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Herkunft: Groß-Zimmern
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Fav. Crew: The Roots, Wu Tang,CunninLyinguist s,Atmosphere
Fav. Producer: J Dilla, Dj Premier, Pete Rock, Madlib,Kno,Exile
Fav. CD: Theory Hazit- Extra Credit
Lieblingsfilm: Kill Bill Vol. 1

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User Beitrag:
Exile - Dirty Science


Release Date:
10. Oktober 2006

Label:
Sound in Color

Tracklist:
01. Welcome
02. Time Has Come (Feat. Slum Village)
03. Spittin' Image (Feat. Aloe Blacc)
04. Pay The Co$$ (Feat. Ca$hiu$ King)
05. I Don't Think You Understand (Freestyle)
06. Summertime In L.A. (Feat. Miguel Jontel)
07. Notch (Feat. M.E.D.)
08. Maintain (Feat. Blue, Donel Smokes, Ca$hiu$ King & Jontel)
09. Newest Greatest (Feat. Oh No)
10. Tell You (Feat. Blue & Aloe Blacc)
11. Blamexlle (Feat. Blame)
12. Move On 'Em (Feat. Ta'Raach)
13. Do Not Touch (Feat. Johas)
14. A Few Words From… (Feat. Trek Life)
15. Smoke & Mirrors (Feat. Kardinal Offishall)
16. Fly (Song Of Liberation) (Feat. Blu)
17. Silver Moon
18. Milk 'Em (Feat. Ghostface & Trife)

Review:
Manchmal scheinen Künstler aus dem Nichts aufzutauchen, obwohl sie schon einige Jahre musikalisch unterwegs sind. Einer, auf den diese Beschreibung durchaus zutreffen dürfte, ist der kalifornische Producer Exile. Obwohl Exile vor allem mit Aloe Blacc als Emanon bereits für einige gute Alben sorgte, schien die Mehrheit erst durch seinen Klassiker mit Blu, "Below The Heavens", auf ihn aufmerksam geworden zu sein. Ein Jahr vor dem endgültigen Durchbruch mit dem besagten Album brachte Exile ein nahezu unbemerktes Proudzentenalbum mit dem Namen "Dirty Science" raus.

Exile hat nicht nur duch das Projekt mit Emanon gezeigt, dass er ein fähiger Partner für ein Kollabo-Album ist. Die Frage ist, ob Exile seine Fähigkeiten auch auf einem eigenständigen Produzentenalbum ausspielen kann. Oft verderben zu viele MCs leider einfach die richtige Mixtur. Das heißt, durch die große Masse vieler unterschiedlicher Charaktere kann das Album letzten Endes keinem klaren Konzept folgen. Schlussendlich ist zwar für jeden etwas dabei, aber jeder hat auch etwas daran auszusetzen. Exile macht auf dem Album jedoch im Grunde genau das Richtige, er bleibt seiner Linie treu und verlässt sich auf melodische Beats mit einer gehörigen Brise Soul und Jazz. Auf 18 Tracks gibt es neben vielen Underground-Größen unter anderem auch Slum Village (ohne J Dilla), auch einen Track mit Ghostface Killah zu bestaunen. Leider handelt es sich hierbei nur um einen Remix zu "Milk 'Em" mit Theodore-Unit-Kollege Trife. Die Version von Exile ist zudem um einiges softer als das Original und will nicht so ganz zu den rauen Lines von Ghost und Trife passen. Einer der wenigen Tracks, bei dem Exile's Soundkonzept nicht wirklich zünden will. Mit Aloe Blacc hatte er hingegen bereits des öfteren sehr gut harmoniert und einige gemeinsame Alben zustande gebracht. Auch auf diesem Album ist der Emanon-Partner auf zwei Tracks präsent, beide Male als Rapper statt als Sänger: "Spittin' Images" wird von einem Gitarrensample und dezent eingesetzten Streichern getragen, während Aloe Blacc mit sprichwörtlichen Bildern um sich wirft, auf "Tell You" sind er und Blu merklich genervt von ein paar Damen und versuchen, diesen das auch klarzumachen. Ganz und gar nicht nervig ist die passende musikalische Untermalung von Exile, die hauptsächlich aus einem Pianosample besteht. Neben solch entspanntem Storytelling gibt es aber auch einige "gewöhnliche" Rapsongs zu hören, bei denen es hauptsächlich auf straightes Representing ankommt. Diese funktionieren leider, ähnlich wie bei "Milk' Em", größtenteils alle nicht sonderlich gut, da die Beats oftmals ein wenig die nötige Aggressivität vermissen lassen. Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen, wie das geniale "Blamexile" mit einem wunderbar aufgelegten Blame One. Der MC aus San Diego präsentiert auf dem Track eine Flowabfahrt, wie man sie leider viel zu selten von ihm zu hören bekommt. Auch der Song "Newest Greatest" mit Madlibs kleinem Bruder am Mic schafft es in Kombination mit einem wunderschönen Streicherbeat und Vocalsample, ein Ausnahmetrack zu werden. Apropos Ausnahmetrack, auf "Smoke & Mirrors" zeigt sich, wieso um den kanadischen Emcee Kardinal Offishall in den letzten Jahren so ein Hype entstanden ist. Flowtechnisch und textlich gehört der Song zu den amüsantesten Tracks auf dem gesamten Album. Auch Exile fährt hier einen Kopfnickerbeat ohnegleichen auf, um den Zuhörer angemessen zu unterhalten. Im Großen und Ganzen bleibt es jedoch eher entspannt auf dem Album, was aber auch nicht verkehrt ist. Nur so kann sich wahrscheinlich der melodische Exile-Sound voll entfalten und Hymnen wie "Fly" können entstehen. Einer der besten Tracks auf dem Album hat als Featuregast einmal mehr Blu, der einige herzzerreißende Storys zum Besten gibt und zusammen mit Exile's kunstvollem Instrumental ein starkes Feeling aufkommen lässt. Lediglich "Maintain" ist bezogen auf die erreichte Atmosphäre ähnlich stark, was unter anderem auch wieder an dem starken Storyelling von Blu, Donel Smokes, Ca$hiu$ King und dem glanzvollen Gesangs-Refrain von Jontel liegt. Zwar schaffen es die meisten anderen Track nicht, eine solch dichte Atmosphäre aufkommenzulassen, gefühlvolle Rapkost sind sie in der Regel aber allemal.

Exile schafft es zwar qualitativ nicht wirklich an die Projekte mit bspw. Blu oder Fashawn ranzukommen, aber er zeigt, dass er durchaus fähig ist, ein gutes Produzentenalbum auf die Beine zu stellen. Das gelingt ihm letzten Endes nicht ohne den ein oder anderen Lückenfüller, aber am Ende überwiegt auf jeden Fall der gute Gesamteindruck. Von der grauen Masse kann sich Exile dank seines einzigartigen Sounds auf jeden Fall abheben und zudem noch ein paar Standout-Tracks mitliefern. Exile zeigt mit dem Album auch, dass genug Potential in ihm steckt, um mit den namhaften Produzenten mithalten zu können, ohne dabei einen Meilenstein zu kreieren. Somit ist das Album schlussendlich definitiv eine Hörprobe wert, leidet aber durchaus auch an den üblichen Symptomen eines Produzentenalbums.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
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Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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Lieblingsfilm: The Game, Fight Club, Ocean's 11, Training Day

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User Beitrag:

Der Cover-Designer sollte dringend eine Photoshop-Nachschulung machen!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jate B: 29.10.2010 18:01.


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