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Zum Ende der Seite springen The Niceguys – The Show
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The Niceguys – The Show


Release Date:
28. September 2010

Label:
265Pro / The Pi Group

Tracklist:
01. The Show (Feat. Lee Lonn Walker)
02. Toast
03. The Good Shepherd
04. Things Ain't The Same (Feat. Nick Grier, Steve Bigham, James Kelley)
05. Die Later
06. It's Like That
07. Somebody (Feat. Lee Lonn Walker)
08. Members Only
09. Mr. Perfect
10. On This Road (Feat. Steve Bigham)
11. Contraverses
12. Cave (Feat. Nick Grier)
13. Victory Lap
14. Curtains (Feat. Jack Freeman)

Review:
Die Musikindustrie befindet sich bekanntermaßen seit einigen Jahren in der Krise. Besonders betroffen, beziehungsweise hauptsächlich, ist die Tonträgerindustrie unter dem andauernden Konjunkturtief. Trotz dessen oder gerade deswegen finden sich immer öfter offizielle Free-Tracks, EP's oder gar Alben im Netz. Vor allem als Newcomer ist diese Art der Veröffentlichung durchaus interessant, ist die Chance ein größeres Publikum zu erreichen ungleich höher, als der Verkauf eines Debütalbums. Im Falle von The Niceguys und deren Debütalbum "The Show" fährt man gewissermaßen zweigleisig, während man das Album im Internet umsonst herunterladen kann, gibt es zusätzlich eine kostenpflichtige Version im iTunes-Store.

Bevor wir zur grundlegenden Frage nach der allgemeinen Qualität des vollwertigen Erstlings der "netten Jungs" kommen, sollten wir vielleicht ein paar Worte über die Gruppe verlieren. Die Band besteht aus dem MC Yves, dem DJ Candlestick und den beiden Produzenten Christolph und Free. Schaut man sich diese Konstellation einmal an, dann kommt man nicht um die Vermutung herum, dass bei den Jungs ein recht großer Fokus auf die Musik, sprich die Produktion gelegt wird. Und ohne die Arbeit von Yves zu sehr unter den Tisch kehren zu wollen, diese Annahme ist in gewisser Weise ziemlich zutreffend. Hört man sich nämlich einmal das Album an, dann fällt auf, dass die Produktionen für eine Newcomer-Band auf einem Indie-Label ziemlich radiotauglich erscheinen. Das meine ich ausnahmsweise einmal nicht abwertend, vielmehr ist diese Tatsache ziemlich positiv zu bewerten, da es auf den meisten Tracks geschafft wird, einen Mainstream-tauglichen Sound mit einem gewissen Underground-Touch und der damit assoziierten Realness zu verbinden. Viele werden jetzt an Kanye West denken und ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, dieser Vergleich ist gar nicht so verkehrt. Die Qualität eines Herrn West wird zwar noch nicht wirklich erreicht, aber die Atmosphäre die Kanye mit seinen poppigen aber raptauglichen Instrumentals versprüht, kann auch hier schon ansatzweise gespürt werden. Es sind Tracks wie das Feature-lastige "Things Ain't The Same", die den schmalen Grat zwischen Mainstream-Pop und respektablem HipHop sehr gekonnt meistern. Das wunderschöne Gitarrensample, gepaart mit den Rap-Parts von Yves, der sich flowtechnisch sehr ordentlich präsentiert, machen aus dem Song einen echten Hit-Kandidaten. Die gesungene Lofi-Hook wertet den Track zusätzlich auf und lässt eine gekonnte Sehnsuchts-Atmosphäre aufkommen. Generell kann man sowieso sagen, dass die Tracks mit den hörenswerten Hooks zum Besten gehören, was das Album zu bieten hat. Dazu zählen neben dem bereits genannten Track, auch die beiden Songs "Cave" und "On This Road". Leider wird es auf einigen anderen Tracks verpasst, an diese hohe Qualität anzuschließen, was dann beispielsweise bei "It's Like That" zu einem deutlichen Absturz führt. Während das Instrumental, wie im Prinzip auf so ziemlich jedem Track, sehr hochwertig und fast schon live eingespielt wirkt, versprüht die scheinbar lässig-anmutend geplante Hook eher eine gewisse Motivationslosigkeit, die auf den Hörer überzuspringen scheint. In dieser Hinsicht ist auch der einleitende Track "The Show" ziemlich missglückt, da der Versuch, die Hörer kräftig einzustimmen und das gedachte Publikum anzuheizen in keinster Weise gelingt. Glücklicherweise gibt es nicht allzu viele, beziehungsweise zu krasse Ausfälle dieser Art, so dass man sich in der Regel auf sicherem Terrain bewegt. Mit "Mr. Perfect" hat man sich leider eine relativ ungünstige Single-Auskopplung ausgesucht, da der rockige Aspekt des Tracks so garnicht passen will und auch nicht wirklich zündet. Man merkt bei solchen Tracks, dass The Niceguys ein vielschichtiges Soundkonzept auffahren wollen, dass aber nunmal nicht immer mit Bravour gelingt. Man hätte sich meines Erachtens mehr an die jazzig anmutenden Instrumentals, wie auf "Victory Lap" halten sollen, da diese einfach am Besten aufgehen. Der häufige Einsatz von Samples ist in der Regel sehr gekonnt gewählt und hebt die Tracks meist auf einen hohen Produktionsstandard. Auf "Contraverses" zeigen die Jungs zum Beisipiel, wie man mit einem Sample einen gekonnten Übergang erschafft. Das Einsetzen des besagten Samples aus Ghostface' "Saturday Night" bildet zugleich einen nahezu perfekten Ausklang des Songs. Perfekt ist die Perfomance vom einzig vertretenen Emcee auf dem Album Yves leider nur sehr selten, besonders was die Texte angeht. Dieser gibt sich nie sonderlich innovativ oder gar tiefgründig, aber zumindest sind seine Texte nicht vollkommen ohne Sinn oder Belang. Auf "The Good Shepard" kann er diesbezüglich noch am ehesten auftrumpfen, das Instrumental ist hier hingegen ungewöhnlich einfach gehalten und verschwindet dadurch recht schnell aus dem Gedächtnis. Gegen Ende stehlen einige Standouts den anderen Tracks zwar die sprichwörtliche Show, weshalb man sich beim Hören wahrscheinlich auch auf die Standouts fokussieren wird, aber auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß der Musik der Newcomer zuzuhören. Dies dürfte die Freunde des straighten Underground-Rap genauso miteinschließen, wie die Liebhaber des Pop-Genres.

Sicher gibt es hier und dort einige Verbesserungsmöglichkeiten, aber vor allem produktionstechnisch fährt man schon einmal einen guten Weg. Das Album ist deutlich darauf ausgelegt Spaß zu verbreiten, was auch gut gelingt. Depressive Stimmung verbreitet sich beim Hören des Albums in keinster Weise, weshalb der Albumname "The Show" in gewisser Weise ziemlich treffend formuliert wurde, denn bei einer Show geht es in erster Linie um den Unterhaltungsfaktor und den können die Niceguys ziemlich hochhalten. Insgesamt reicht es dann zwar noch nicht für die Oberklasse, aber aller Anfang ist bekanntlich schwer und die Erwartungen an eine Newcomer-Band haben die Jungs aus Houston mehr als erfüllt.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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