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Classified - Self Explanatory


Release Date:
07. April 2009

Label:
Halflife Records / Sony Music

Tracklist:
01. Self Explanatory
02. Get Out The Way
03. Choose Your Own Adventure 1
04. Up All Night
05. Quit While You’re Ahead (Feat. Choclair, Maestro and Moka Only)
06. Inspiration
07. Choose Your Own Adventure 2
08. Anybody Listening
09. They Call this (Hip Hop) (Feat. Royce 5'9" & B.o.B)
10. Oh… Canada
11. Choose Your Own Adventure 3
12. Where Are You (Feat. Saukrates)
13. Trouble
14. Use to Be (Feat. Mic Boyd)
15. Breaking Up
16. One Track Mind (Feat. Joel Plaskett)
17. Choose Your Own Adventure 4
18. Things Are Looking Up (Feat. Chad Hatcher)
19. Still Got it
20. Loonie (Feat. D-sisive, Shad, DL Incognito & Buck 65)
21. Choose Your Own Adventure 5
22. Choose Your Own Adventure 6

Review:
Classified gehört nun schon seit einigen Jahren zu einer festen Größe im kanadischen Underground-HipHop. Gut, das mag vielleicht nicht unbedingt schwer sein, mögen sich jetzt wahrscheinlich viele denken, aber im Gegensatz zu beispielsweise Kardinal Offishall ist Classified sich und seinem Sound stets treu geblieben. Er hat nie versucht sich dem Mainstream anzupassen, um dadurch vielleicht etwas mehr Erfolg zu haben und dennoch blieb dieser nicht aus. Mit dem Album "Self Explanatory" konnte er jüngst recht große Erfolge in Kanada feiern. Dass gute Verkaufszahlen aber nicht unbedingt mit guter Musik gleichzustellen sind, haben allerdings auch schon viele Alben gezeigt. Schauen wir uns die Scheibe also etwas genauer an und klären, ob der Erfolg gerechtfertigt ist oder ob der Wechsel zu Sony Classified vielleicht einfach die nötige Promotion gebracht hat.

Classified ist wie bereits erwähnt wahrlich kein Neuling im Rapgame, so hat er mittlerweile rund 15 Jahre Rap-Erfahrung auf dem Buckel. Mehr als zehn Alben hat der Rapper in dieser Zeit veröffentlicht, "Self Explanatory" stellt dabei das Erste unter einem Major-Label dar. Fans des Kanadiers hatten hier berechtigt die Befürchtung, dass Classified sich nun eher dem Mainstream-Sound zuwendet und sich von seinem Underground-Image abwendet. Diese Befürchtung hat sich im Nachhinein aber nur zum Teil bewahrheitet. Classified scheint immer noch dieselbe Person wie zu Anfang seiner Karriere zu sein, denn textlich hat sich wenig geändert. Es geht immer noch hauptsächlich um anspruchsvolle und variantenreiche Storys aus dem Leben, sowie die Liebe zur Musik. Musikalisch fehlt größtenteils auf jeden Fall ein wenig Underground-Charakter, was aber durchaus positiv gesehen werden kann. Classified hat sich nicht etwa neuartigen Elektrotrends oder Autotune-Effekten unterworfen, er scheint sich wesentlich weiterentwickelt zu haben, was die Produktionen angeht. Waren diese nämlich meist das Hauptproblem vergangener Alben, sind sie mittlerweile fast schon das Aushängeschild der Platte. Zwar wird hier noch immer nicht das Nonplusultra erreicht, aber Songs wie "They Call This (Hip Hop)" zeugen von einem fortschrittlichen Gehör für adäquate Beatgranaten. Zudem kann der genannte Song noch von der starken Perfomance von Rap-Veteran Royce und Newcomer B.o.B. profitieren. Classified's Rapskill hingegen zeigen keine wirkliche Steigerung im Vergleich zu vergangenen Tagen. Das ist im Prinzip kein Beinbruch, dämpft aber doch ein wenig die Freude über die qualitative Steigerung im Hinblick auf die Produktionen. Interessante und ungewöhnliche Storys kann der Mann aus dem Norden aber auf jeden Fall erzählen und so werden Tracks wie "Inspiration" zur Lehrstunde in Sachen Aha-Effekt. Bei der Geschichte über einen Fan des Rappers, der im Laufe der Erzählung tödlich verunglückt, werden bei vielen sicherlich die Erinnerungen an Eminem's "Stan" hochkommen. Wo wir gerade von Inspiration sprechen, ein Begriff der meist damit einhergeht ist Innovation, diese kommt mit dem außergewöhnlichen Konzept "Choose Your Own Adventure" auf dem Album nicht zu kurz. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Story, aufgeteilt in fünf Kurzgeschichten, deren Verlauf sich der Hörer in einem gewissen Rahmen selbst aussuchen kann. Will man dieses Konzept wirklich verfolgen, was beim ersten Mal sicherlich recht interessant ist, kommt man um nerviges Skippen jedoch nicht herum. Dies ist mit einer der Hauptgründe, weshalb diese Storykonzeption wahrscheinlich nur beim ersten Hören aufgeht, eine willkommene Idee ist es aber allemal. Wie bereits erwähnt ist Classified's Heimat der Eishockey-verliebte Norden, kurzum gesagt Kanada. Das Land muss nicht nur aufgrund etlicher South-Park-Folgen mit gewissen Vorurteilen kämpfen. Dies bedeutet zugleich Leid und Segen für diese Platte, denn ohne diese Vorurteile wäre wohl kaum der Song "Oh...Canada" entstanden. Auf dem selbstproduzierten Track berichtet Classified wunderbar sarkastisch über die erwähnten Vorurteile und konnte damit zu Recht eine beachtliche Chartposition "im Land der amateurhaften TV-Shows" ergattern. Dass Classified sich wie bereits erwähnt, musikalisch deutlich gesteigert hat, zeigt neben der inoffiziellen Nationalhymne vor allem der Banger "Quit While You're Ahead". Ein herrliches Vocalsample in der Hook hebt den bass- und kicklastigen Beat auf ein sehr respektables Level. Respektabel sind in der Regel auch die zahlreich vertretenen Featuregäste, wirkliche Großmeister verstecken sich aber nicht darunter (Royce da 5'9" einmal ausgenommen).

Classified ist es zu gönnen, dass er nach etlichen Jahren im Untergrund nun scheinbar auf dem Weg des Erfolgs angekommen ist. Eine merkliche qualitative Steigerung und innovatives Storytelling machen die Charterfolge auf jeden Fall verdient. Leider drückt die Albumlänge den sehr guten Gesamteindruck ein wenig nach unten, da sich unter den 22 Tracks auch einiges an Skip-Material verbirgt. Hier wäre weniger durchaus mehr gewesen, auch wenn einem dadurch von der Partyhmne bis hin zur Sozialkritik alles geboten wird. "Self Explanatory" ist schlussendlich ein beachtliches Release und der Beweis, dass der Deal mit Major-Labes nicht zwingend der Abstieg in bedeutungslosen Mainstream-Pop bedeutet.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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