Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Blitz The Ambassador – Stereotype » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Blitz The Ambassador – Stereotype
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2407.jpg
Rang: Chuck Norris
Wertung:
Beiträge: 2.587
Guthaben: 12.780 Bucks
Stimmung: 0
Herkunft: Groß-Zimmern
Fav. Artist: Guilty Simpson, Kool G Rap,Nas,Masta Ace...
Fav. Crew: The Roots, Wu Tang,CunninLyinguist s,Atmosphere
Fav. Producer: J Dilla, Dj Premier, Pete Rock, Madlib,Kno,Exile
Fav. CD: Theory Hazit- Extra Credit
Lieblingsfilm: Kill Bill Vol. 1

- +
Level: 47 [?]
Erfahrungspunkte: 6.323.929
Nächster Level: 7.172.237

848.308 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
Blitz The Ambassador – Stereotype


Release Date:
29. Oktober 2009

Label:
Embassy MVMT

Tracklist:
01. Prelude
02. Something To Believe
03. Breathe
04. Lover's Remorse
05. Instrumentalude
06. Home
07. Ghetto Plantation
08. Nothing To Lose
09. Dying To Live
10. Beyond The Clouds
11. Remembering The Fu
12. Goodbye Stereotype

Review:
Heutzutage entsteht der große Teil aller Produktionen im HipHop ausschließlich am PC, ohne dass man auch nur die geringste Ahnung haben muss, wie ein Instrument gespielt wird. Umso respektabler erscheinen da Peripheren wie Blitz The Ambassador, der für sein drittes Soloalbum wiederum mit seiner eigenen Liveband, der Embassy Ensemble, alle Produktionen live eingespielt hat. Damit hebt er sich nicht nur von der grauen Masse ab, sondern legt gleichzeitig auch den Grundstein für den Albumtitel. Denn nicht nur musikalisch will sich der gebürtige Ghanese von dem Einheitsbrei aus Gangsterrappern und Club-Hymnen abheben, auch seinem Titel als MC und selbsternannter Botschafter gilt es gerecht zu werden.

Dass man es als Quasi-Pionier mit eigener Live-Band und noch dazu politischen Anliegen recht schwer hat in der Industrie Fuß zu fassen, bekam Blitz bereits Jahre zuvor zu spüren. Kein Label war bereit den MC mit der Vorstellung politische, anspruchsvolle Texte mit live eingespielten Instrumentals zu verbinden, unter Vertrag zu nehmen. Zu widersprüchlich und schwer vermarktbar erschien das Konzept, um erfolgreich damit auftreten zu können. So ging Blitz letzten Endes den unabhängigen Weg mit eigener Vermarktung, weshalb man wohl auch nur wenige bekannte Alben finden dürfte, die mit "Stereotype" vergleichbar sein sind. Am ehesten fällt einem womöglich noch der Vergleich mit The Roots ein, was ebenso schmeichelhaft wie gerechtfertigt erscheint, hört man einen energiegeladenen Blitz auf "Something To Believe" über ein lebhaftes Instrumental aus Bläsern und Chorgesängen rappen. In diesem Stil geht es mit dem nächsten Track "Breathe" und im Grunde auf dem gesamten Album weiter. Blitz macht dabei stets den Eindruck eines talentierten und intelligenten MC's, den man beinahe nur mit schlechtem Gewissen einen Rapper nennen möchte. Zu sehr scheint der Wahl-New-Yorker vom stereotypen Bild eines Rappers mit Goldschmuck und glorifizierten Statussymbolen abzuweichen. Blitz vergisst während des Albums weder seine ghanesischen Wurzeln, noch die Liebe zum HipHop. Am deutlichsten und eindrucksvollsten erscheint dieser Umstand auf "Goodbye Stereotype", der mit einem bedächtigen Instrumental beginnt und sich langsam in ein Flöten-lastiges Stück Rapmusik verwandelt. Hierbei gedenkt Blitz nicht nur der guten alten Zeiten im HipHop, sondern auch seiner eigenen Herkunft und dem steinigen Weg hin zu den "Brettern, die die Welt bedeuten". Ebenfalls sehr beeindruckend erscheint der Track "Home", der den Begriff Heimat aus einer etwas anderen Sichtweise betrachtet und die schicksalhafte Geschichte dreier unterschiedlicher Leidenswege erzählt. Allen drei gemeinsam sind letztendlich die Probleme eines modernen Amerika, die Blitz auch auf dem düsteren "Ghetto Plantation" anspricht. Noch ein wenig düsterer wirkt direkt im Anschluss "Nothing To Lose", welches durch einen aggressiven Rapstil, harte E-Gitarren-Riffs und einen melancholischen Frauengesang besticht. Während in den meisten Tracks somit gesellschaftliche und politische Probleme im Allgemeinen angesprochen werden, widmet sich Blitz auf "Dying To Live" vordergründig seinem persönlichen Lebensweg, inklusive Shotouts an verstorbene Musik-Legenden wie James Brown oder J Dilla. Fast schon obligatorisch und klischeehaft wirkt dagegen der Track "Lovers Remorse", der sich mit einer verflossenen Liebe von Blitz beschäftigt. Wären da nicht die nahezu ständigen Begleiter in Form von diversen Bläsern, könnte man hier fast so etwas wie einen kleinen Durchhänger ausmachen. Die angesprochenen Blasinstrumente sorgen neben dem netten Frauengesang übrigens auch für die gute Qualität des reinen Instrumentals mit dem passenden Namen "Instrumentalude". Nicht nur an solchen Einlagen merkt man, dass Blitz auch seiner Live-Band den gebührenden Platz für eigenständiges Auftreten gewähren möchte. Auch das siebenminütige "Remembering The Future" lässt dem Embassy MVMT genug Freiraum, um zwischen den deftigen Rapparts von Blitz für ein wenig Entspannung zu sorgen. Im Endeffekt bekommt man gegen Schluss somit fast den Eindruck, dass es sich hier um mehr als ein Blitz-The-Ambassador-Album handelt.

"Stereotype" ist ein außergewöhnliches Album, das gewolltermaßen rein garnichts mit dem Bild eines stereotypen Rap-Albums zu tun hat. Sowohl inhaltlich, als auch musikalisch bekommt man hier ungewöhnliches und qualitativ anspruchsvolles Material geboten. Man mag stellenweise das Gefühl haben, dass die Instrumentals nicht gerade sehr variantenreich gewählt wurden. Allerdings vermitteln sie stets die passende Stimmung zum jeweiligen Track und tanzen qualitativ nie aus der Reihe. Auch Blitz liefert eine reimtechnisch und inhaltlich niveauvolle Show ab, weshalb man es mit einem sehr runden Album zu tun hat. Die Wurzeln des Rap werden selten so gut in ein musikalisch innovatives Konzept wie auf diesem Album eingepflanzt. Das so etwas am Ende aber eigentlich nur aufgrund des Umgehens eines Major-Deals möglich ist, ist eigentlich ein Armutszeugnis für eine Musikrichtung, die im Grunde erst durch die Zusammenkunft verschiedenster Musikgenres entstanden ist.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

User Information:
images/avatars/avatar-2451.jpg
Rang: Chuck Norris
Wertung:
Beiträge: 14.118
Guthaben: 24.069 Bucks
Stimmung: ...
Herkunft: Remscheid
Fav. Artist: N.Seagal, Christuz1, Sniper, Saschbob, Pavel, Koch
Fav. Crew: Higher Airlines
Fav. Producer: JazzPotato, Untergrundlappen

- +
Level: 61 [?]
Erfahrungspunkte: 55.972.757
Nächster Level: 64.602.553

8.629.796 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

Gutes Album. Instrumentierung ist das Highlight dieser Platte, die mit "Home", "Lovers Remorse" und "Dying To Live" Überbrecher am Start hat.
Schöne Review und 4 Kronen gehen klar
User Signatur:
Hip Hop
Momentaner Lieblingssong: Sniper - Guru-Tribute

User Information:
images/avatars/avatar-2498.jpg
Rang: Chuck Norris
Wertung:
Beiträge: 5.288
Guthaben: 8.777 Bucks
Herkunft: die schöne Pfalz
Fav. CD: DLUDRADTMAK
Lieblingsfilm: The Game, Fight Club, Ocean's 11, Training Day

- +
Level: 54 [?]
Erfahrungspunkte: 22.202.716
Nächster Level: 22.308.442

105.726 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

Schöne Review, richtig gutes Album mit Wahnsinns-Instrumentierung!

Bitte alle anhören!

User Information:
images/avatars/avatar-582.jpg
Rang: niamaru
Wertung:
Beiträge: 75
Guthaben: 300 Bucks
Stimmung: Nice!
Herkunft: NRW
Fav. Artist: Lil' Wayne, Dilla, Makaveli
Fav. Crew: The Roots, Boot Camp Clik
Fav. Producer: Dilla, Madlib, Dre, Kanye, Black Milk
Fav. CD: The 7 Day Theory

- +
Level: 31 [?]
Erfahrungspunkte: 304.304
Nächster Level: 369.628

65.324 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

Würde auch 4 Kronen vergeben. Ist ein sehr gutes Album, muss ich mir mal wieder anhören.

User Information:
images/avatars/avatar-2548.jpg
Rang: R4F | Redakteur
Wertung:
Beiträge: 9.653
Guthaben: 45.862 Bucks
Stimmung: Auf dem Weg zur Sonne
Herkunft: Bonn
Fav. Artist: Nas,AZ,Jay-Z,Common, Talib Kweli, Masta Ace uvm.
Fav. Crew: Blackstars, The Firm,Dilated Peoples,Jedi Mind uvm
Fav. Producer: Premo, 9th Wonder, Hi-Tek, Dilla, No I.D.
Fav. CD: zZ. The Streets - Computer And Blues

- +
Level: 58 [?]
Erfahrungspunkte: 38.078.598
Nächster Level: 41.283.177

3.204.579 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

Es ist ein gutes Album, aber 4 Kronen? Insgesamt ist das Niveau schon sehr ordentlich, aber es fehlen mir die richtigen Knaller, um 4 Kronen zu rechtfertigen. Trotzdem sollte man sich das Album definitiv mal geben
User Signatur:


CnS-Crew - Terms and Conditions 2 EP feat. Masta Ace
Momentaner Lieblingssong: The Streets - Lock The Locks

Baumstruktur | Brettstruktur

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten letzter Beitrag
1. Blitz The Ambassador - Stereotype SnoopFrog Upcoming Releases 4 30.07.2010 10:59 Uhr
2. Blitz The Ambassador - Native Sun Asimero Upcoming Releases 5 30.05.2011 16:20 Uhr
3. Blitz The Ambassador – Native Sun Oldman Reviews 4 27.12.2011 17:46 Uhr
4. Rob Murat feat. Blitz the Ambassador ... jaytodadee Media 1 06.10.2009 18:22 Uhr
5. Blitz The Ambassador - Deutschland-To... Asimero Events 4 13.12.2010 16:36 Uhr
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Blitz The Ambassador – Stereotype


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv