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Gappy Ranks - Put The Stereo On


Release Date:
24. August 2010

Label:
Peckings Records / Greensleeves Records

Tracklist:
01. Montain Top
02. Heaven In Her Eyes
03. Put The Stereo On
04. Pumkin Belly
05. Happiest Day Of My Live
06. Musicl Girl
07. A Little Unterstanding
08. Thy Shall Love
09. So Lost
10. Heavy Load
11. Rude Boy
12. Soul Rebel (Feat. Nereus Joseph)

Review:
Würde man sich gerade zur Halbzeit des Jahres fragen, wer dieses Mal der aufstrebende Newcomer-Stern am Reggae-Himmel sein könnte, so würde einen die Suche nach der Antwort überraschenderweise nicht nach Jamaika führen, sondern vielmehr in den Londoner Vorort Harlesden, wo der Reggae-Artist Gappy Ranks aufgewachsen ist und schon während seiner Schulzeit seine Liebe zum Reggae entdeckte. Das erste Mal fand der Londoner den Weg ins Studio im Alter von elf Jahren, doch obwohl er seitdem stetig Erfahrungen sammeln konnte und schließlich mit Greensleeves Records bzw. Peckings Records auch eine Labelheimat fand, gelang ihm der endgültige Durchbruch erst dieses Jahr. Nach zahlreichen Zusammenarbeiten mit verschiedenen Künstlern, wie zum Beispiel mit dem US-Rapper Twista oder dessen französischem Genre-Kollege und La-Fouine-Bruder Canardo, hat Gappy Ranks nun schlußendlich am 24. August sein erstes Solowerk namens "Put The Stereo On" veröffentlicht, mit dem er sich endgültig in der weltweiten Reggae-Szene durchsetzen möchte, was ihm mit den erfolgreichen Album-Singles "Montain Top" und "Heaven In Her Eyes" in den UK-Reggae-Charts bereits gelang.

Den Start ins Solodebüt des jungen Londoners macht die schläfrige Roots-Reggae-Nummer "Montain Top", die beim Hörer aufgrund eines eintönigen und fast nervigen Riddims gepaart mit ebenso langweiligen Lyrics mehr Entsetzen als Begeisterung hervorruft. Soll dies etwa das überall angepriesene junge, neue Reggae-Talent sein, das ganz England verzückt hat, oder haben die Briten einfach keine Ahnung von gutem Reggae? Um die Frage endgültig zu klären, sollte man sich allerdings wohl trotz des enttäuschenden Albumstarts den Rest der Platte anhören, und somit gelangt man nach einem etwas flotteren und melodiöseren Track inklusive eingängigen Refrains zum Titeltrack "Put The Stereo On", das einen leider erneut wieder schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Klar ist es auch heutzutage soundtechnisch noch in Ordnung, zu den Wurzeln des Genres zurückzugehen, allerdings sollte dies nicht auf so enttäuschende und langweilige Art und Weise geschehen wie bei dem von Chris Price und Duke Price produzierten Riddim, der einem erneut schwachen Gappy Ranks als Untermalung dient und den Hörer in die Reggae-/ Rocksteady-Steinzeit zurückkatapultiert. Die erste Nummer, die man sich vielleicht mehr als einmal anhören könnte, ist der Gute-Laune-Song "Happiest Day Of My Life", auf dem Gappy Ranks von dem Treffen mit seiner großen Liebe erzählt, untermalt von einem flotten Riddim inklusive Trompeten-Begleitung. Soundtechnisch geht das Ganze sogar schon in Richtung klarer Jazz-Einflüsse, die erneut belegen, dass sich der Londoner vielmehr an den Reggae-Anfängen orientiert, anstatt den aktuellen elektronischen Trends des Genres nachzugehen. Nach ein paar weiteren durchschnittlichen Songs, die immer noch nicht den Vorschusslorbeeren im Vorfeld gerecht werden, gelangt man zu dem ruhigeren und nachdenklichen "So Lost", bei dem Gappy Ranks das erste Mal so richtig gekonnt seine markante Stimme einsetzt und den Hörer diesmal nicht zum Schlafen, sondern vielmehr zum Träumen anregt. Doch die Hoffnung auf eine musikalische Kehrtwende des bisher eher enttäuschenden Albums wird mit dem unglaublich unmotivierten und langsamen "Rude Boy" endgültig weggefegt und man kann es kaum fassen, dass der Bastler dieses schlechten Riddims auch an vielen Stellen des Songs einfach mal komplett jegliche Musik verstummen lässt, sodass einzig und allein Gappy Ranks mit nahezu inhaltlosen Phrasen zu hören ist. Schade, schließlich hatte auch ich viel von dem Debüt des so gehypten Londoners erwartet, der auf dem ganzen Album kein einziges Mal wirkliche Abwechslung bietet und nur noch mit dem Schlusstrack und Marley-Cover "Soul Rebel" ein bisschen für Wiedergutmachung sorgt, bei dem er von dem einzigen Album-Gast Nereus Joseph unterstützt wird. Auf einem relativ flottem Roots-Reggae-Riddim überzeugt vor allem dieser britische Reggae-Altmeister mit starken Gesangsbeiträgen und seinem Bekenntnis, ein "Soul Rebel" zu sein, und man hat fast Mitleid mit Gappy Ranks, dass er von seinem einzigen Gast so in den Schatten gestellt wird.

Insgesamt ist das Debüt des Londoner Newcomers Gappy Ranks eine enttäuschende und recht einseitige Reise zu den musikalische Ursprüngen des Reggaes, die wenig Abwechslung bietet und nach gut 40 Minuten Spielzeit endlich beendet ist. Das musikalische Experiment mit früheren Rocksteady-und Early-Reggae-Klängen ist aus meiner Sicht komplett in die Hose gegangen und schlichtweg nicht mehr zeitgemäß genug, den modernen Reggae-Hörer zu begeistern. Man merkt nur an wenigen Stellen des Albums, dass sich Gappy Ranks viel vorgenommen hat, denn beim Rest enttäuscht der Londoner mit langweiligen, fast einschläfernden Songs, von denen nicht mal ein einziger auf dem Weg zu einem Ohrwurm ist. War man bereits im Vorfeld aufgrund seiner Zusammenarbeiten mit mehreren HipHop-Künstlern auf verschiedene Stilrichtungen und diverse musikalische Einflüsse gespannt, so wird man nun komplett enttäuscht und man zweifelt ernsthaft am Musik-Geschmack der Engländer, welche Singles wie "Heaven In Her Eyes" wochenlang auf Platz Eins der UK-Reggae-Charts hielten. Für sein gewöhnungsbedürftiges Solodebüt erhält Gappy Ranks daher bei uns nur zwei schwache Kronen.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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Sonny

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Wurde in Frankfurt gedreht.

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