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Zum Ende der Seite springen The Loyalists - Redemption
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The Loyalists - Redemption


Release Date:
15. Juli 2008

Label:
Independant

Tracklist:
01. Maximum
02. Gasoline
03. Third Strike
04. Machine Gun Alley
05. All In A Day's Work (Feat. Louis Logic)
06. Denora Hill (Feat. Melinda Wiggins)
07. Endurance (Feat. The Aztext)
08. Sunday school
09. Loyal Theory
10. Compatible Opposites (Feat. Planet Asia)
11. Impulsive Wandering

Review:
Manchmal ist es schon verwunderlich, wie lange Rapgruppen bestehen, ohne dass man vorher etwas von ihnen gehört hat. Noch verwunderlicher ist es dann, wenn man herausfindet, dass sie auch noch gute Musik machen. The Loyalists sind so ein Fall bei mir. Mehr oder weniger durch Zufall stieß ich auf das bis dato dritte Album namens "Redemption", von Framework und seinem DJ/ Producer E Train. Die beiden Crewmitglieder stammen aus Vermont und machten zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als rund zwölf Jahren zusammen Musik. Dieses Album war zudem auch das erste Album ohne deren drittes Mitglied Touch Phonics, der die Gruppe ca. ein Jahr zuvor verließ.

Dass das Album deswegen unter einem schlechten Stern stünde, zeigt sich aber in keinster Weise. Auf den kommenden elf Tracks zeigen Framework und E Train, dass sie beide ihre Hausaufgaben gemacht haben. Während E Train ausschließlich für die Produktionen auf dem Album zuständig ist, übernimmt Framework die Arbeit am Mic. Zumindest Framework lässt sich dann aber auch stellenweise aushelfen. So findet sich auf dem Album neben Louis Logic oder The Aztext mit Planet Asia auch eine echte Rapgröße. Gestartet wird das Album aber in der üblichen Konstellation mit E Train an den Boards und Framework am Mic. "Maximum" heißt der erste Track und macht seinem Namen schon einmal alle Ehre. Ein stimmungsvolles Trompetenspiel untermauert die einleitenden Verses von Framework und schafft fast schon Gänsehautatmosphäre. Eine minmalistisch eingesetzte Frauenstimme verstärkt diese Tatsache an einigen Stellen im Track zusätzlich. Lyrisch wird hier verdeutlicht, wie viel den beiden an dem Rapding liegt und vor allem in der Hook zeigt sich, dass Framework mindestens ebensoviel Können am Mic birgt wie sein DJ am Pult. Besonders die gerappte Hook weiß durch den abgeklärten Flow zu überzeugen und bietet Ohrwurmgefahr. Als erster Track der LP klingt er dann auch mit einem passenden Sample aus, in dem betont wird: "We only just begun". Weiter geht es dann mit einem Titel namens "Gasoline", zu dem auch ein Video gedreht wurde, das übrigens auch den Anfang von "Maximum" enthält. Der Track ist ein routiniertes Stück Arbeit, das weder besonders negativ noch besonders positiv auffällt. Auf jeden Fall ein Track, den man jederzeit mal nebenbei laufen lassen kann. Ebenfalls recht entspannt geht es, zumindest soundtechnisch, dann auf "Third Strike" zu. E Train produziert hier einen Kopfnickerbeat, der zusätzlich mit einem Method Man Sample in der Hook auftrumpfen kann. Das Sample macht dann auch, begleitet von ein paar Scratches, klar worum es sich hierbei handelt, nämlich "Pure Rap Music". Ausklingen tut das Ganze dann jedoch eher Soul-lastig, durch eine Frau, die über einen Streicherbeat singt. Im Gegensatz dazu, folgt mit "Machine Gun Alley" lyrisch und flowtechnisch gesehen einer der raplastigsten Tracks des Albums. Framework zeigt, dass er durchaus auch zwei Stufen schneller rappen kann, ohne sich dabei jegliche Blöße zu geben. Zwar kommt das noch nicht annähernd in die Richtung eines Kamikaze-Flows à la Twista ran, aber das ist ja auch nicht nötig. Nötig hingegen wäre ein Beat gewesen, der Framework auch angemessen bei seiner persönlichen Höchstleistung auf dem Album untersützt. Durch den mehr als mittelmäßigen Beat beginnt der Track jedoch leider recht schnell, ein Opfer der Skip-Taste zu werden. Dieser kleine Durchhänger seitens E Train wird dann aber spätestens wieder auf "Endurance" gut gemacht. Auf einem der stärksten Tracks des gesamten Albums legt der DJ ein wahres Brett an Beat hin, der von guten Scratches bis hin zu orchestralen Bläsern eigentlich alles zu bieten hat, um den gestandenen Rapfan von heute glücklich zu machen. Auf dem Track tritt dann auch eines der Features, in Form des Trios The Aztext, auf den Plan. Die beiden MCs der Gruppe sind nicht unbedingt eine wahre Offenbarung für den Track, aber sie tun merklich ihr Bestes, um das Niveau des Tracks auch hoch zu halten. Ein großer Teil der Tracks ist somit hauptsächlich straighter Rap, der textlich, zumindest was den lyrischen Anspruch angeht, nicht besonders ins Gewicht fällt. Mit "Denora Hill" ändert sich dieser Trend jedoch zumindest kurzfristig. Der mit Abstand düsterste Track des Albums erzählt die tragische Geschichte einer Frau und Framework's Zuneigung zu ihr. Durch die melancholisch gesungene Hook des Features Melinda Wiggins und den dunklen Pianoloop kommt die richtige Stimmung auf, um Framework angemessen bei seinem Storytelling zu untersützten. Absolutes Highlight des Albums ist jedoch "Loyal Theory". E Train fährt hier nochmal alle seine Produktionsfähigkeiten auf, um einen atmosphärisch dichten Beat, geleitet von einigen Streichinstrumenten, herbei zu zaubern. Auch Framework gibt sich sowohl lyrisch als auch raptechnisch alle Mühe, um einem den Track im Gedächtnis verweilen zu lassen. Zwar überwiegt hier textlich teilweise auch der konsequente Battel-Stil, der das ganze Album über zu spüren ist, dennoch macht Framework zusätzlich klar:

"I am a new Breed of MC with a message"

Mit "Compatible Opposites" kommen wir dann auch endlich zu dem bereits erwähnten Planet-Asia-Feature, das jedoch leider nicht zu überzeugen weiß. Sowohl beat– als auch reimtechnisch wird hier eher Durchschnittskost geboten. Dadurch entsteht hier ein zusätzlicher Skip- anstatt Hitkandidat. Ein gebührender Ausklang des Albums wird dann aber glücklicherweise doch noch, anhand von "Impulsive Wandering", geboten. Der Track bestätigt dann nochmal den überwiegenden Eindruck des Albums und des Rapdous an sich: routinierte Rapkost, die zwar mit keinem Fünf-Sterne-Menü mithalten kann, den durchschnittlichen Rapfan aber durchaus zu überzeugen vermag.

Redemption ist ein Album wie es sich viele Hardcore-Rapfans da draußen wahrscheinlich wünschen. Ein DJ und ein MC, die zusammen im Prinzip nichts anderes machen, als kompromisslosen Rap zu liefern. Dass das Endprodukt dabei nicht die Defintion von purem Perfektionismus darstellt, lässt sich dabei durchaus verschmerzen. Im Endeffekt überwiegt die teilweise sehr gute Qualität der Songs, was dem Album hilft, sich im guten Mittelmaß zu platzieren. Sicherlich ist hier aber noch ein wenig Luft nach oben offen. Diese auch auszunutzen ist dem Duo auch durchaus zuzutrauen. Auf jeden Fall zeigt sich, dass es sich immer mal wieder lohnt, auch im Untergrund nach dem einen oder anderen Lichtblick Ausschau zu halten. Diese Loyalität könnte schließlich von Zeit zu Zeit belohnt werden.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Das Cover sieht jetzt ja nicht so vielversprechend aus. grins
Coole Review, aber ob ich mal in das Album reinhoeren werde, weiss ich noch nicht.
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