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Zum Ende der Seite springen Chaundon - No Excuses
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Chaundon - No Excuses


Release Date:
26. Oktober 2010

Label:
Hall Of Justus Records

Tracklist:
01. Watch Out
02. Wake Up
03. Role Player
04. No Excuses (Feat. Carlitta Durand)
05. Strangers
06. Motion Picture (Feat. Erica Thompson)
07. Nice Girl (Feat. Bishop)
08. The Blacker The Berry (Feat. Erica Thompson)
09. Looking Glass (Feat. Big Dho)
10. Crazy
11. Open Your Eyes (Feat. Carlitta Durand)
12. Yall Don't Want It (Feat. Carlitta Durand)
13. Home Sick (Feat. Darien Brockington)
14. Farewell?? (Feat. Darien Brockington)

Review:
Wir erinnern uns gut zweieinhalb Jahre zurück: Die Justus League, zwar schon nicht mehr auf ihrem Höhepunkt, spielte noch einen wesentlich wichtigeren Faktor als heute und ein gewisser Newcomer namens Chaundon schickte sich an, nach einigen Mixtapes und Feature-Auftritten seinen Namen über die Insider-Szene hinauszukatapultieren - was ihm mit einem keinesfalls überragenden Album nicht gelang. Erwähnenswertes ist seitdem nicht passiert, Chaundon's Sophomore hat es aber in jedem Fall alles andere als leichter mit dem ausgemachten Ziel, den mittelmäßigen Ruf wettzumachen und aus den (böse gesagt) dahinsiechenden Kreisen der HoJ auszubrechen.

"No Excuses" - nachdem das eigene Debüt wohl selbst als fehlerbehaftet anerkannt wurde, will Chaundon gelernt haben und es besser machen. Ausreden gibt es diesmal tatsächlich keine, und gerade deshalb ist es unerklärlich und vor allem unverzeihlich, was für eine lauwarme Brühe Chaundon einem hier andrehen will. Man könnte ja eigentlich annehmen, das HoJ-Pack hätte inzwischen verstanden, dass der momentan eingeschlagene Weg in eine Sackgasse führt, deren qualitativ tief abfallendes Ende nur noch nicht absehbar ist. Doch es wird einem ein glorreicher Gegenbeweis vorgeführt - es wird weiter mit dem Kopf gegen die Wand gerannt, es wird weiter der gleiche, stinklangweilige Shit verzapft, für den es schon vor Jahren herbe Kritik gehagelt hat. Neben Chaundon sind die Mitschuldigen die vollkommen blass bleibenden Gäste, Illmind sowie ein gewisser D.K. The Punisher, der elf Tracks produziert und dabei offenbar zeigen will, dass man (Ex-)Rudelchef 9th Wonder doch vermissen kann. Bei dem, was der Punisher auf "No Excuses" fabriziert, denkt man beinahe selig an den Titeltrack von "Carnage" und 9th's bewährte Drumlines zurück. Doch diese Maßarbeit ist 2010 weit weg - blecherne Drums, ein bisschen Synthie-Kotze und insgesamt großteils verweichlichte Tracks, die nicht einmal ein Zielpublikum zu haben scheinen. Zu allem Überfluss ist Chaundon natürlich alles andere als ein Über-Emcee, vielmehr ist er stimmlich mäßig ausgestattetes Mittelmaß mit einem auf Dauer potentiell nervigen Flow, der darüber hinaus die üblichen Themen fleddert. Der Anfang gelingt dabei sogar noch ganz gut und bemüht genau den Sound, der Chaundon in ein besseres Licht rückt. Aber nachdem sich die Nackenmuskeln in "Watch Out" schon warmgenickt haben, gibt Illmind mit seinem zweiten Beitrag die traurige Marschrichtung der restlichen LP vor: "Wake Up" hätte kaum ein einfallsloserer "Aufwecksong" sein können. Doch das mag ganz gut so sein, vielleicht bekommt man als Hörer dann nicht mit, wie sich "Role Player" durch seine vier Minuten quietscht und wie im sich anschließenden Großteil des Albums praktisch nichts passiert. Wer bei Phrasen wie "My life is a Motion Picture" noch hinhört, ist selbst schuld, die Ausführungen über "Crazy" und "Nice Girl" sind ebenfalls alles andere als begeisternd. Das wahrhaft Schlimme an dem Album ist jedoch, dass Chaundon keine guten Beats zur Seite hat, die unspektakuläre Lyrics und Ähnliches kaschieren hätten können. D.K.'s beste und ausnahmsweise recht gelungene Arbeit findet sich in "The Blacker The Berry", das einen weiteren Ausflug in die Damenwelt unternimmt. Der einzige echte Lichtblick ist M-Phazes zu verdanken, der mit "Y'All Don't Want It" ein Brett hinknallt, das fast schon zu gut für Chaundon ist.

"No Excuses" sollte Chaundon's kräftig geführter Zweitschlag sein, mit dem er all jene, die nach dem ersten Album noch schwer verhaltene Anteilnahme zeigten, zu überzeugen gedachte. Weiter hätte er kaum vom Ziel abdriften können, denn hiergegen sieht sein Debüt noch richtig schmackhaft aus. Chaundon selbst hat sich dabei wenig verändert (eventuell hat sich die Zahl der Battle-Raps etwas reduziert), der große Fehler war die Verpflichtung von D.K. The Punisher, dessen Effizienzgrad hinsichtlich guter Beats unverzeihlich gering ist. Chaundon sagt es mit dem Titel selbst: Entschuldigungen gibt es keine mehr, und spätestens mit seinem Zweitling scheint klar, dass dieser Herr auf absehbare Zeit nicht mehr sein wird als einer aus der grauen Masse.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 3.5 Ø)


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review mal was Gutes - dafür dass du dir die Zeit für solche Scheisse nimmst solltest einen Orden kriegen.

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Mehr als 2-2,5 hätte ich auch nicht gegeben. Das letzte Album war schon ne herbe Entäuschung.

"und aus den (böse gesagt) dahinsiechenden Kreisen der HoJ auszubrechen" triffts sehr gut... Schade irgendwie.
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