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Zum Ende der Seite springen Rah Digga - Classic
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Rah Digga - Classic


Release Date:
10. September 2010

Label:
Raw Koncept (Groove Attack)

Tracklist:
01. The Book Of Rashia
02. Check Me Boo
03. This Ain't No Lil' Kid Rap
04. Straight Spittin' IV
05. Classic
06. Solidified
07. Feel Good
08. Viral
09. Back It Up
10. You Got It

Review:
Das Hip Hop-Genre ist ja allgemein sehr männerdominiert. Besonders im Battle-Bereich hat man einen schweren Stand als vermeintlich "schwaches Geschlecht". Umso erstaunlicher und respektabler erscheint es, wenn sich dann doch einmal eine toughe Frau in dieses Gefilde wagt. An Respekt mangelt es Rah Digga jedenfalls ebensowenig wie an gesundem Selbstbewusstsein. So hat sie kurzerhand beschlossen, ihr neustes Album schlicht und einfach "Classic" zu nennen. Noch dazu hat sie komplett auf Features verzichtet, es scheint, als wolle sie beweisen, dass sie es auch im Alleingang schaffen kann, ein "perfektes" Album abzuliefern.

Bekannt, vor allem als Frontfrau bei der Flipmode Squad, hat sie schon mit Leuten zusammengearbeitet von denen mancher männlicher Kollege nur träumen kann: DJ Premier, Pete Rock, natürlich Busta Rhymes und Nottz, um nur ein paar zu nennen. Letzerer zeigt sich nun auch für die gesamte Produktion auf Rah Digga's viertem Studioalbum verantwortlich. Sicherlich keine schlechte Wahl, aber reichen die vereinigten Skills der beiden auch aus, um ein Album mit dem Titel "Classic" zu rechtfertigen? Wichtig ist oft der erste Eindruck, der in der Regel mit dem einleitenden Track entsteht. Unglücklicherweise ist, in diesem Fall der erste Eindruck nicht gerade erwähnenswert. Den Anfang stellt nämlich das wenig beeindruckende "The Book of Rashia" dar, eine Ahnlehnung, zum einen an den Film "The Book Of Eli", zum andern an Rah Digga's bürgerlichen Namen, Rashia Fisher. Ein wenig eindrucksvoller geht es dann schon auf dem folgenden Track zu. "Who Gonna Check Me Boo" ist Rapmaterial, wie man es im Prinzip von Rah Digga erwartet. Auf einem Orgelbeat spittet Rah bestes Represent-Material zum Kopfnicken. Die Köpfe bleiben dann auch im nächsten Track erst einmal noch in Bewegung. Mit dem Headbanger "This Ain't No Lil' Kid Rap" zeigt Rah Digga, dass sie sich selber ebenfalls zu den Veteranen im Rapgame zählt. Zudem beweist sie die lyrische Authorität, die sie als talentierte Rapperin für sich beansprucht. Kein Wunder, dass es zu dem Track bereits einen Remix mit keinem Geringeren als "Soopaman Luva" Redman gibt. Gegen Ende des Tracks stellt Rah dann die Frage: "Are you not entertained?" Bisher kann man diese Frage noch nicht wirklich beantworten. Der folgende Track trägt auf jeden Fall einiges dazu bei, die Frage durchaus zu bejahen. Bei "Straight Spittin' IV" ist der Name Programm. Rah bekommt von Nottz einen nahezu perfekten Beat zum konseqenten Rappen geliefert. Diese Chance lässt sich die Dame auch nicht entgehen und flowt, was das Zeug hält. Hier laufen die beiden kurz vor Halbzeit nochmal zur Höchstform auf. Allerdings scheint dem Dou im zweiten Teil ein wenig die Puste auszugehen. "Classic" hat, wie das Album, einen recht unvorteilhaften Namen. Denn den Anspruch, den man womöglich an solch einen Titeltrack hat, kann er nicht erfüllen. Wieder einmal setzt Nottz ein paar Orgeln ein, diesmal in Zusammenarbeit mit Elektrogitarre und Bass-lastigem Drumloop. Hört sich an sich nicht schlecht an, ist es auch nicht. Ein wahrer Klassiker wird hier aber nicht hervorgebracht. Erste wirkliche Ermüdungserscheinungen treten dann mit "Soldified" auf den Plan. Rah Digga spittet routiniert, aber nicht gerade fesselnd. Nottz im Gegenzug bringt ein rockiges Instrumental an den Start, was sich im Grunde aber spektakulärer liest, als es sich anhört. Auch wenn Rah Digga in der Hook stets betont, dass dies zeitlose, gute Musik sei, bekommt man das Gefühl nicht los, dass hier irgend etwas fehlt. Zum Glück fängt sich das Dou, und vor allem Nottz, dann wieder mit dem nächsten Track. "Feel Good" hält im Grunde, was es verspricht. Nottz schafft, es einen antreibenden Beat zu kreieren, der besonders in Richtung Hook seine Qualitäten zu zeigen versteht. Dass Nottz während des Albums eine gewisse Zuneigung zur Orgel gefunden hat, zeigt sich dann ebenfalls ein weiters Mal. Auf jeden Fall entwickelt sich zusammen mit Rah Digga's positiven Lyrics ein gut gelaunter Song, der durchaus als Club-Material taugt. Von so viel guter Laune eventuell ein wenig ermüdet, fällt das Album dann leider kurzzeitig in ein qualitatives Loch. Weder "Viral", noch der darauffolgende Track "Back It Up" haben auch nur annähernd das Zeug zum "Classic-Material". Die Hook ist in beiden Songs mit eines der Hauptprobleme. Vor allem "Back It Up" klingt schrecklich amateurhaft und markiert den absoluten Tiefpunkt Nottz' auf dem Album. Glücklicherweise schafft es das Paar, mich mit dem letzten Track "You Got It" wieder ein wenig zu versöhnen. Rah spittet gekonnt perfektes Battle-Material und gibt die passende Beschreibung des Tracks ab, nämlich während einer ihrer Lines:

"gotta get them people what they want,
I got that Boom-Bap and your feelin' for the fever of the funk
"

Dass die Leute das bekommen haben, was sie wollten, kann man nur schwer behaupten. Sehr wahrscheinlich haben sie mit dem letzten Track, und im Prinzip auch mit dem gesamten Album, aber das bekommen, was sie erwartet haben.

Ein wirkliches "Classic"-Album ist Rah Digga hier sicherlich nicht gelungen. Das liegt überwiegend aber nicht einmal an ihr selbst. Rah Digga hat vielmehr einmal mehr bewiesen, dass sie zumindest zu den besten weiblichen MCs aus den Staaten gehört. Stattdessen sind die Beats teils einfach zu unspektakulär, um ihren Rap auch gebührend zu pushen. Nottz' Qualitäten stehen sicherlich außer Frage, was er auch mit einigen Krachern auf dem Album beweist. Aber im Endeffekt sind einfach ein, zwei Tracks viel zu unauffällig. Bei einem Album mit lediglich zehn Tracks fällt so etwas dann eben leicht ins Gewicht. Somit besteht mit "Classic" ein weiteres gutes Album, dem jedoch der letzte Feinschliff fehlt, um einem wirklich als Klassiker im Gedächtnis zu bleiben.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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RE: Rah Digga - Classic
Gute Review,aber schade dass Rah Digga das Release so verkackt hat, gerade mal nur 10 Songs und von der Review her würde mich lediglich "Who Gonna Check Me Boo" interessieren Zunge raus

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dann werd ich mir wohl nicht anhören grins
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