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Zum Ende der Seite springen Anarchy Gang - 24 Hours
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User Beitrag:
Anarchy Gang - 24 Hours


Release Date:
22. März 2010

Label:
Netweight Records

Tracklist:
01. Intro
02. Good Morning
03. Jp's Lament
04. Anarchy Slang
05. Love Theme
06. Love Theme Reprise
07. Easy Lookin Hard
08. 5 O'clock Freestyle
09. Drive Thru Crash
10. Sexy Brown Thang
11. Too Late Now
12. Anarchy Assemblance
13. The Heist (Feat. Enee One)
14. Khezidek Play's It Cool
15. I Don't Care (Feat. Enee One)
16. Prince Po Interlude
17. Get Money
18. End Credits

Review:
Bei einem Bandnamen wie Anarchy Gang denkt man in der Regel eher an eine Punkband als an eine Rapgruppe. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Anarchy Gang jedoch um niemand Geringeren als Zion-I-Emcee Zumbi, Organized-Konfusion-Mitglied Prince Po sowie Undergroundkünstler Concise Kilgore. Zu den Emceses gesellen sich dann noch ein paar Kollegen, wie bspw. Brisk oder Finale , um den drei unter die Arme zu greifen. Zusammen hat man sich vom 11. - 12. Juli 2008 im Studio getroffen, um ein gemeinsames Album auf die Beine zu stellen. Innnerhalb von 24 Stunden ist somit eine LP entstanden, die schließlich erst zwei Jahre später erscheinen sollte und letztendlich auch weitgehend unbemerkt blieb.

Für gewöhnlich geht man mit gemischten Gefühlen an solche 24-Stunden-Alben. So respektabel es doch scheint, ein komplettes Album innerhalb von nur einem Tag zu erstellen, so durchwachsen ist das Endergebnis solcher Projekte doch meist. Diese Skepsis wächst natürlich zusätzlich, wenn man weiß, dass die Mitglieder des Projektes vorher quasi noch nie richtig zusammengearbeitet haben. Während der Bandname eher rockigere Töne vermuten lässt, entspricht das Cover schon eher dem Sound des Albums. Man orientiert sich nämlich vornehmlich an dem Sound des Funk oder auch Jazz. Die nötige Brise HipHop liefern hauptsächlich Zumbi und Prince Po, wenn sie routiniert über die Produktionen flowen, Concise Kilgore hält sich dabei auffallend stark zurück. Ohne Kilgore's Qualitäten am Mic in Frage Stellen zu wollen, vermissen tut man ihn nicht allzu sehr, wahrscheinlich, weil sich Zumbi und Po stimmlich gesehen sehr gut ergänzen und auf vielen Track ein gutes Rapduo abgeben. "Good Morning" macht zum Beispiel direkt gegen Anfang einen sehr guten Eindruck und ist mit den Streichern ein wahrlich schöner Einstieg. Textlich wird, wie auf dem gesamten Album nichts wirklich Hochwertiges auf die Beine gestellt. Man bekommt das Repertoire eines gewöhnlichen Emcees zu Hören, wie zum Beispiel hübsche Ladys wie auf "Sexy Brown Thang" oder mehr oder weniger deftige Punchlines wie auf "Anarchy Slang". Letzteres weiß aber auf jeden Fall durch das abgedrehte Orgelspiel ein paar Hörer für sich zu gewinnen, jedoch wirkt der Track gegen Ende ein wenig abgehackt. Textlich gesehen fällt ausschließlich "The Heist" etwas aus der Reihe, indem es die Geschichte eines Raubzuges erzählt. Im Endeffekt hat man solche Geschichten aber schon wesentlich aufregender und spannender erzählt bekommen. Besser und vor allem auffallender ist da schon der Song "I Don't Care", der mit Enee One den einzigen Gast-Emcee auf dem Album featurt. Zwar wird hier auch nichts wirklich Weltbewegendes geleistet, aber zumindest hat der Track genug Drive, um einen ein wenig wachzurütteln. Vor allem Richtung Hook, die Zumbi vorträgt, entwickelt der Song wahre Headbanger-Qualitäten. Leider geht es auf dem Großteil des Albums eher mittelmäßig zu, sprich weder Produktionen noch die Raps können einen wirklich vom Hocker reißen. Man hat zwar das Gefühl, dass man hier ganz ordentliche Musik geboten bekommt, jedoch stets mit dem Hintergedanken, da hätte auch noch etwas mehr gehen können. Dieses Gefühl kommt eventuell auch daher, dass kaum einer der Tracks länger als drei Minuten andauert. Gerade wenn man sich mit dem Track angefreundet hat, ist dieser auch schon wieder vorbei. Ausnahmetracks sind hier zudem so gut wie gar nicht vertreten, lediglich "Easy Lookin Hard" bietet sich an, diese Stellung einzunehmen. Der Beat weiß sich während der Raps von Zumbi und Po vorwiegend zurückzuhalten, um dann während der Hook ordentlich Retro-Charme zu versprühen. Auch flowtechnisch gehört der Track zum Besten, was die Emcees während des gesamten Albums auffahren. Im Großen und Ganzen war es das dann auch schon, bezogen auf die erwähnenswerten Tracks. Zu den erwähnten Songs gesellen sich noch ein, zwei Interludes und ein Freestyle, der niemanden wirklich vom Hocker reißen wird. Außerdem wurden noch zwei ordentliche Instrumentals draufgepackt, die untermauern, dass man produktionstechnisch überwiegend ein gutes Ohr bewiesen hat.

So gesehen bleibt nicht viel Erwähnenswertes übrig von den 18 Tracks, vielmehr die Erkenntnis, dass solche 24-Stunden-Alben eben doch meist den letzten Feinschliff vermissen lassen. An sich ist "24 Hours" kein schlechtes Album, aber eben auch kein wirklich gutes. Mit ein wenig mehr Feinarbeit hätte hier bestimmt wesentlich mehr draus werden können. Im Prinzip zeigen nämlich alle Projektmitarbeiter genügend Potential, um auch gemeinsam ein gutes Album auf die Beine stellen zu können. Aber in diesem Fall erreicht man leider nur Mittelmaß. Vielleicht nimmt man sich ja demnächst nochmal ein wenig mehr Zeit und macht ein "richtiges" Album zusammen. Eine zweite Chance hätten die Anarchy Gang an sich auf jeden Fall verdient.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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