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Zum Ende der Seite springen John Regan – Sorry I'm Late
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John Regan – Sorry I'm Late


Release Date:
16. November 2010

Label:
Culture VI / Fat Beats

Tracklist:
01. Sorry I'm Late
02. Breath Of Fresh Air
03. Yesterday (Feat. Joell Ortiz & Meylin)
04. She Loves Me Not (Feat. Drew Hudson)
05. Nobody's Somebody (Feat. Nottz)
06. All I Got To Give (Feat. Marsha Ambrosius)
07. Paint The World (Feat. PackFM)
08. She & H.E.R.
09. 9:57 Interlude
10. Suicide Edicius
11. One Day In Heaven (Feat. Skyzoo & Jaiden)
12. Stars (Feat. Nicholas Howard)
13. Devil's Eye (Feat. Ill Bill & Juganot)
14. Up There With You (Feat. Sha Stimuli & Naledge)

Review:
Die HipHop-Kultur besteht bekanntermaßen aus weit mehr als nur der Musik. Dennoch scheint die Musik stets über allem zu stehen und eine wirkliche Repräsentation scheint für manchen Künstler oder auch Fan nur darüber möglich zu sein. Auch John Regan, ein ehemaliger Graffiti-Künstler aus Baltimore, versucht sich seit ein paar Jahren als MC. Ein vollwertiges Album oder auch Mixtape gab es es von ihm bisher jedoch noch nicht zu erwerben. Vielleicht auch deshalb der entschuldigend wirkende Albumtitel "Sorry I'm Late", welches er auf seinem mittlerweile eigenen Label Culture VI veröffentlicht. Bereits mit 15 Jahren begann der Mann aus Baltimore mit dem Gründer von Culture VI zusammen zu arbeiten, jedoch eher hinter dem Schreibtisch anstatt im Studio. Mit seinem verspäteteten Deübtalbum nimmt er sich nun die Zeit das Business aus etwas anderer Sicht zu betrachten.

So ein ganz Unbekannter ist Regan aufgrund seiner Vergangenheit somit nicht in der Szene. Auf dem Labelprojekt "Elite" von Culture VI, aus dem Jahr 2004, war der Labelchef beispielsweise bereits als Rapper vertreten. Als Hauptveranwortlichen für die musikalische Seite seines Albums hat sich Regan Labelmitglied YZ an die Seite geholt. Dieser zeigt sich auch für den Großteil der Beats auf Regans Debüt verantwortlich und ist damit zu einem großen Teil daran beteiligt, dass sich das Album in einem respektablem Soundgewand präsentiert. Bereits der einleitende Track "Sorry I'm Late" hat genug Potential zum ersten Ausnahmetrack, besticht die Produktion doch durch ein passendes Zusammenspiel zwischen einem schönen Vocal-Sample, deftigen Kicks und einem Gitarrenspiel. Während der Anfang dadurch auch recht gemütlich vonstatten geht, holt YZ im Folgetrack "Breath Of Fresh Air" die E-Gitarre raus, um John Regan eine wenig die Zähne zeigen zu lassen. In jedoch recht harmloser Weise spricht er sich hier unter anderem für mehr Originalität im HipHop aus, vermisst es gleichzeitig aber selbst sonderlich originell aufzutreten. Das Instrumental stiehlt Regan in diesem Fall ziemlich die Show, schafft es der Rapper nämlich mit seiner relativ schwachen Stimme in keinster Weise den Beat zu übertrumpfen. Seine Fähigkeiten am Mic, vor allem die lyrischen Fähigkeiten, kann Regan auf den düsteren Tracks des Albums noch am Besten ausspielen. "Suicide Ediciuis" ist mit der melancholischen Produktion von Needlz und dem berührenden Storytelling von Regan ein wahres Highlight des Albums, dass sich aufgrund der Thematik jedoch nicht zu jedem Anlass hören lässt. Etwas konformer, wenn auch nicht viel fröhlicher erscheint der Song "Yesterday" mit einem markanten Gesangsauftritt von Meylin und einem beeindruckenden Joell-Ortiz-Part. Regan kann mit dem Mann aus Brooklyn nicht ganz mithalten, auch wenn sein Part ebenfalls sehr ordentlich ist. Weniger dramatisch, und wesentlich unbeschwerter fühlt sich der Track "9:57 Interlude" an. Seine Erfahrungen als Labelchef und Familienvater fließen beide in das Lied ein und lassen Regan in gewisser Weise älter erscheinen als er eigentlich ist. "All I Got To Give" versucht ebenfalls ein wenig hoffnungsvolle Stimmung einzufangen und Regan's bedeutungsvollsten Beziehungen darzustellen. Sehr hilfreich erweist sich dabei die Sängerin Marsha Ambrosious und das seichte Pianosample. Mit PackFM widmet sich Regan auf "Paint The World" schließlich der Graffiti-Szene, mit der er offensichtlich immer noch stark verbunden ist. Das recht schwache Instrumental verpasst es leider dem Track eine größere Bedeutung zuzumessen. Dass man auch mit wenig Einsatz von Samples oder Instrumenten einen stark Track produzieren kann, zeigen 88-Keys und Nottz, der obendrein auch einen Rappart zum Track "Nobody's Somebody" beiträgt. Das minimalistische Instrumental macht den Track in gewisser Weise zu etwas Besonderem, Regan und Nottz liefern beide eine solide Show ab, ohne den Zuhörer aber wirklich zum Staunen zu bringen. Bemerkenswert, nicht nur aufgrund des relativ harten Beats ist auch "Devil's Eye" mit Juganot und Ill Bill, in dem die Protagonisten ein höllengleiches Bildnis der Straße aufmalen. Im krassen Gegensatz dazu steht "One Day In Heaven", der fast schon etwas schnulzig wirkt. Definitiv ein sehr Soul-lastiger Song, der aufgrund seines R'n'B-Charakters nicht jedem passen dürfte. Auf "Stars" richtet sich der Blick von John Regan in Richtung Himmel, allerdings mehr im übertragenen Sinn, geht es im vordergründig um verdiente Anerkennung und ein wenig Ruhm. Nicht nur lyrisch entsteht eine gewisse Gänsehaut-Atmosphäre, auch das Instrumental trägt wieder einmal sehr viel zum Feeling bei, irgendwie hat man am Ende gar das Gefühl, dass der Song der passende Ausklang für das Album gewesen wäre. Die etlichen Shotouts am Ende des Tracks verdeutlichen dieses Gefühl umso mehr. Den wirklichen Schluss bildet aber das sehr ruhige "Up There With You", dass verlorenen Freunden und Familienmitgliedern von Regan und seinen Featuregästen gedenken soll. Besonders auffallen kann hier leider keiner der Künstler, weshalb der Song auch nicht gerade begeistern kann.

Das Debüt des 24-jährigen MC's John Regan ist grundsolide, teilweise sogar erstaunlich gut gelungen. Irgendwelche Ausfälle in qualitativer Hinsicht können komplett vermieden werden, darüber hinaus gibt es einige erstaunlich starke Tracks zu bewundern. Leider scheint dies nicht immer hauptsächlich an Regan zu liegen, stehlen ihm die guten Produktionen oder diversen Featuregäste mehr als einmal die Show. Regan zeigt gute Ansätze was seine Lyrics oder die Reimtechnik angeht, komplett ausgefeilt ist das Ganze aber auf jeden Fall noch nicht. Es reicht aber allemal, um einen zufriedenstellenden Gesamteindruck zu hinterlassen und ihm gleichzeitig eine gewisse Daseinberechtigung in der Musik-Sparte der HipHop-Kultur zu geben.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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