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Joell Ortiz - Free Agent


Release Date:
22. Februar 2011

Label:
E1 Entertainment

Tracklist:
01. Intro
02. Put Some Money On It (Feat. The L.O.X.)
03. Killed For Less (Intro)
04. One Shot (Killed For Less) (Feat. Fat Joe)
05. Sing Like Bilal
06. Finish What You Start (Feat. Royce Da 5'9")
07. Battle Cry (Feat. Just Blaze)
08. Nursery Rhyme
09. Phone (Skit)
10. Call Me (She Said) (Feat. Novel)
11. So Hard (Feat. Anna Yvette)
12. Oh! (feat. Iffy)
13. Checkin For You (Skit)
14. Checkin For You
15. Good Man Is Gone
16. Cocaine

Review:
Manchmal ist der Prozess einer Album-Veröffentlichung mit weitaus mehr Komplikationen und Ungereimtheiten verbunden als einem Lieb ist. Joell Ortiz' neustes Album steht dabei fast schon stellvertretend für die bis dato chaotische Karriere des Rappers. Besonders der unproduktive Deal mit Aftertmath Records spiegelt Joell's Erfolg und gleichzeitige Pechsträhne im Business wieder. Vordergründig durch diese Erfahrungen entstand dann auch der Titel seines zweiten Albums "Free Agent", da Joell nach der Fertigstellung zunächst erst einmal ohne Label dastand. Nachdem geplant war die CD erst im kommenden März zu veröffentlichen, missverstand Amazon dieses Vorhaben jedoch ein wenig und bot "Free Agent" bereits im November 2010 zum Verkauf an. Aufgrund dieses logistischen Fehlers können sich nun einige glückliche Fans volle drei Monate früher ein eigenes Bild von der Qualität des zweiten Studioalbums des Slaughterhouse-MC's machen.

Joell hat im Gegensatz zu vielen anderen Rappern keinen allzu langen Weg hinter sich. Er bekam relativ schnell einen Deal angeboten und wurde ebenso schnell wieder fallen gelassen. Als "Free Agent" versucht er sich nun zunächst einmal auf eigene Faust durchzuschlagen, unabhängig von irgendwelchen Labelbossen, die ihm mehr im Weg als unterstützend zur Seite stehen. Den Frust, den Ortiz während seiner Deals mit den Labels So Def und Aftermath erleben musste, spittet er sich auch gleich zu Beginn auf dem "Intro" von der Seele. Dabei zeigt er sich jedoch optimistischer und stärker als je zuvor, schlechte Erfahrungen scheinen eben immer auch etwas Gutes mit sich zu bringen. Mit "Put Some Money On It" gibt es dann auch direkt relativ starken Streetrap zu hören. Auf jeden Fall passen die Feature-Gäste, in Form von The L.O.X., auf diesen Track so gut wie schon lange nicht mehr auf irgendeinen anderen Song. Irgendwie hat man nämlich das Gefühl, dass man hier einen L.O.X.-Track vor sich hat, wie ihn die Gruppe aus eigener Kraft seit Jahren nicht produziert hat. Joell selbst merkt man die Verbundenheit zu den Straßen New Yorks deutlich an. Das gesamte Album versprüht eine gewisse Realness und ein Gefühl von ehrlichem Rap von der Straße, wodurch man sich fast mittendrin fühlt. Leider geht Joell teilweise nicht weit genug und schafft es nicht über mittelmäßigen Gangsterrap von der Stange hinaus. "Finish What You Start" mit einem enttäuschenden Royce-Feature ist beispielsweise solch ein Track. Hinzu kommt ein völlig uninteressantes und austauschbares Beatgerüst aus langweiligen Keyboard-Sounds. Auch der schon mehrmals von DJ Premier verwendete Beat auf "Sing Like Bilal", reißt einen nicht gerade vom Hocker. Zumindest schafft es Joell hier aber mit einem ansehlichen Flow und einigen netten Punchlines den Track interessant zu gestalten. Mit "Battle Cry" gelingt es Joell und Just Blaze dann endlich, den Hörer wirklich zum Staunen zu bringen und das erste unanfechtbare Highlight des Albums zu servieren. Durch die stimmungsgeladene Produktion von Audible Doctor und den Wortwitz von Joell entsteht eine perfekte Harmonie und die fünf Minuten vergehen wie im Schlaf. Zum Einschlafen neigt die bessere zweite Hälfte des Albums aber keinesfalls. Zwar kommt kein Titel wirklich an die Qualität des genannten Ausnahmetracks ran, aber "Nursery Rhyme" ist zum Beispiel sehr amüsant und unterhaltend. Streng nach dem Titel gibt es zu jeder Hook einen Vers bekannter Kinderreime, welche im krassen Gegensatz zu den rauen Lyrics von Joell stehen. Etwas sanfter geht es dann auf "Call Me" zur Sache, auf dem Joell die Story einer verflossenen Liebe reflektiert, ohne dabei in irgendeiner Weise schnulzig zu wirken. Eine Frau ist auf jeden Fall auch für die Qualität von "So Hard" mitverantwortlich. Die Rede ist von Anna Yvette, die eine gesungene Hook zum Song beisteuert und dabei eine wesentlich bessere Figur als Iffy, mit ihrer missratenen Hook von "Oh!", macht. Auch das Instrumental ist ein wenig enttäuschend, besonders wenn man sich bewusst macht, dass kein Geringerer als Large Professor dafür verantwortlich war - mehr als Durchschnittskost wird hier nicht geboten. Gegen Ende gewinnt das Album aber nochmal ein wenig an Fahrt. "Good Man Is Gone" ist die Erinnerung und Hommage an einige Bekannte und Freunde, die Joell während seines bisherigen Lebens verloren hat. "Cocaine" fällt in gewisser Weise ebenfalls in diese thematische Kategorie, gedenkt Ortiz doch auf recht ansprechende Art der beruflichen Beziehung, die er mit dem "weißen Schnee" vor seiner Rapkarriere hatte. DJ Khalil kann mit E-Gitarren-Sample und dem gut gewählten Einsatz der Hook ebenfalls auf voller Länge überzeugen. Somit klingt Joell's zweites Studioalbum auf eine sehr ansprechende und unterhaltsame Weise aus, sowie das Gefühl, dass man solche Momente wie am Schluss doch ruhig öfters hätte haben können.

Joell gelingt es schlussendlich nicht seinen guten Vorgänger zu übertreffen. Schlechter ist "Free Agent" aber auch nicht geworden, ist es qualitativ doch nahezu identisch mit dem Debüt des Emcees. So wird auch das zweite Album wieder von einigen sehr starken Momenten getragen, die eher durchschnittliche Tracks irgendwie untergehen lassen. Der markante Unterschied ist letzten Endes, dass die Beats teils deutlich besser als auf seinem Erstling sind, während Ortiz es nur selten schafft reimtechnisch aus dem Vollen zu schöpfen. Fans des ersten Albums oder von Joell Ortiz allgemein dürften mit dem Kauf des Album keinen Fehler machen, allen anderen sei aber zumindest eine Hörpobe im Februar 2011 ebenfalls wärmstens ans Herz gelegt. Als letzte Erkenntnis bleibt somit, dass man es mit Joell sicherlich nicht mit einer Eintagsfliege zu tun hat, ein wahrer Klassiker lässt aber auch nach diesem Album noch auf sich warten.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


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01. Intro
02. Put Some Money On It (Feat. The L.O.X.)
03. Killed For Less (Intro)
04. One Shot (Killed For Less) (Feat. Fat Joe)
05. Sing Like Bilal
06. Finish What You Start (Feat. Royce Da 5'9")
07. Battle Cry (Feat. Just Blaze)
08. Nursery Rhyme
--------
12. Oh! (feat. Iffy) (G Unit ähnlicher Dreckshook und ein eher unterdurchschnittlicher Extra P Beat, aber lassen wir mal stehen die Nummer)

15. Good Man Is Gone
16. Cocaine
+17. Project Boy

Finde die erste Hälfte definitiv besser, da gibt es keinen Ausfall oder langweilige Geschichten über Biatches (selber und als Pimpkommentar).
Wenn ich mir den restlichen Dleck so anschaue gebe ich 4. Wahrscheinlich auch leicht besser wie der Brick. Royce macht die Hook und weiter?
"Battle Cry" ist von The Audible Doctor und nicht Just Blaze produziert sowie ich es verstanden habe.

November - Fehler

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von stiefel: 15.12.2010 13:57.


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Stimmt Stiefel, mit der Produktion hab ich mich verschrieben (JustBlaze wirkt nur nebenbei mit), sorry for that, hab es gefixt.
November stimmt allerdings.
Mir geht die zweite Hälfte auf jeden Fall besser ab.
Royce-Auftritt daher enttäuschend, da erstens eben nur die Hook und zweitens, die nichtmal ansprechend performt.

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Ja, aber du hast November falsch geschrieben. ;D
Find den Song mit Royce gut.

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