ein wenig Furore sorgen. Nicht umsonst wird er von einigen gar als holländischer Method Man gehandelt. Seine charismatische, raue Stimme in Verbindung mit seinem entspannten Rapstil lassen durchaus gewisse Ähnlichkeiten zum besagten Wu-Tang-Mitglied aufkommen. Ob Joe jedoch in der gleichen Liga wie Meth mitspielen kann, muss er erst noch beweisen. Ein erster Schritt in diese Richtung soll nun sein Debüt-Album "Mind Joe" sein.

Der erste Track der LP, "What is Music?", zeigt direkt auf, welche Richtung Joe soundtechnisch einschlägt. Über einen jazzigen, verträumten Beat macht Joe klar, was ihm Musik bedeutet und wie unterschiedlich sie gesehen werden kann. Da Joe ein offen bekennender Liebhaber des Jazz-Genres ist und auch für den größten Teil der Produktionen auf dem Album verantwortlich ist, hat fast das gesamte Album einen gewissen Jazz-Touch. Dass es hierdurch auf dem Album recht ruhig und bedacht zugeht, ist eventuell nicht jedermanns Sache. Allerdings entsteht so teilweise eine fast einzigartige Atmosphäre, die durch Joe's Stimme noch untermauert wird. Bestes Beispiel hierfür und Highlight des Albums ist das von Q4-Mitglied Arts of Beatdoctor produzierte Gratitude": Ein fast schon düsterer Sound, der vom Klang einiger Trompeten umhüllt wird, bildet die Grundlage für das wahrscheinlich persönlichste Stück auf dem Album. Eine ähnliche Richtung schlägt "No Saints Asked" ein, hier wird Joe von einer gewissenen Auke Sprangers unterstützt, die eine hübsch gesungene Hook zum Besten gibt und damit den Track aus der Mittelmäßigkeit befreit. Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist "Black Coffee", das vor allem durch den Refrain den Charme 80er Jahre aufleben lässt. "Leave It Up To You" ist ein ebenfalls sehr Jazz-lastiger Track, der durch die lässige Hook eine wahre Unbeschwertheit aufkommen lässt. Dass Joe aber auch anders und vor allem raplastiger kann, beweist er unter anderem mit dem Track "Bare Flesh". Anhand des Tracks wird auch der Vergleich mit Method Man deutlich. Der Beat erinnert arg an alte Wu-Zeiten und hätte so wohl auch durchaus auf "36 Chambers" seinen Platz finden können. Ebenfalls weniger jazzig und vom Sound deutlich fröhlicher kommt das bereits von der Free-EP bekannte "Akula" daher. Ein Kinderchor als Sample gibt sein Bestes, um Joe bei seiner Aufforderung "Take Hip Hop and drag it back to school" zu unterstützen. Und was wäre letztendlich ein waschechter Holländer ohne eine Hommage an Cypress Hills Lieblingspflanzen zu geben. "Choking On A Piece Of Joe" übernimmt diese Aufgabe mit Bravour, denn nicht nur Cannabis-Liebhaber werden recht schnell von der ohrwurmlastigen Hook und dem wundervollen Flöten-Beat gepackt. Mit "Rawness" versucht Joe dann noch einmal etwas härter und weniger entspannt zur Sache zu gehen, was ihm mit Abstrichen auch recht gut gelingt. Zu den genannten Tracks gesellen sich nun leider auch ein paar weniger Erwähnenswertere, die man wahrscheinlich recht schnell skippen wird. "More or Less" sei da als Beispiel genannt, denn weder der Beat noch Joe können wirklich mitreißen. Mit "Birdman" sinkt die Qualität dann leider noch ein Stück nach unten, da man fast eine gewisse Demotivation spüren kann. Alles in allem sind aber keine wirklichen Totalausfälle zu vermelden, was an sich ja auch schon für sich spricht.

Schlussendlich muss man feststellen, dass Joe Kickass mit "Mind Joe" noch nicht der ganz große Wurf, wie man es eventuell erwartet hatte, gelungen ist. Dennoch liefert der Holländer hier ein beachtliches Debüt ab, das vor allem durch seinen speziellen, Jazz-lastigen Sound einige Anhänger finden wird. Wer also Lust und auch ein bisschen Zeit hat, sich in die LP reinzuhören, sollte dies auf jeden Fall tun. Denn es braucht sicherlich seine Zeit, bis einem sich die LP vollkommen erschließt, enttäuscht dürften dann aber nur die wenigsten sein.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Oldman
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