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Zum Ende der Seite springen S.A.S - Galaxy Fly
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S.A.S - Galaxy Fly


Release Date:
01. November 2010

Label:
Social Klub

Tracklist:
01. Galaxy Fly Intro
02. Pardon Me
03. Flight Work (Feat. Mistah Fab & Chiddy Bang)
04. Come On
05. Shout
06. Still Wish (Feat. Joey Evans)
07. Complete
08. Selfish (Feat. Cortez Ellis)
09. Inferno (Feat. Stush & Dot Star)
10. Foreign Exchange (Feat. Cam'Ron)
11. Around The World (Feat. Baby Blue & Ruby)
12. 2Night (Feat. Sky Lynn)
13. Hustle (Feat. M.I)
14. The Connect (Feat. Vado)
15. On Dem Roads Pt. 2 (Feat. Noreaga & Imam Thug)
16. Ring Of Fire (Feat. Eurogang & Mensah Of The Thirst)
17. So Far
18. Galaxy Fly Outro (Feat. Sabrina Athena)

Review:
Der Name S.A.S ist keineswegs eine Hommage an das NBA-Team San Antonio Spurs, sondern steht vielmehr für den Schlachtruf "Streets All Salute", des im Zuge des Dipset-Movements bekannt gewordenen Londoner Rapduos, um die Brüder Mega und Mayhem. Die Jungs von S.A.S wagten schon recht früh den Sprung über den großen Teich in die Geburtsstätte des HipHop und schafften es dort, US-Größen wie Cam'ron oder Juelz Santana auf sich aufmerksam zu machen. Die Zusammenarbeit mit den Diplomats verschaffte den Brüdern aus dem Londoner Norden erstmals auch ein internationales Gesicht, wobei sie für Europas Rap-Landschaft lange Zeit nur als ein mehr oder weniger relevanter Dipset-Abklatsch galten. Doch Mega und Mayhem schafften es, sich über die Grenzen des Vereinigten Königreichs hinaus mit ihren Rap-Skills zu etablieren. Nach dem Zerfall der Diplomats mussten die Londoner notgedrungen wieder einen eigenen Weg einschlagen, der sie wieder zurück zu ihren Wurzeln, nach Europa, und ins United Kingdom, führen soll. Nach diversen Mixtapes und Kollaborationen, unter anderem mit Kool Savas auf dessen "Futurama"-Remix, veröffentlichten Mega und Mayhem in diesem Oktober nun ihr langerwartetes Debütalbum "Galaxy Fly".

Zum Start des Fluges durch die Galaxie begrüßen die Rap-Piloten Mega und Mayhem den Hörer auf dem futuristisch klingenden "Galaxy Fly Intro", in dem man von den beiden Protagonisten eine Autotune-verzerrte Kurzerzählung geboten bekommt, die allerdings soundtechnisch mit Rap im allgemeinen Sinne nicht mehr viel zu tun hat. Mit dem folgenden Song, auf dem Mega und Mayhem mit gewohnt lockerem Flow über ein sehr souliges Instrumental inklusive Curtis Mayfield-Sample rappen, befinden sich die Londoner noch auf der Startbahn, bevor sie mit dem folgenden "Flight Work" endlich durchstarten. Von S.A.S und ihrem amerikanischen Co-Piloten Chiddy Bang bekommt man nun eine große Portion Wortwitz und Punchlines geboten, während sich gleichzeitig der britische Akzent des Londoner Duos mit dem amerikanischen und synthielastigen Beat von Produzent Caeser vermischt. Nach einem recht müden und eintönigen Song erwartet den Hörer das gelungene und energiegeladene "Shout", bei dem sich Beatbastler Funny Tummy vom Original der Gruppe Tears For Fears inspirieren ließ und Rock-Einflüsse miteinbaute. Inhaltlich ist das Ganze zwar noch nicht der ganz große Wurf, doch zumindest raptechnisch weiß das Brüderpaar, wie gewohnt, mit starkem Flow und witzigen Punchlines zu überzeugen. Die nächste hörenswerte Nummer ist das ruhige "Complete", bei dem Hausproduzent Benno auf den momentanen Elektro-Zug mitaufgesprungen ist und einen verträumten Soundteppich geschaffen hat. Diesen veredeln Mega und Mayhem und eine namentlich nicht aufgeführte Gast-Sängerin mit nachdenklichen Lyrics und den ein oder anderen starken Wortspielen, wie zum Beispiel: "I'm into you, so I listen when you speak like an interview, we can rent a penthouse if you're into views, interlude in the nude". Das alles führt dazu, dass die Nummer trotz des soundtechnisch ungewohnten Club-Gewands zu einer der stärksten Singles der Platte mutiert. Nach einer recht mittelmäßigen R'n'B-Nummer an der Seite von Cortis Ellis, in der die Protagonisten von einer unbekannten Schönheit magisch angezogen werden und über ihre (egoistischen) Gefühle philosophieren, folgt der erste richtige musikalische Totalausfall - "Inferno". Ein grausamer und nerviger Beat, auf dem es weder Mega und Mayhem noch ihre desaströs auftretenden Gäste Stush und Don Star schaffen im Takt zu bleiben, führt schon fast zu Kopfschmerzen. Dazu mischen sich noch Autotune-verzerrte Parts, sowie eine Dancehall-ähnliche Hook, die endgültig das Verlangen nach einem Glas Wasser und einer Aspirin-Tablette auslösen. Zum Glück steuern Mega und Mayhem nach diesem musikalischen Irrflug wieder auf ein Highlight der Platte an: "Foreign Exchange". Hausproduzent Benno hat diesmal ein galaktisches, synthielastiges Beat-Geschoss geschaffen, das alles in Schutt und Asche zu zerlegen vermag. Von den beiden Londonern Eurogang-Gründern und ihrem Harlemer Förderer Cam'ron bekommt das Ganze inhaltlich noch einen internationalen Anstrich, indem alle gekonnt und lässig über ihren internationalen Erfolg und ihre globalen Beziehungen philosophieren. Dachte man grade noch, das S.A.S-Raumschiff habe eben noch die Kurve bekommen, so stürzt einen das folgende "Around The World" erneut in einen muskalischen Sinkflug. Ein elektronischer Beat, den man eher einem nervigen Videospiel als einem Rap-Album zuordnen würde und sinnloses, erneut stark verzerrtes Gestammel von Gast Baby Blue machen diesen Ausflug um die Welt für den Hörer wirklich unerträglich. Der nächste erwähnenswerte Track ist leider erst das ruhige "Connect" an der Seite von Cam'ron's Zögling Vado. Der ruhige Soundteppich und ein gelungenes, hochgepitchtes Vocal-Samples (Salif Keita - Tomorrow) schaffen eine Grundlage, auf der beide Emcees mit vielen Punchlines und lässigem Flow vom alltäglichen Hustle und zwielichtigen Geschäften berichten:

"He like consign me, there ain't nuffin that can't be moved,
I want the life, the fast women, the cars and jewels,
The yards with pools, the floors marble too,
Bell his phone, make him an offer he can't refuse
"

Langjährige Fans dürfte allerdings vielmehr der folgende, zweite "On Dem Roads"-Teil gefallen, der mit energiegeladenen Beiträgen der Londoner und ihrem hochkarätigen Gast, CNN-Mitglied Noreaga, zu überzeugen weiß. Endlich bekommt man sound- und raptechnisch wieder das geboten, was man sich vom Debütalbum der Engländer so sehr erhofft hatte. Am Albumende treten nun auch erstmal die Eurogang-Freunde der beiden Londoner auf dem rockigen, aber beattechnisch erneut dürftigen "Ring Of Fire" auf. Danach folgt noch eine ruhige und durchschnittliche Nummer, bis Sabrina Athena das Album mit einem poetischen und nachdenklichen Spoken Word und dem Motto "Streets All Salute" ausklingen lässt. Lyrisch und inhaltlich bewegt sie sich dabei auf deutlich höherem Niveau als viele der anderen Album-Gäste.

Der erste Ausflug von Mega und Mayhem in die Rap-Galaxie auf Albumlänge ist für den Hörer ein ziemlicher Irrflug geworden, auf dem man nicht nur komischen und misslungenen Elektro- und Autotune-Einflüssen begegnet, sondern auch auf inhaltlicher Ebene mit dem ein oder anderen schwarzen Loch ("Around The World") konfrontiert wird. Dass das Ganze nicht in einer schmerzhaften Bruchlandung endet, liegt zum einen an den wenigen, aber dafür umso stärkeren Highlights wie dem alles zerstörenden "Foreign Exchange" oder dem zweiten "On Dem Roads"-Teil an der Seite des überzeugenden Noreaga. Zum anderen kann man den beiden Engländern nicht abstreiten, dass sie trotzdem ein gewisses Potential besitzen, welches immer wieder in starken Punchlines und intelligenten Wortspielen aufblitzt. Doch diesem fehlt allerdings deutlich bemerkbar die passende soundtechnische Untermalung. Das Album hat leider viel zu viele soundtechnische und textliche Schwankungen, sodass man den beiden Brüdern nicht wie schon fast vermutet die Rap-Krone des Vereinigten Königreichs aufsetzen kann.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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Sonny

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Allein das Cover ist schon so schwul, da kann ja eigentlich nix gutes bei rauskommen laugh

Klingt irgendwie so, als wollte man einfach ohne große eigenen Ideen dem Elektro-Trend hinterherlaufen. Album von der Stange halt. Denk das ist definitiv kein Album für mich.

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Zitat:
Original von Oldman
Allein das Cover...

...erinnert mich unheimlich an die Jetsons.
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Momentaner Lieblingssong: IDE feat. Alucard - Never (Prod. by DJ Connect)

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