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Zum Ende der Seite springen June Marx - Core Of Vengeance
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June Marx - Core Of Vengeance


Release Date:
16. November 2010

Label:
Holographic Pagoda Recordings

Tracklist:
01. Spear Of Destiny
02. Tricks Of The Trade
03. Riflemans Creed
04. Language Artillery (Feat. Lone Ninja)
05. Brooklyn Bridge
06. Outlaws And Vagabonds
07. Southeast Asia
08. Chains Of Exile (Feat. Lord Gamma)
09. Adoni
10. Counter Culture
11. Alienation
12. Indigo Children (Feat. Lone Ninja)
13. Cardinal Sin
14. Poison Ivy
15. Before The Dawn
16. Trinity Site
17. The Animus (Feat. Lone Ninja)

Review:
Déjà vu. Halt, es ist wirklich erst ein paar Monate her, seit ich mir überlegt habe, was ich zum Debüt von June Marx zu sagen habe. Was also zu einem ein halbes Jahr später hinterhergeschossenen Zweitling sagen, wenn auf den ersten Blick rein gar nichts verändert wurde? Doch diese Aussage relativiert sich sofort, wenn man das Cover etwas näher betrachtet, auf dem die bis dato vertraute Hintergrundszenerie der Holographic-Pagoda-Releases, in erster Linie verzaunte Industrieparks, durch die Brooklyn Bridge und June's Gasmaske durch eine NY-Fitted ersetzt wurden - im Bezugssystem von HPR also bemerkenswerte Umschwünge, denen man mit einem dafür höchstgradig zu erwartenden Titel wie "Core Of Vengeance" entgegensteuert.

17 neue Tracks werden geboten, natürlich und wie immer komplett von June Marx selbst produziert und mit einigen Auftritten aus dem direkten Umfeld (Lone Ninja, Lord Gamma) ausgeschmückt. Und so sehr man sich wünscht, die Konstante, als die sich die Musik, die bisher vom Label HPR kam, schreiben lässt, würde durch neue Variablen erweitert und bereichert, bleibt auf musikalischer Ebene (natürlich) alles beim Alten. Schlichte Sample-Konstellationen fördern reduzierten Eastcoast-Sound, der zu keinem Zeitpunkt seinen kühlen Mantel oder etwa im Tempo variiert. Genau so war es bei den gefühlten 20 letzten Alben zuvor und genau das sollte die wahrscheinlich an einer Hand abzählbare Hardcore-Fan-Gemeinde beglücken. Wer also die Ansicht vertritt, Stillstand sei für einen Künstler eine Sünde, der könnte weiterhin kaum eine verkehrtere Anlaufstelle als Holographic Pagoda wählen. Andererseits hat sich auch in der restlichen HipHop-Welt wenig bis kaum etwas geändert, weswegen der hier gebotene Sound immer noch sein Nischen-Dasein fristen und sich als dieser Tage rar geworden brüsten darf. Wieso an dieser Stelle also noch die Tastatur plagen? Der Grund sind einige durchaus erwähnenswerte Tracks, die June Marx in seinem unscheinbaren Hauch musikalischen Dunsts versteckt hält. "Indigo Children" ergeht sich lyrisch zwar (wieder) im Wälzen des Perils'schen Standardvokabulars und ignoriert seinen Titel dabei weitesgehend, wird allerdings von einem dezenten, aus dem Schatten der Lautsprecher heraus erstaunlich eingängig schallenden Kopfnicker befeuert. In dieser Form präsentiert sich übrigens die ganze LP: irgendwie unaufdringlich und damit in den richtigen, vorzugsweise sinnierenden Momenten als empfehlenswertes, atmosphärisch geschlossenes Werk. Dass Highlights wie "Before The Dawn" dabei mit einer Minute viel zu kurz kommen, ist natürlich schade, zumal sich schwächere Tracks mit wesentlich höherer Spielzeit finden ("Southeast Asia"). Des Weiteren ist zu beobachten, dass die zweite Hälfte zwar etwas ruhiger, dafür aber geradezu stark ausfällt: "Adoni" läutet mit hauchdünnen Streichern ein, "Alienation" verfolgt ein ähnliches Konzept und passt damit (wie viele Tracks der LP) bestens zu June's bekanntermaßen wenig kraftvoller Stimme. Man wird diese Musik nicht jeden Tag schätzen, doch kalte Wintertage sind fraglos dafür geschaffen. Genau deshalb passen etwas wuchtigere Konstrukte wie etwa "Chains Of Exile", wenngleich keinesfalls schlecht, nicht gänzlich ins Konzept. Dass es auf einigen Tracks sogar textliche Abwechslung (etwa einen Blick von der "Brooklyn Bridge") gibt, fällt erst beim zweiten Hören positiv auf, ändert aber letztendlich nicht viel - der Ausflug ins Frauenreich ("Poison Ivy") wirkt hier immer noch nicht zuhause. Also konzentriert man sich auf das Instrumental, das wiederum sehr gut zum Sound des hinteren Teils passt, der durch "Trinity Site" und "The Animus" noch einen vorzüglichen Abschluss erfährt.

Unterm Strich ist der Fortschritt bei dieser Scheibe sehr gering - was auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie kurz nach dem Debüt June nachlegt. Trotzdem erreicht June eine Steigerung zu "Body Of God", wenn auch keine weltbewegende. Dank einer Verdichtung der tristen Atmosphäre hat man es mit dem HPR-Release zu tun, das bisher den eindeutigsten Eastcoast-Sound lebt. Bei allem verhaltenen Lob wird ein gewisses Niveau trotzdem nicht überschritten, denn dafür traut sich Marx zu wenig. Doch gerade dank eines starken hinteren Teils ist "Core Of Vengeance" für diejenigen, die mit den bisherigen Releases des Labels etwas anfangen konnten, in der Tat interessant.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
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Hört sich interesannt an, ich glaub ich schau mal auf amazon ob es das dort gibt. smile

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