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Zum Ende der Seite springen JustMe & Deacon The Villain – Tragedy & Dope
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JustMe & Deacon The Villain – Tragedy & Dope


Release Date:
26. Oktober 2010

Label:
ESeye Music

Tracklist:
01. Tragedy & Dope
02. I Know
03. Serenity
04. The Truth And A Lie
05. Out of Context (Feat. Sheisty Khrist)
06. Ups & Downs
07. Sexual Confessional
08. The Prodigal
09. Quitting Time
10. Wade

Review:
Zwar ist "Tragedy & Dope" im Grunde ein Kollaboprojekt zwischen Deacon The Villain von den Cunninlyinguists und JustMe, dem Mitbegründer der Scribbling Idiots, aber es wurde auch immer wieder betont, dass es sich vordergründig um das dritte Soloalbum von JustMe handelt. So übernimmt der MC aus Lexington auch komplett alle Rapparts auf dem Album, während Deacon sich ausnahmslos für die Produktionen auf dem Album verantwortlich zeigt. Der Albumtitel mag mitunter auch ein Hinweis darauf sein, dass JustMe hier eher im Vordergrund steht, ist "Tragedy & Dope" doch eine Anlehnung an einen gleichnamigen HipHop-Laden aus JustMe's Heimatstadt.

Schaut man sich die beiden Protagonisten mal etwas genauer an, dann liegt die Vermutung nahe, dass man zumindest ideologisch zwei Brüder im Geiste vor sich hat. Beide zeigen eine starke Affinität zum christlichen Glauben, ist Deacon's Vater doch Pastor und bei JustMe als Gründer der Scribbling Idiots erübrigt sich im Prinzip jede weitere Erklärung. JustMe sieht sich auch selbst als einen christlichen Rapper, was die Befürchtung nahe legen mag, dass die Platte mitunter sehr brav sein dürfte. Und in der Tat, JustMe verzichtet auf jegliche Flüche und bleibt auch in seinem Storytelling stets sehr zurückhaltend, was die Aggressivität angeht. Darauf abgestimmt sind auch die recht guten und ruhigen Produktionen von Deacon, der zwar auch schon einige Beats für die Cunninlynguists und einige andere Künstler beigesteuert hat, in erster Linie aber doch eher ein MC ist. Wer JustMe kennt, weiß das der Rapper nicht gerade die kraftvollste Stimme auf dem Planten Erden hat, was mitunter auch ein Manko der Platte ist. Gerade wenn Deacon als Chorus-Stimme auftritt, wird der krasse Unterschied der beiden Stimmen sehr deutlich, was nicht immer vorteilhaft ist. So wirkt Deacon's Auftritt auf "I Know" wesentlich passender und angenehmer als die Perfomance von JustMe. Zumindest die Texte von JustMe sind aber recht hörenswert, wenn auch reimtechnisch nicht gerade außergewöhnlich konzipiert. Lediglich auf "Ups & Downs" gelingt es JustMe lyrisch versierte Wortspiele gekonnt einzubauen und den Track quasi aus eigener Kraft zu einem der Highlights zu katapultieren. Ansonsten bestimmen vielmehr die Instrumentals das Geschehen, wie zum Beispiel auf dem Titeltrack "Tragedy & Dope", das ausschlaggebend für den starken Einstieg ist. Generell gibt es keine signifikanten Ausfälle auf produktionstechnischer Ebene zu vermerken. "Quitting Time" dürfte noch am ehesten als solcher gekennzeichnet werden, was hauptsächlich an dem nervtötenden Chorus im "Micky-Maus-Stil" liegt. Nicht viel besser ist der Refrain auf "Sexual Confessional", bei dem sich JustMe mit eher mäßigem Erfolg ausnahmsweise mal selbst als Sänger versucht. Als einzigen Featuregast hat sich das Duo übrigens Sheisty Krist auf "Out Of Context" an die Seite geholt, wohl auch um dem Album ein wenig aggressive Würze beizugeben, wobei die Produktion wiederum recht ruhig und bedächtig wirkt. Hier hätte Deacon ruhig auf ein paar härter anmutende Samples zurückgreifen können, um den Track auch wirklich aus dem Rahmen fallen zu lassen. Als echtes Highlight entpuppt sich dagegen "The Prodigal", mit einem tollen Pianosample und harmonischen Deacon-Chours. JustMe vergleicht seine Jugend auf dem Track in gewisser Weise mit der biblischen Geschichte des "Verlorenen Sohnes". Im Grunde ist die Geschichte somit auch eines von vielen Beispielen, wie stark der Glaube in JustMe verwurzelt ist. Dieser scheint ihm wohl auch die merkliche Gelassenheit zu geben, wie es auf "Serenitiy" deutlich gemacht wird. Fast schon etwas zu gelassen wirken dabei sowohl Instrumental, als auch Deacon und JustMe, so dass der Track beinahe langweilig erscheint. Eine etwas spannendere Atmosphäre erzeugt hingegen "Wade", der mit Abstand düsterste Track auf dem gesamten Album. Diese Ahnlehnung an ein afro-amerikanisches Spiritual wird sowohl gesanglich von Deacon, als auch textlich von JustMe sehr gut vermittelt und bildet somit ein ansprechendes Ende für ein nicht immer souveränes Album.

"Tragedy & Dope" ist sicherlich kein Material für eine ausgelassene Party oder zum Freisetzen angestauter Energie. Nicht nur die Produktionen sind allesamt sehr bedächtig, auch JustMe mimt fast durchgängig den gottesfürchtigen und verständnisvollen Christen. Wer allerdings ein Album sucht, dass man sich in aller Ruhe und stressfrei zu Gemüte führen kann, der darf hier ziemlich bedenkenlos zuschlagen. Ein gewisser Glaube an Gott mag dabei von Vorteil sein, eine zwingende Notwendigkeit sehe sogar ich als Atheist nicht darin. Vor allem die Produktionen sind nämlich auf einem ordentlichen Stand und JustMe kann zumindest lyrisch durchaus überzeugen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Also für das Cover kriegt er direkt mal 0 Kronen, da kriegt man ja Augenkrebs von laugh Sieht aus wie HipHop-Werbung von Kik.

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