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Zum Ende der Seite springen Tzarizm presents – The Heart & Brain Mbodiment
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Tzarizm presents – The Heart & Brain Mbodiment


Release Date:
30. April 2010

Label:
Domination Recordings

Tracklist:
01. Intro Fetus Musik
02. Live Shit
03. Jazz Kickin
04. Ol' Man
05. Heart Beat Check (Interlude)
06. Time Iz Money (Feat. Critical & Tamara Bernard)
07. Rockstarr (R.I.P. Jimi)
08. The Hearts Message
09. Bottle Fed
10. The Setup (Feat. Midaz The Beast & Illustrate)
11. Lifes Desire (Feat. Mylodic)
12. My Heart Beatz (Feat. Butta Verses & Sekani)
13. The Lung Breathez (DJ YNOT)
14. Lounge On Top (Feat. Sienna Blayze)
15. Serious (Feat. Supastition & Akrobatik)
16. Brain Wave Check (Interlude)
17. Mis-Takez
18. To Love To Miss (Feat. Wordsworth & Illustrate)
19. On The Market
20. Blood Line: Life & Death
21. This Hard Life Goez
22. Blood Transfusion (Enderlude)

Review:
Kollabos sind im HipHop wahrlich keine Seltenheit. In keinem anderen Musikgenre gibt es wohl so viele Zusammenschlüsse verschiedener Künstler, die zusammen ein Album auf die Beine stellen. Besonders als Produzent ist man in der Regel auf die Hilfe der rappenden Kollegen angewiesen, um seinem Album auch die gewisse Note zu verpassen. Meist werden dann aber etliche mehr oder weniger talentierte Rapper in das Projekt miteingeschlossen und gegen Ende bewahrheitet sich die Devise "Zu viele Köche verderben den Brei". Besser klappt es dann in der Regel schon, wenn ein Producer sich mit nur einem talentierten MC zusammenschließt und ein klassisches DJ-MC Album hervorbingt. So geschehen im Fall von Tzarizm's erstem vollwertigen Debüt. Der in Brooklyn lebende Producer hat sich mit Vis Major zusammengeschlossen und ein Album mit dem Namen "The Heart & Brain Mbodiment" geschaffen. Dabei steht das "Heart" im Titel für die Produktionen, in Form von Tzarizm, während Vis Major als Emcee das "Brain" darstellt. Es sind aber durchaus auch einige bekannte Gäste am Start, wie beispielsweise EMC-Mitglied Wordsworth oder Akrobatik, um die beiden fleißig zu untersützen.

Dabei erweist sich das Duo während des gesamten Albums als ein nahezu perfekt eingespieltes Team. Nur wenige Alben in der letzten Zeit waren in der Lage, Lyrics und Produktionen so gut miteinander zu verbinden. Durch diese makellose Vereinigung entsteht auf bestimmten Tracks eine sehr stimmige Atmosphäre, wie es allgemein leider viel zu selten erreicht wird. Während den meisten Künstlern ein guter Beat schon ausreicht, hat man hier stets das Gefühl, dass man sich wirklich um den passenden Sound zum dazugehörigen Text Gedanken gemacht hat. Produktionstechnisch orientiert sich Tzarizm dabei eher am Sound vergangener Tage, was einen gewissen Charme mit sich bringt. Dabei erscheinen die Produktionen nicht etwa altbacken, sie verzichten einfach nur auf all zu viel Gimmicks. Während bei vielen aktuelleren Produktionen eine wahre Flut an Synthies, Samples und leider auch Auto-Tune-Effekten herrscht, verlässt man sich hier eher auf Altbewährtes. Bestes Beispiel für diese Umschreibung ist vielleicht der Track "Ol' Man". Vis Major rappt über ein Gitarrenloop, gepaart mit einer einfachen Bassline und einigen schlichten Percussions. Major gibt dabei gelassen ein paar Blockgeschichten zum Besten, was insgesamt in einem sehr stimmigen Track resultiert. Recht jazzig geht es dann auf "Time Iz Money" zu. Der Titel ist dabei Programm, zumindest was den Text angeht. Als Untersützung hat Tzarizm sich für den Track Crititical sowie eine Dame namens Tamara Bernard geholt. Vor allem Letztere kann durch die gesungene Hook durchaus überzeugen. Wer es lieber etwas rockiger mag, der wird mit dem passenden Titel "Rockstarr (R.I.P. Jimi)" fündig. Auf dem Track wird die Geschichte eines Jungen erzählt, der davon träumt, ein Rockstar zu werden. Zudem stellt der Track einen Tribut an Rock-Legende Jimi Hendrix dar. Etwas düsterer und nicht nur vom Sound deutlich von allen anderen Tracks auf dem Album zu unterscheiden ist der Titel "Live Shit". Der Track ist auch gleichzeitig die erste Singleauskopplung und war bereits vor Album-Release als kostenloser Download erhältlich. Durch die Streicher wirkt der Beat sehr düster, was aber wunderbar zu den rauen Lyrics von Vis Major passt. Die Hook verdeutlicht diesen Eindruck noch zusätzlich:

"So put your clip in the sky,
And bust a spliff 'til you high,
And if you don't buck or puff,
Then get a fiv' and get live.
My niggas
"

Beim Rest des Albums geht es dann eher wieder gemächlicher, wie beispielsweise auf "To Love To Miss", zur Sache. Zusammen mit Wordsworth und Illustrate wird in Erinnerungen geschwelgt und verflossenen Lieben nachgetrauert. Für jeden Nostalgiker eine wahre Offenbarung. Vis Major macht bis dato flowtechnisch und textlich einen guten Eindruck und steht somit Tzarizm's Beats im Prinzip in nichts nach. Allerdings ist er sicherlich kein Ausnahmerapper und wirkt nicht immer so souverän wie bspw. auf "Live Shit". Dieser Eindruck entsteht unter anderem in dem Track "Serious", was vor allem durch die starke Performance von Supastition deutlich wird. Hier hinkt Major einfach dem gekonnten Flow Supastitions hinterher, ohne jedoch völlig zu versagen. Zumindest mit dem ebenfalls vertretenen Akrobatik kann Vis Major durchaus mithalten, wobei dessen Verse durch die markante Stimme noch einmal zusätzliches Gewicht bekommen. Wesentlich besser kommt Vis Major auf den melodischen, ruhigeren Tracks zurecht. "Blood Line: Life & Death" ist so ein Track und gehört mit zu dem Besten, was das Album zu bieten hat. Sowohl lyrisch als auch reimtechnisch hat Vis Major hier einen seiner stärksten Momente. Auch die Produktion ist sehr gut gelungen und tut ihr Übriges, um den Track auf ein beachtliches Level zu heben. Das Gleiche gilt im Prinzp für "This Hard Life Goez", welches ebenfalls leicht melancholisch wirkt, nicht zuletzt durch die wenig optimistische Aussage in der Hook:

"I used to live life,
but now i watch this life goez
"

Tzarizm verfährt bei seinem Debüt scheinbar nach dem Motto "Das Beste kommt zum Schluss", denn auch der folgende letzte Track des Albums gehört zu einem der Highlights. "Blood Transfusion" arbeitet produktionstechnisch mit einem Pianosample sowie düsterem Chorgesang, der jedoch eher als Summen zu vernehmen ist. Vis Major beschreibt dazu unter anderem die Zustände im Ghetto und so schafft es das Duo einmal mehr, Text und Beat sehr passend miteinander zu vereinen. Mein persönlicher Favorit lässt sich dann aber eher in Richtung goldener Mitte finden. "Lounge On Top" enthält eines der besten Features auf dem gesamten Album. Zusammen mit Sienna Blayze, die einen sehr charmanten Part abliefert, entsteht ein stimmungsvolles Stück Musik der Tzarizm's Händchen für den richtigen Sound endgültig unter Beweis stellt. Leider verstecken sich inmitten der 22 Songs auch einige recht durchschnittliche Tracks, die zwar allesamt keinen Totalausfall bergen, aber auch niemanden wirklich begeistern werden. So bekommen die wirklich starken Tracks auf dem Album zwar zusätzliches Gewicht, aber ein paar Songs weniger hätten auch nicht geschadet. Aufgrund des tollen Storytellings bleibt "The Setup" aber auf jeden Fall noch erwähnenswert. Mit Hilfe der Grey Matter-Crew, bestehend aus Midaz The Beast und Illustrate, kreiert Vis Major eine unterhaltsame Geschichte über einen Cop, der einem Jungen aus dem Ghetto einen Mord anhängen will. Wie das Ganze ausgeht, sei an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Damit endet auch die erste vollwertige Konfrontation mit einem gewissen Tzarizm und seinem fähigen Partner Vis Major. Was bleibt ist ein positiver Gesamteindruck und ein paar Tracks, die eine überdurchschnittlich lange Zeit auf meinem iPod verweilen werden. Vor allem durch die Fähigkeit, recht zeitlose und vor allem passende Instrumentals zu den teilweise sehr guten Texten herbeizusteuern, hat Tzarizm eine gewisse Aufmerksamkeit verdient. Sicherlich darf man die Arbeit von Vis Major nicht unter den Tisch kehren, aber im Grunde genommen ist Tzarizm der Star des Albums, da das Ganze im Prinzip ja auch sein Debütalbum ist. Weil er auch schon als MC tätig war, darf man beim nächsten Album vielleicht auf ein reines Tzarizm-Album hoffen, wobei ich eine erneute Zusammenarbeit von Tzarizm und Vis Major auch nicht verschmähen würde.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Oldman
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Beiträge: 8.735
Guthaben: 54.850 Bucks
Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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Nächster Level: 30.430.899

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habe das Ding monatelang wegen dem Cover verschmäht, das ganz zweifelsohne eines der abstoßendsten mir je untergekommenen Artworks ist... So richtig begeistert war ich von der Musik auch nicht, ein ganz grobes Urteil nach sprunghaftem Durchhören liegt wohl bei 3 Kronen
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