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Zum Ende der Seite springen V/A - West Coast Theory - Vom Beat Zum Hip-Hop
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User Beitrag:
V/A - West Coast Theory - Vom Beat Zum Hip-Hop


Release Date:
26. Februar 2010

Label:
Mouna

Kapitel:
01. 100% West Coast
02. Der Sound
03. Der Beat
04. Der Funk
05. Drumcomputer
06. Musiker
07. Computer & Software
08. Die Krise
09. Computeraufnahmen
10. Studios/Heimstudios
11. Mastering
12. Abspann

Review:
Die Westküste. Für viele ein Sinnbild von Sonne, Palmen, Lowridern, hübschen Frauen und natürlich auch guter Musik. Millionen von Menschen erfreuten und erfreuen sich an melodiösen G-Funk-Werken von Dr. Dre, Snoop Dogg, Warren G und Nate Dogg oder an Alternativen für Backpacker wie sie zum Beispiel die Dilated Peoples liefern. Da oft nur die Emcees im Vordergrund stehen, haben es sich die Macher dieser DVD, Maxime Giffard (Autor und Co-Regisseur) und Felix Tissier(Co-Regisseur und Art-Director), zur Aufgabe gemacht, die Menschen außerhalb des Rampenlichts, die Produzenten, Musiker, Tontechniker etc., etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, da sie mindestens genauso, wenn nicht sogar noch mehr als die Rapper, für die Soundästhetik der Westküste stehen. Gezeigt und verraten werden Arbeitsweisen, Erfolgsrezepte und technische Aspekte bei der Beatproduktion. Zu Wort kommen unter anderem DJ Babu, Skip Saylor (Besitzer der Skip Saylor Studios), Will.I.Am, Evidence, Focus, Defari, Xzibit und Julio G.

Generell ist zu sagen, dass die befragten Personen stets bemüht sind, genau zu erklären, was für sie genau den Westküsten-Sound ausmacht und wie man diesen zustande bekommt. Rapper KK (2nd-II-None-Member) erklärt, dass es sich dabei um sehr klangvolle Musik handelt, welche vor allem auf Bassgitarren- und Pianoeinsätzen basiert. "Der Funk" wird laut dem Producer Fredwreck dadurch erzeugt, dass sich Clap und Snare nicht genau überlagern, sondern ein Verzögerungseffekt erzeugt wird, was dazu führt, dass der Sound plumper klingt. Natürlich orientiert man sich aber auch daran, was vor dem G-Funk da war, sodass Too $hort unter anderem Roger & Zapp, Funkadelic und George Clinton als wichtige Inspirations- und nicht zuletzt Samplequellen nennt. Wenn man dann schon beim Sampeln ist, wird auch der "Drumcomputer" thematisiert, der es so vielen Produzenten ermöglicht, großartige Musik zu erschaffen. Der Erfinder des Drumcomputers ist Roger Linn, welcher sich im Alter von 20 einen der ersten Computer kaufte und den festen Entschluss fasste, damit Musik zu erschaffen. Er konnte es zunächst nicht nachvollziehen, wieso zum Teil ganze Songpassagen ihren Weg in die neue Erfindung fanden ("waste of memory"), änderte allerdings später seine Meinung über dieses Vorgehen beim Sampeln, was er im Übrigen als OOC beschreibt (übersetzt: objektorientierte Komposition – die Kombination mehrerer Kompositionen). Diese Meinung teilt auch DJ Muggs, der samplen als eine Art Collage sieht, die an und für sich jeder beherrschen könnte: "You get a fucking monkey in here and I'll train him to sample – anybody can do it"; die Schwierigkeit dabei liegt laut Muggs jedoch darin, erst einmal überhaupt die richtigen Samplequellen zu finden und zu wissen, wie man das Sample dann schneidet und sequenziert. Nichtsdestotrotz muss ein guter (West-Coast-)Beat nicht zwingend aus Samples bestehen. DJ Revolution schildert, dass er seine Beats langsam, am "Computer", aus einzelnen Elementen aufbaut, was ihm ein einfaches Sample nicht möglich macht. Des Weiteren hält sich so sein finanzieller Aufwand in Grenzen. Das ist nur ein Beispiel für das Vorgehen der "Musiker" in diesem Film. "Der Sound" wird dann auch wahlweise erst einmal im schneeweißen BMW getestet, was Evidence zu tun pflegt, bevor er dann von renommierten Toningenieuren wie Richard Huredia aka Segal den letzten Feinschliff bekommt. Äußerst positiv ist auch, dass der Film nicht nur für Fachkundige konzipiert wurde. So wird man, während Jelly Roll einen Beat produziert, darüber in Kenntnis gesetzt, welches Gerät welchen Zweck erfüllt und aus welchen einzelnen Elementen der Beat besteht (Kick-Sample, Clap-Sample etc.). Abgesehen vom Hauptfilm darf sich der Zuschauer auch am ausführlichen Zusatzmaterial erfreuen. Nachwuchsproduzenten erhalten nützliche Tipps von etablierten Größen wie DJ Muggs, Mike Elizondo oder DJ Khalil. Wer im Besitz von guten Kopfhörern ist kann sich den Unterschied zwischen analog und digital anhören oder lässt sich von Segal durch die Encore Studios führen, wo dieser zum Beispiel auch erklärt, was den Beat von "Still D.R.E." ausmacht. So wird diese DVD letztendlich passend abgerundet.

Summa summarum handelt es sich bei "West Coast Theory" um eine DVD, die auf ganzer Linie überzeugen kann. Der Zuschauer ist stets direkt am Geschehen beteiligt, indem er Einblick in die Arbeitsweise eines Produzenten oder Engineers bekommt und nicht nur mit trockener Theorie überschüttet wird. Es ist sehr interessant auch mal zu sehen, wie bei DJ Babu der Kleiderschrank einfach mal zur Gesangskabine umfunktioniert wird oder Fredwreck zeigt und erklärt, dass B-Real beim Einrappen sein Textblatt von der Decke hängen lässt. Mit den beteiligten Charakteren haben die Macher auch voll ins Schwarze getroffen, handelt es sich doch durchgehend um Personen, die ihr Handwerk definitiv verstehen und aufgrund dessen einen dementsprechenden Status in der Szene genießen beziehungsweise eine Daseinsberechtigung in diesem Film haben. Auch wenn der ein oder andere Fan mit Sicherheit gerne seine ganz persönlichen Favoriten gesehen hätte, bleibt zu sagen, dass es durchaus angenehm ist, Leute wie Xzibit, Snoop Dogg oder Will.I.Am. neben Künstlern wie Defari, DJ Revolution und Evidence zu sehen, da sich somit keine bestimmte Hörergruppe ausgeschlossen fühlen muss – schließlich ist der West-Coast-Sound des einen nicht zwingend der West-Coast-Sound des anderen. Wirklich gravierende Kritikpunkte gibt es nicht, somit verdienen sich die Herren Giffard und Tissier starke 4 Kronen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 2.5 Ø)


Redakteur:
leprechaun
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"Wir waren besonders motiviert. Dieser Trainer Camacho, Caramba oder wie der heißt, hat vor dem Spiel im spanischen Fernsehen gesagt, Fußball in Deutschland ist nur bumm, bumm, bumm. Nächstes Mal soll er die Fresse halten".
Giovane Elber laugh
Momentaner Lieblingssong: Joker Feat. Jessie Ware & Freddie Gibbs-The Vision

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Stimmung: 0
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Fav. Artist: Guilty Simpson, Kool G Rap,Nas,Masta Ace...
Fav. Crew: The Roots, Wu Tang,CunninLyinguist s,Atmosphere
Fav. Producer: J Dilla, Dj Premier, Pete Rock, Madlib,Kno,Exile
Fav. CD: Theory Hazit- Extra Credit
Lieblingsfilm: Kill Bill Vol. 1

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User Beitrag:

Hab mir die Doku die Tage gegeben und bin ziemlich enttäuscht, nicht nur dass Madlib und Dre vollkommen fehlen, auch hält sich die Info meiner Meinung nach arg in Grenzen. Das sinnlose Drumherum-Gelaber der ganzen Profis hat meiner Meinung nach nicht viel Informationsgehalt. Was man dem Macher zu Gute sprechen kann, ist die gute Aufmachung der Doku. Vor allem der Vergleich zwischen Homestudio und einem großen, professionellen Studio ist recht lustig und anschaulich gemacht worden. Aber ich bin nach dem Film auch nicht viel schlauer als vorher. Wenn man sich die Review durchliest hat man im Prinzip schon alles Wichtige zusammengefasst und kann sich die Doku eigentlich sparen.

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