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Zum Ende der Seite springen GLC – Love, Life And Loyalty
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GLC – Love, Life And Loyalty


Release Date:
12. Oktober 2010

Label:
G.O.O.D. Music

Tracklist:
01. The Big Knot
02. Clockin' Lotsa Dollarz (Feat. Sir Mix-A-Lot & Bun B)
03. Pour Another Drink (Feat. John Legend)
04. Cold As Ice (Feat. Twista)
05. MHCC (Feat. Byrd Dre)
06. Flight School (Feat. Kanye West & T-Pain)
07. So Real (Feat. B.J. The Chicago Kid)
08. My 1st Model (Feat. Christian Rich)
09. The Light
10. I Ain't Even On Yet
11. Pull Me Back (Feat. The Legendary Traxster)
12. Rosanne
13. This What It Is
14. I Did It
15. Tator Chip Pays

Review:
Es scheint als habe jedes Jahrzehnt im US-HipHop seinen eigenen Sound, der einer bestimmten Region zugeordnet wird. War es zu den Anfängen des HipHop logischerweise die Eastcoast mit ihrem BoomBap, schien in den 90ern die Westcoast mit dem G-Funk die Oberhand zu gewinnen. Wenn man die letzten Jahre betrachtet, konnte hauptsächlich der Sound des Dirty South für rege Aufmerksamkeit sorgen. Mit ihm kamen schnell viele Rapper ans Tageslicht, die unsere HipHop-Gemeinde fast so stark spalten wie einst der Vergleich zwischen East- und Westcoast. Zum Leidwesen oder eben auch zur Freude, je nach Geschmack, gibt es dadurch auch Künstler, die sich dem neuartigen Subgenre Untertan machen, obwohl sie eigentlich aus einer ganz anderen Region des Staates stammen. So auch im Falle des Kanye-West-Schützlings GLC mit seinem lang erwarteten Debütalbum "Love, Life And Loyalty".

Betrachtet man diese Entscheidung nun einmal objektiv, egal ob man mit dem modernen Sound des "dreckigen Süden" etwas anfangen kann oder nicht, kommt man nicht darum herum, das Soundkonzept dieser Platte als völlig hilflos und deplatziert zu betrachten. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man mit Kanye West im Rücken einen so überholt anmutenden Crunk-Sound als Basis für das komplette Album auf die Beine stellen kann. Antatt sich auf die professionelle Hilfe eines Herrn West zu verlassen, war GLC so schlau, lieber ein paar amateurhafte Produzenten aus seiner Heimatstadt Chicago zu engagieren und diesen ihrer Kreativität, wenn man das so sagen darf, freien Lauf zu lassen. Die völlig inkompetente Produzentengarde versagt schlussendlich auf ganzer Linie und strotzt nur so vor Einfallslosigkeit. Im Prinzip hat man hier nämlich einfach den kommerziellen Sound des "dreckigen Südens" von vor ungefähr drei Jahren kopiert und ihn auf ein Album aus 2010 platziert. Der Umstand, dass dieses Album unter mehreren Verschiebungen zu leiden hatte, mag eine Entschuldigung, aber noch lange keine Rechtfertigung hierfür sein. Manch einen Grill-tragenden, pubertären Teenager, der sich noch nicht lange und ausführlich mit dem Medium HipHop auseinandergesetzt hat, mag man damit hinters Licht führen. Wie man aber einen Veteranen und respektablen Künstler, wie John Legend mit so einem Fauxpas für sich gewinnen kann, ist schier unbegreiflich. Erstaunlich ist zudem die Tatsache, dass John Legend mit unter selbst das größte Problem auf dem Track "Pour Another Drink" darstellt. Natürlich ist auch der uninspirierte Synthie-Keyboard-Mix ein echtes Grauen, aber sobald Legend mit der Hook einfällt, muss man doch zweimal hinhören, um glauben zu können, dass dieses R'n'B-Stimmchen wirklich Mr. Legend persönlich gehört. Albumhost GLC hingegen stellt im Endeffekt sogar das geringere Problem dar. Man merkt, dass er sich Mühe gibt und versucht ein paar halbwegs brauchbare Lyrics auf die Beine zu stellen, dies gelingt ihm, wie auch auf den restlichen Tracks, leider nur ansatzweise. Bezüglich der Reimtechnik gibt sich GLC zumindest relativ ordentlich, zwar zeigt er nicht wirklich das Potential zum Ausnahmerapper, jedoch stellen die offensichtlichen Skills in Sachen Flowtechnik so etwas wie einen rettenden Anker dar. Einen Anker mit offensichtlich zu kurzer Kette, denn der rettende Grund, um sich zumindest im Mittelmaß festzusetzen, kann hiermit nicht einmal ansatzweise erreicht werden. Zu sehr treiben einen taifunartige Ohrvergewaltigungen wie "MHCC" zurück in die trostlosen Weiten des Meeres des gescheiterten 08/15-Sounds. Zudem scheint Jay-Z, als er 2009 den "Death Of Auto-Tune" prophezeite wohl kaum mit GLC gerechnet zu haben. Gleich auf drei völlig desolaten Tracks macht sich eine der schrecklichsten Erfindungen der Musik-Geschichte breit: "Pull Me Back", "My First Model", sowie "Flight School" mit Kanye West und "überraschenderweise" T-Pain. Lediglich letzterer Track ginge halbwegs in Ordnung, allerdings nur ohne die beängstigend schlechte Hook. Allgemein kann man leider sowieso von keinem Track behaupten, dass er wirklich gut sei. Ich für meinen Teil würde hier allerhöchstens die Pop-Nummer "The Light" mit dem "Blinded By The Light"-Sample von Manfred Mann nennen, dies aber auch nur mit sehr viel Objektivität und Blick in Richtung radiotaugliches Material. Hat man sich dann bis kurz vor Ende durchgekämpft, kommt man um ein verschmitztes Lächeln bei dem letzten vollwertigen Track "I Did It" ("Tator Chip Pays" ist lediglich ein Skit) nicht herum. Hier besitzt GLC doch tatsächlich die Überheblichkeit nach einer knappen Stunde Gehörfolter, in einer eigens verbrochenen Hook zu behaupten "I'm the Best, Man."

Fasst man alles zusammen, kommt man zu dem Schluss, dass dieses Album eine herbe Enttäuschung ist. In diesem Fall ist dieser Umstand jedoch gewissermaßen positiv zu betrachten, schließlich hatte man deutlich höhere Erwartungen, die es erst einmal zu enttäuschen galt. Zugegeben ist man in diesem Punkt zwar etwas über das Ziel hinausgeschossen, aber GLC deswegen aufs Abstellgleis zu stellen ist denke ich auch der falsche Weg. Seine Aufgabe, das Rappen, erledigt er nämlich im Großen und Ganzen recht anständig, wenn auch mit wenig Bravour. Ein wenig Nachhilfe in Richtung Lyricism kann schließlich nicht schaden, um GLC auf den richtigen Weg zu lotsen. Allerdings sollte das Soundkonzept für kommende Projekte gründlich überarbeitet werden, um nicht doch vollends in der Belanglosigkeit zu versinken. Die Voraussetzungen, auch im Bezug auf Rückendeckung sind eigentlich da, jetzt gilt es nur noch diese auch entsprechend einzusetzen. Bleibt somit nur zu hoffen, dass dieser miserable Ersteindruck sich nicht zu sehr in den Köpfen der Hörer verankert, denn damit dürfte GLC's Fanbase ziemlich beschränkt ausfallen, und das direkt in zweierlei Hinsicht.

Wertung: (1,5 von 5 Kronen)


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