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Zum Ende der Seite springen Incise - Daily Methods
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Incise - Daily Methods


Release Date:
22. Juni 2010

Label:
GoonTrax Japan

Tracklist:
01. Sunrise
02. Hope (Feat. Need Not Worry)
03. Running Out Of Time (Feat. The 49ers)
04. Got To Go (Feat. Nieve)
05. Bring It Back (Feat. Hydroponikz & Anika)
06. Paving The Way (Feat. Okay City, Shad & David Morin)
07. Go Back (Feat. Noah King)
08. Mid-Day
09. A New Day (Feat. Ajaxx)
10. Music Forever (Feat. The Stereotypes)
11. Written (Feat. Don Cerino)
12. Rising Redux (Feat. Tunji)
13. Inequity (Feat. Stain)
14. Stay Driven (Feat. Dan Johns)
15. Sunset
16. Paving The Way (Replus Remix)
17. Got To Go (Remix) (Feat. Nieve)

Review:
Crossover sind mittlerweile keine Seltenheit mehr im Rap. Besonders die elektronische Szene hatte in letzter Zeit einen großen Einfluss auf das Soundkonzept vieler HipHop-Producer. Der kanadische DJ und Produzent Incise hat sich ebenfalls bereits in diesen Gefilden herumgetrieben. Auf seinem zweiten Studioalbum lässt er aber eher die Einflüsse des sogenannten "Ambient Sound" einfließen und lädt so auf die gemütliche Reise seiner "Daily Methods" ein.

Als Einflüsse gibt Incise eher untypische Künstler wie Daft Punk, Moby oder Nujabes an. Vor allem Nujabes aber kommt vom Sound her sehr nah an das ran, was Incise mit seinem zweiten Album präsentiert: relativ einfache und "natürlich" gehaltene Instrumentals, die eine gewisse Leichtigkeit an den Tag legen. Im Grunde handelt es sich hier um ein reines Produzentenalbum mit dem Auftritt verschiedenster Underground-Künstler. Unter den insgesamt 17 Tracks verstecken sich drei Instrumentals, die hauptsächlich das Konzept des Albums unterstützen. Das erste Instrumental leitet somit den Tag mit dem Titel "Sunrise" ein, während es in der Mitte des Albums passenderweise "Mid-Day" ist und zu guter Letzt die metaphorische Sonne mit "Sunset" untergeht und das Ende des Albums einläutet. Dazwischen, beziehungsweise danach gibt es dann hauptsächlich recht entspannte Melodien mit großteils einfachem Storytelling und soliden Rap-Parts zu hören. Incise selbst macht eine gute Figur auf dem Album, seine Arbeit als Producer ist mehr als grundsolide. Eine gute Entscheidung ist, recht oft gesungene Parts als Hooks zu verwenden, da diese wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu den klassischen Instrumentals passen. Ein Paradebeispiel stellt hier "Bring It Back" dar, auf dem eine gewisse Anika die Rolle der Sängerin mit Bravour übernimmt. Hydroponikz aus New York liefert die passenden Rap-Parts dazu ab, um den Hörer gefühlsmäßig in den HipHop vergangener Tage zu katapultieren. Allgemein geht es auf dem Album textmäßig eher gemächlich zu, was heißen soll, dass es sich meist um leicht verdaubare Kost handelt, die aber nie in sinnlose Battel-Phrasen oder irreleavantes Storytelling abdriftet. Vielmehr handelt es sich in der Regel um positives Mindtelling, was auch merklich zu den Produktionen von Incise passt. "Paving The Way" schafft es mitunter am besten, diese Mixtur perfekt zu meistern. Das angenehme Instrumental mit Live-Charakter bietet einfach nur an, sich zurückzulehnen und den Storys von Okay City, Shad K und Daivd Morin zuzuhören. Wie die meisten Tracks auf dem Album ist das Hauptziel scheinbar, gute Laune zu verbreiten, düstere oder gar aggressive Stimmung kommt bei keinem einzigen Song auf. Dieses Album ist definitiv für die ruhigen Momente im Leben gedacht, wer auf Clubmaterial oder strikten "Conscious Rap" aus ist, der ist hier fehl am Platz. Letzteres lässt sich noch am ehesten mit "Inequity" und Featuregast Stain finden. Der MC liefert die definitiv sozialkritischsten und politischsten Parts auf dem gesamten Album ab. Gerade deshalb gehört der Track zu den außergewöhnlicheren (und gleichzeitg besten) Stücken auf dem Album, auch das Instrumental schickt sich an, durch erhöhten Bass- und Synthie-Einsatz ein wenig vom sonst so entspannten Konzept abzuweichen. Bezogen auf die Produktionen sticht auf jeden Fall auch "Go Back" aus der grauen Masse hervor. Der gekonnte Einsatz eines Flötensamples ist mit der Hauptgrund, weshalb der Track besonders zu gefallen weiß. Im Grunde gibt es keine Ausfälle, aber letzten Endes auch nur wenige Tracks, die besonders hervorzuheben sind. Es bleibt vielmehr Ansichtssache und vielleicht auch Stimmungssache, welcher Track einem besonders zusagt. Bezogen auf die Stimmung bzw. Atmosphäre bleibt auf jeden Fall noch "Rising(Redux)" zu erwähnen. Dieser meistert es, die relativ düstere Stimmung des Instrumentals mit den hoffnungsvollen Lyrics seitens Tunji gekonnt zu verbinden und so einen der Hauptanspielpunkte des Albums zu markieren.

Incise hat mit seinem Produzentenalbum ein hörenswertes Album mit einem erfrischenden Soundkonzept geschaffen. Ein Meilenstein ist ihm und seinen Featurepartnern sicherlich nicht gelungen, aber die Qualität stimmt auf jeden Fall. Bei der nahezu unübersichtlichen Masse an Produzentenalben wird es jedoch schwer sein, sich auch wirklich behaupten zu können. Zu viele Alben, die eine ähnliche Qualität erreichen und noch dazu bessere Promotion erfahren gibt es auf dem Markt. Diesem Album jedoch keinerlei Beachtung zu schenken, wäre sicherlich ein Fehler, bietet sich Incise mit seinem Sound doch an, die Lücke zu füllen, die Nujabes mit seinem Tod hinterlassen hat: melodische Sounds zum Abschalten mit dem Prädikat stressfrei. Die entspanntere HipHop-Fangemeinde dürfte hiermit also sehr glücklich werden, alle, die es gerne etwas härter haben, sollten um das Album jedoch einen großen Bogen machen.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


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Gefiel mir gut, besonders "Bring It Back", "Paving The Way" und "Rising Redux" smile

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Richtig gutes Stück Musik wie ich finde, ich geb 4 Kronen.
"...melodische Sounds zum Abschalten mit dem Prädikat stressfrei." triffts wirklich am besten smile

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RE: Incise - Daily Methods
Sehr gutes Album von mir auch 4 Kronen.

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Die Beats sind einfach herrlich. Das Ding wird auf jeden Fall meinen Sommer-Soundtrack für dieses jahr anführen. Großartig!

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