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Zum Ende der Seite springen Black Violin - Black Violin
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User Beitrag:
Black Violin - Black Violin


Release Date:
04. Dezember 2007

Label:
Di Versatile, Inc

Tracklist:
01. Brandenburg
02. Jammin'
03. Sleepin'
04. No Words
05. Don't Wanna Lose You
06. Dirty Orchestra
07. All for U
08. Chance
09. My Story
10. I'm a Ryder (Feat. DMX)
11. Get Down
12. Inspiration
13. Fanfare
14. Good Music
15. Missing U
16. Gypsy

Review:
Heutzutage wird sich immer wieder über mangelnde Innovation in unserem Lieblings-Musik-Genre beschwert. Zu eintönig und ähnlich sei doch alles. Wer ebenso empfindet und eventuell auch ein wenig seinen musikalischen Horizont erweitern möchte, der ist mit Black Violin an der richtigen Adresse. Das Duo besteht aus dem Viola-Spieler Wil B. und dem Geigenspieler Kev Marcus. Zusammen haben sie ihre Leidenschaft für ihre Instrumente und Rap kombiniert und ein klassisch anmutendes Rap-Album geschaffen.

Das Album beginnt mit dem Titel "Brandenburg", in dem die beiden schon einmal eindrucksvoll beweisen, welches Talent sie am jeweiligen Instrument besitzen. Das Stück versteht sich noch am ehesten als Klassiktrack, da der unterlegte HipHop-Beat eher dezent in den Hintergrund rückt. Ganz anders das darauffolgende Lied "Jammin'", in dem eine starke Bassline und wummernde Kicks Club-Atmosphäre schaffen. "Get Down" bekommt dann sogar noch ein paar Funk-Elemente mit dem bekannten und bereits oft verwendeten "Get Down, get up of your feet..."-Sample. Heraus kommt ein schönes Stück Musik, zu dem ohne Probleme abgefeiert werden kann. Dass die beiden also ihre Sache in Bezug auf die Instrumentals verstehen, wird relativ schnell klar. Um jedoch ein "vollwertiges" HipHop-Album auf die Beine zu stellen, fehlt noch ein Element, und zwar der Rap. Auch hier versucht sich das Duo in einigen Liedern, allerdings mit mäßigem Erfolg. Auf "My Story" beispielsweise berappt das Duo einen Teil seines Werdegangs. Dabei bekleckert sich jedoch keiner der beiden mit Ruhm. Zwar sind die Raps der zwei nicht unbedingt schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Als Rapper werden einem die beiden auf jeden Fall nicht wirklich im Gedächtnis bleiben. Ähnliches gilt für die vier R'n'B-lastigen Tracks, wobei "Don't Wanna Lose You" noch am positivsten auffällt. Das Instrumental ist hier sehr gut gelungen und wer Kuschelsongs etwas abgewinnen kann, wird eventuell glücklich. Alle anderen werden die Tracks jedoch recht schnell skippen. Hätte man lieber ein paar "richtige" MCs hinzugeholt, um ein paar der Instrumentals aufzupeppen, werden sich hier viele denken. Jene bekommen dann wahrscheinlich große Augen, wenn sie entdecken, dass sich DMX auf einem Stück die Ehre gibt. Wer nun jedoch auf eine gekonnte Flow-Abfahrt des mittlerweile "Stamm-Knackis" hofft, der wird leider enttäuscht. Denn zu mehr als ein paar gebrüllten Verses ohne viel Zusammenhang hat es leider nicht gereicht. Vielmehr geht einem die gebellte Hook des Ex-Ruff-Ryders-Mitglieds recht schnell auf die Nerven. Da erfreut man sich dann lieber an einem Stück, auf dem Black Violin wieder gekonnt ihre orchestralen Instrumente mit einem lockeren Beat aufpeppen. "Good Music" ist so ein Titel, der von einer gesungenen Hook begleitet wird. Gegen Ende werden dann zwar noch ein paar Verses zum Besten gegeben, die sich aber gut ins Stück einfügen. Ähnlich verhält es sich bei "Sleepin'": Auf diesem Track passt sich der Rap ebenfalls sehr gut ein. Allerdings wiederholen Wil.B und Kev Marcus jeweils gegen Anfang und Ende ein und denselben Raptext. Bei "No Words" begeistern vor allem die eingefügten Jazz- und Funk-Vocals. Sie geben dem Track einen gewissen Charakter, der ihn durchaus zu einem der besten Lieder auf dem Album macht. Gegen Ende des Albmus avanciert "Fanfare" zu einem der besseren Vertreter des Gesamtwerks. Ein Bass-geschwängerter Drumloop und dramatisches Geigenspiel fusionieren zu einem stimmigen und antreibenden Beat. Hier wird nahezu perfekt aufgezeigt, wie man zwei im Prinzip komplett unterschiedliche Genres glücklich miteinander vereinen kann. Last but not least steht dann noch das längste Stück des Gesamtwerks in den Startlöchern. Ein fast fünfminütiges Instrumental bereitet einem ein entspanntes Ende des Albums. "Gypsy" heißt das gute Werk und landet qualitätsmäßig, wohl wie das gesamte Album, irgendwo in der Mitte.

So bleibt letztendlich der Eindruck, dass das Duo durchaus ein Stück "Good Music" geschaffen hat, wie es mit dem gleichnamigen Titel kurz vor Schluss noch einmal verdeutlicht wird. Dadurch kann sich Black Violin zwar deutlich aus dem innovationslosen Einheitsbrei hervorheben, allerdings wird es verpasst, sich auch wirklich zu manifestieren. Ein paar "richtige" MCs oder zumindest Sänger hätten dem Album sicherlich besser getan als die bescheidenen Versuche der Duo-Mitglieder am Mic. Hätte man zudem auf den ein oder andern R'n'B-Track verzichtet, wäre der Schritt zum Klassiker wahrscheinlich nicht weit gewesen. So bleibt ein gutes und innovatives Album, in das jeder, der mal etwas anderes hören möchte und eventuell auch ein wenig Affinität zu klassischer Musik hat, mal reinhören sollte.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Oldman
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Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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Fav. Crew: FVN, SR
Fav. Producer: Rizbo, Djorkaeff, Beatzarre
Lieblingsfilm: Scarface, Verdammnis, Verblendung, Vergebung

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