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Zum Ende der Seite springen Redman - Reggie
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Redman - Reggie


Release Date:
07. Dezember 2010

Label:
Def Jam

Tracklist:
01. Reggie (Intro)
02. That’s Where I B (Feat. DJ Kool)
03. Def Jammable
04. Full Nelson (Feat. Ready Roc, Runt Dawg & Saukrates)
05. Lift It Up
06. All I Do (Feat. Faith Evans)
07. Lemme Get 2 (Feat. Saukrates)
08. Mic, Lights, Camera, Action
09. Cheerz (Feat. Ready Roc & Melanie Rutherford)
10. Rockin' Wit Da Best (Feat. Kool Moe Dee)
11. Lite 1 Witcha Boi (Feat. Method Man & Bun B)
12. When The Lites Go Off (Feat. Poo Bear)
13. Tiger Style Crane

Review:
Redman heißt mit bürgerlichem Namen Reginald Noble, dabei war der Name immer auch so etwas wie ein Alter Ego. So tauchte Reggie Noble bereits in diversen Songtexten des Rappers auf, lange bevor Madlib's Alter Ego Quasimoto das Licht der Welt erblickte. Auch in verschiedenen Videos und auf CD-Covers gab es die comicartige Gestalt von Reggie Noble zu entdecken. Mit "Reggie" bekommt das zweite Gesicht von Redman nun sogar ein eigenes Album. Grund dafür ist vor allem das angekündigte kommerziellere und poppigere Soundkonzept des aktuellen Albums, welches während der Arbeiten an "Blackout 2" entstand und ursprünglich als Mixtape mit dem Namen Reggie "9 1/2" geplant war.

Um es vorweg zu nehmen, das neuste Album von Redman dürfte für alle Fans ein Schlag ins Gesicht sein. Am Besten kann man das Album wahrscheinlich noch aufnehmen oder besser gesagt verkraften, wenn man sich immer wieder vor Augen hält, dass hier eigentlich Reggie und nicht Redman am Werk war. Macht im Grunde keinen Unterschied, da keine Stimmverzerrer zum Einsatz kommen und Redman wie man ihn kennt auf dem ganzen Album präsent ist. Zu Anfang merkt man auch noch nichts von den angekündigten Veränderungen, ist das "Reggie Intro" doch eigentlich, mal abgesehen vom fragwürdigen Schluss, Redman-Material wie man es kennt und liebt: straighter, kompromissloser Rap mit einer Würze deftigem Humor. Aber das war es dann auch erstmal mit den guten Hoffnungen. Für den ersten Track "Thats Where I Be" hat sich Redman Schreihals DJ Kool an die Seite geholt, der mit einem nervigen, hochgepitschten Synthie-Sample das komplette Stück zerstört. Vor allem über Kopfhörer sind die Sirenen-artigen Samples kaum zu ertragen. Auch das halbwegs solide "Def Jammable" hat mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Doch es soll alles noch viel schlimmer kommen: Nicht nur dass es Redman in den künftigen Tracks größtenteils am typischen Humor, bzw. ansprechendem Wortwitz mangelt, auch die poppige Seite des Albums und der Mixtape-Charakter brechen fast überall durch. So gibt es diesmal beispielsweise keinen traditionellen Sooperman-Luva-Track, dahinzu kommt, dass das beherrschende Soundkonzept so garnicht zu Redman passen. Sicher, Redman hatte immer ein paar Pop-lastigere Tracks, vor allem in den letzten Jahren, auf seinen Alben dabei, aber keiner überschritt auch nur annähernd so krass die Grenze wie das völlig katastrophale "Full Nelson". Spätestens wenn die primitive AutoTune-Hook einsetzt, fragt sich der allgemeine Redman-Fan, ob er gerade im falschen Film ist. Nachdem damit die anspruchslose Club-Landschaft befriedigt wurde, gibt es mit "Lift It Up" dann noch ein bisschen Nahrung für Dirty-South-Liebhaber, auf dem schnelle Hi-Hats Redman's wackeliges Grundgerüst bilden, für dessen unterdurchschnittliche Leistung am Mic. Nach soviel Club-Atmsophäre braucht es natürlich etwas ruhigeres um die stereotypen Zuhörer wieder ein wenig runterzubringen. Dazu dient dann zum einen die Liebeserklärung an die Musik "All I Do" mit einem mittelmäßgiem Faith-Evans-Feature, sowie "Lemme Get 2", mit einem nicht viel ansprechenderen Saukrates-Gesang in der Hook. Die beiden Tracks sind zumindest noch in gewisser Weise annehmbar, wirken die Instrumentals doch nicht übertrieben poppig. Obwohl die Hook auf "Mic, Lights, Camera, Action" ziemlich stupide und nervig ist, schafft es Redman dann ausnahmsweise zu zeigen was in ihm steckt und überzeugt mit lyrischer Rafinesse und "dreckigem" Rapstil. Lediglich "Tiger Style Crane" übertrifft alles andere und führt einem schmerzlich vor Augen, welche Qualität man mühhelos hätte erreichen können. Stattdessen werden mittelmäßige Kiffer-Hymnen wie "Lite 1 Witcha Boi" mit Method Man und Bun B oder unspektakuläre Battle-Tracks wie "Rockin Wit Da Best", produziert von Oldschool-Legene Kool Moe Dee, auf das Album gepackt. Bei soviel Mittelmäßigkeit und verschenktem Potential bleibt nur verständnisloses Kopfschütteln und das Hoffen, dass es Redman mit "Cheerz" ehrlich meint und HipHop immer noch zu würdigen weiß. Denn so bleibt einem am Schluss zumindest die Hoffnung auf ein wesentlich besseres und Redman-typischeres "Muddy Waters 2".

Redman hätte wesentlich besser daran getan sein Vorhaben "Reggie" als Mixtape zu veröffentlichen, auch in die Tat umzusetzen. In diesem Fall wäre die bescheidene Qualität der meisten Tracks und des Albums an sich wahrscheinlich kaum jemanden aufgefallen, beziehungsweise man hätte diesem Umstand nicht so viel Beachtung beigemessen. Als Album ist "Reggie" aber nicht so einfach unter den Tisch zu kehren und auch der beabsichtigte kommerziellere Sounds kann man kaum als Entschuldigung für die dargebotene Qualität herhalten. Das Beste ist wohl wenn man diesem Ausfall nicht allzu viel Beachtung schenkt und es unter dem Aspekt "It's a Jersey thing" abhakt. Anders lässt sich dieser Durchhänger wohl kaum erklären.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (4 Bewertungen / 1.13 Ø)


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Oh Mann und ich dachte nach "Def Jammable", das mir gut gefällt, da kommt mal wieder was dickes vom roten Mann aber nach der Review werd ich das wohl angesichts der Flut noch zu hörender Alben auslassen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jate B: 12.12.2010 16:38.


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Der Review lässt sich zu 100% zustimmen, bei mir wären es aber wohl nur 1,5 Kronen, größte Enttäuschung des Jahres bestätigen

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Trae: 31.12.2010 15:44.

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