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Zum Ende der Seite springen Fort Minor – The Rising Tied
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Fort Minor – The Rising Tied


Release Date:
18. November 2005

Label:
Wb (Warner)

Tracklist:
01. Introduction
02. Remember The Name (Feat. Styles Of Beyond)
03. Right Now (Feat. Black Thought Of The Roots & Styles Of Beyond)
04. Petrified
05. Feel Like Home (Feat. Styles Of Beyond)
06. Where'd You Go (Feat. Holly Brook & Jonah Matranga)
07. In Stereo
08. Back Home (Feat. Common & Styles Of Beyond)
09. Cigarettes
10. Believe Me (Feat. BoBo & Styles Of Beyond)
11. Get Me Gone
12. High Road (Feat. John Legend)
13. Kenji
14. Red To Black (Feat. Kenna Jonah Matranga & Styles Of Beyond)
15. The Battle (Feat. Celph Titled)
16. Slip Out The Back (Feat. Mr. Hahn)

Review:
Fort Minor bezeichnet ein Rap-Projekt, ins Leben gerufen von Mike Shinoda. Dieser ist vor allem durch die Rockgruppe Linkin Park bekannt geworden. Dort bedient er neben dem Keyboard und der Gitarre auch das Mic. Allerdings nicht im Gesangsstil, wie es für eine Rockband üblich wäre, sondern in Form von Sprechgesang, sprich Rap. Hört sich zunächst nicht allzu vielversprechend an, brachte ihm aber eine rege Aufmerksamkeit, auch von einigen HipHop-Größen, allen voran Jay-Z. Die gute Resonanz und der offensichtliche Spaß an dem Rapelement führten 2004, zunächst zusammen mit seiner Rockband und Jay-Z, zu einer Kollabo-EP namens "Collisions Course". Hierbei handelt es sich um einige bekannte Hits von Jay-Z , die mit den Instrumentals von Linkin Park-Tracks abgemischt wurden und zusätzlich neue Verses, unter anderem auch von Mike Shinoda, enthielten. Ein Jahr später entschließt sich Mike Shinoda solo, sprich ohne seine Band, unter dem Pseudonym Fort Minor, ein reines Rapalbum zu veröffentlichen. Dabei steht Fort Minor nicht unbedingt nur für Mike Shinoda, sondern vielmehr für alle Leute, die an dem Album beteiligt waren.

Generell dürfte der durchschnittliche Rapfan eher skeptisch sein, wenn der Sänger einer Rockband plötzlich meint, er müsse ein Rapalbum machen. Im Falle Shinodas ist derartige Skepsis aber eher unangebracht. Immerhin liegen seine musikalischen Wurzeln im HipHop und nicht im Rock, wie man es wahrscheinlich vermuten würde. Bevor er nämlich Mitglied von Linkin Park wurde, war sein musikalisches Gefilde eher das von Jazz und HipHop. Im Grunde merkt man das seinen Parts auf den Linkin Park-Alben auch stets an, brachten seine gerappten Parts doch immer einen gewissen Touch HipHop mit ins Spiel. Zwar hat Mike Shinoda damals bereits bewiesen, dass er durchaus rappen kann, allerdings stets mit der Untersützung seiner Band und auch nur auf vereinzelten Tracks. Wie sieht es jedoch auf Albumlänge aus, ohne jede musikalische Unterstützung durch seine vertraute Band? Auf jeden Fall nach viel Arbeit, denn Shinoda verzichtet fast auf jeglichen Beistand, zumindest was die Produktion des Albums angeht. Lediglich bei ein paar wenigen Tracks hat er sich ein bisschen unter die Arme greifen lassen, beispielsweise in Form von ein paar Scratches oder einem Gesangschor. Ansonsten zeigt sich Shinoda komplett selbst für die Produktionen seines Albums verantwortlich. Soundtechnisch liefert er dann überwiegend poppig-anmutendes Material ab, dass aber nie zu sehr in Richtung Mainstream-Pop abdriftet. Während im Bezug auf den Sound also kaum fremde Hände mitwirken, sieht es im Rapbereich schon wesentlich anders aus. Lediglich auf sechs der 16 Tracks ist Mike Shinoda alleine zu vernehmen, auf dem Rest (ausgenommen dem Intro) finden sich dann teilweise waschechte Rapgrößen zur lyrischen Perfomance ein. Mit ein Hauptgrund weshalb Shinoda das Album nicht unter seinem eigentlichen Namen veröffentlichen wollte. Neben Common, Black Thought und John Legend finden sich die Jungs von Styles of Beyond auf ganzen sechs Track wieder. Zu guter Letzt hat schließlich auch noch Jay-Z als Executive Producer ein wachsames Auge über das Album. Alles in allem hört sich das Konzept also gar nicht so schlecht an und die erste Skepsis weicht einer gewissen Neugier. Der erste vollständige Track des Albums beginnt dann auch relativ vielversprechend. Zusammen mit Styles of Beyond entsteht die erste Hitsingle "Remember The Name". Der Track kursierte bereits vor Veröffentlichung im Internet und konnte für einige Furore sorgen. Sowohl der anspornende Beat, als auch die technisch versierte Perfomance von Fort Minor und den Feature-Gästen helfen zu einem gelungenen Start. Zudem stellt Fort Minor in der Hook seine Rechenkünste unter Beweis und gibt das Geheimrezept preis, durch den sein Name anderen Leuten in Erinnerung bleibt:

"This is ten percent luck, twenty percent skill,
fifteen percent concentrated power of will,
five percent pleasure, fifty percent pain,
and a hundred percent reason to remember the name!
"

Etwas deeper geht es dann mit dem Track "Right Now" weiter. Storytechnisch gesehen ist der Track nämlich einer der Besten auf dem Album. Neben Dauerfeature Styles of Beyond gibt sich hier auch Black Thought die Ehre. Im Grunde wird davon erzählt, welche unterschiedlichen Probleme verschiedene Personen zur gleichen Zeit durchmachen und sich teilweise gar unwissentlich gegenseitig beeinflussen. Erste Hinweise, dass sich die jahrelangen Klavierstunden von Mike Shinoda durchaus gelohnt haben, sickern hier bereits durch. Felsenfester Beweis diesbezüglich ist dann aber spätestens "Where'd You Go", mitunter der bekannteste Track des Albums und durchaus auch einer der Besten. Mit Hilfe eines bedächtigen Pianospiels und der Unterstützung der Sängerinnen Holly Brook und Jonah Matranga entsteht ein wunderschönes Stück Musik mit dem Topic "I Miss You So". Klingt an sich ziemlich schnulzig, ist es aber in Wirklichkeit nur ansatzweise. Im Gegensatz dazu versucht sich Shinoda dann etwas härter und ausnahmsweise mal alleine mit dem Track "In Stereo". Der einleitende Satz von Jay-Z ("This Beat is hard") bewahrheitet sich auf jeden Fall. Leider gehören Beat und letztendlich auch der Track an sich zu jenem Material, dass man sich nicht gerade oft antun möchte. Sowohl die schrägen Synthies, als auch die nicht gerade antreibende Perfomance von Shinoda resultieren in einem eher unterdurchschnittlichen Track. Insgesamt gesehen gehören die Tracks auf denen Shinoda alleine spittet sowieso zu den Schlechtesten. Glücklicherweise sind die reinen Solo-Tracks aber, wie bereits erwähnt, ziemlich rar gesäht und schmälern den guten Gesamteindruck nicht allzu sehr. Lediglich "Get Me Gone" und das sehr starke "Kenji" fallen diesbezogen aus der Reihe. "Get Me Gone" ist mit knapp zwei Minuten zwar recht kurz geraten, muss deshalb aber noch lange nicht unter den Tisch gekehrt werden. Auf einem soliden Instrumental rappt Shinoda darüber, wie ungern es die Labelbosse eigentlich sahen, dass er seinen Rap in die Songs seiner Band Linkin Park mit einbringen wollte. "Kenji" kann vor allem durch das authentische und persönliche Storytelling seitens Michael Kenji Shinoda, so der vollständige Name von Mike Shinoda, glänzen. Auf dem Track berichtet er eindrucksvoll von den Schwierigkeiten, die sein japanisch-stämmiger Vater während des zweiten Weltkrieges in den USA bekam. Zu dieser Zeit wurden viele Japaner, die in den USA lebten, wegen des Verdachts der Spionage vom FBI verhaftet. Wesentlich fröhlicher geht es hingegen auf "High Road" zu. Neben den selbstbewussten Lyrics und der einwandfreien Hook, gesungen von John Legend, kann auch der Pianobeat zur heiteren Stimmung beitragen. Zu einem der stimmungsvollsten und poppigsten Tracks zählt defintiv auch "Believe Me". Während die eigentlichen Verses von Shinoda und wieder einmal Styles of Beyond für wenig Kritik sorgen dürften, könnte die mit hoher Stimme gesungene Hook durchaus zu einem gewissen Zwiespalt auf Seiten der Zuhörer führen. Ich persönlich kann mich durchaus mit der Hook anfreunden, objektiv gesehen aber auch verstehen, wenn hier einige Leute angewidert abwinken. Etwas konformer hält es Shinoda da schon mit "Back Home", zwar keine wirkliche Hit-Granate, wie diverse andere Tracks auf dem Album, aber durchaus hörenswert. Common liefert hier einen grundsoliden Part ab und auch Styles of Beyond haben wieder ein Wörtchen mitzureden. Zudem zählt der Track lyrisch gesehen, wieder zu einem der Songs auf dem Album, mit dem sich im Prinzip jeder Zuhörer identifizieren kann. Jeder hat schließlich das ein oder andere mal Heimweh und nicht umsonst gibt es die These "Zuhause ist es doch am Schönsten". Allgemein ist die Tatsache, dass man bei vielen Lyrics, auch als Normalsterblicher, irgendwo mitfühlen kann, eine Stärke des Albums. Denn während sich viele Rapper eher mit den Problemen eines Superstars oder Vollzeitgangsters beschäftigen, spricht Shinoda in seinen Texten viele Themen an, mit denen sich auch der gewöhnliche Durchschnittstyp identifizieren kann. Böse Zungen mögen behaupten, dass das neben den recht Pop-lastigen Beats nur ein Mittel ist um eine möglichst breite Masse zu erreichen, was allerdings nicht unbedingt etwas am Endergebnis ändert. Den Namen Fort Minor wird man so oder so am Ende des Albums im Gedächntis behalten, da bin ich mir sicher.

Letzten Endes scheint es, dass Shinoda alleine aus Freude zur Musik und vor allem zum HipHop, sich entschieden hat dieses durchaus gelungene Projekt ins Leben zu rufen. Er schafft es einen schmalen Grat zwischen Pop und Rap zu meistern, auch wenn er stellenweise eine Spur zu viel in Richtung Pop abdriftet. Das ändert letzten Endes aber nichts daran, dass es sich bei den meisten Tracks um gute Musik handelt, an denen man auch längere Zeit seine Freude haben kann. Shinoda ist zwar sicherlich kein zweiter Rakim, aber er liefert soliden Flow und größten Teils durchdachte Lyrics. Mehr als man von manch anderem "vollwertigem" Rapkollegen behaupten kann. Wer dem Mann von Linkin Park also eine Chance gibt, wird sehr wahrscheinlich die ein oder andere Perle für sich entdecken können.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (5 Bewertungen / 3.3 Ø)


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Ja wie geil, hatte das Album fast wieder vergessen. Richtig solides Ding. Die Tracks "Believe me" und "Remember the Name" hab ich damals richtig gefeiert. Die anderen Tracks zünden dann nicht so. Von daher ist 3 von 5 mehr als gerechtfertigt.

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"Where'd You Go" ging mir immer tierisch auf den Sack, an die restlichen Songs kann ich mich bis auf "Belive Me" (was mehr oder weniger okay war) gar nicht erinnern - das sagt alles!

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Ich liebe das Teil smile sehr sehr sehr innovative Beats und stark im Mixing, und ... naja das und ich steh auf Mike Shinodas Style xD Von mir gibts 3,5! smile

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