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Zum Ende der Seite springen Kool G Rap – Roots Of Evil
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Kool G Rap – Roots Of Evil


Release Date:
20. Oktober 1998

Label:
Illstreet / Downlow

Tracklist:
01. Intro
02. Hitman's Diary
03. One Dark Night
04. Foul Cats
05. Tekilla Sunrise
06. At Da Wake
07. Home Sweet Funeral Home (Feat. Papoose & Jinx)
08. Mobsta's
09. Let The Games Begin
10. A Thug's Love Story
11. Da Bosse's Lady
12. Mafioso
13. Thug's Anthem (Feat. Johnny 2 Gunz & Pokaface)
14. Da Heat
15. Can't Stop The Shine (Feat. Miss Jones)
16. Cannon Fire
17. Outro

Review:
Als das zweite Album von Kool G Rap 1998 erschien, war dieser bereits mehr als zehn Jahre im Rap-Business tätig. Nachdem er viele Jahre mit DJ Polo gemeinsame Sache machte, trennten sich die beiden 1993, da G Rap seine Solokarriere verfolgen wollte. Mit seinem Debüt "4,5,6" konnte er beweisen, dass er auch alleine dazu im Stande war, vor allem bei den Fans für Furore zu sorgen. Drei Jahre später galt es mit "Roots Of Evil" während eines kurzen Gastspiels bei dem Label Illstreet / Downlow an den vorigen Erfolg anzuknüpfen.

Zu dieser Zeit steuerte die "Golden Era" auf ihr Ende zu und während dieser Jahre entwickelte sich der Begriff "Mafioso Rapper", den G Rap angeblich eingeführt haben soll. Dass es aber durchaus naheliegend ist, Kool G Rap noch am ehesten mit diesem Begriff in Verbindung zu bringen, macht "Roots Of Evil" deutlich. Nicht nur das Cover erinnert stark an den Paten, auch die Thematik des gesamten Albums weist starke Bezüge zu Gangsterepen wie "Scarface" oder der erwähnten Mafia-Saga auf. G Rap's brachiale, aber meist ansprechende Gangster-Storys ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Zudem beweist er sich selbst dabei als waschechter Veteran und erzählt die Storys in gewohnt astreiner Flow-Manier. Auf dem Einstiegs-Track "Hitman's Diary" macht Kool G Rap auch direkt klar, warum er zu einem der fähigsten Männer am Mic zählt. Leider verfehlt das Piano-Instrumental das Ziel ein wenig, die passende Atmosphäre zu der Geschichte aus der Sicht eines Auftragskillers beizusteuern. Besser schafft das die Single-Auskopplung "Foul Cats", in der G Rap sehr konsequent aber auch gekonnt, einen seiner lyrischen Filme zum Besten gibt. Dabei geht es bei dem bildlichen Rachefeldzug nicht gerade zimperlich zur Sache, aber wer Kool G Rap mag, schätzt ihn auch wegen seiner ungeschminkten Art des Erzählens. Zudem trägt diese Tatsache auch viel zur Atmosphäre und Authentizität der Geschichten bei. Eine kleine Überraschung mag für manche der Auftritt von einem gewissen Papoose, der zu dieser Zeit seine Karriere begann, auf dem düsteren "Home, Sweet, Funeral" sein. Tatsächlich macht Papoose aber eine sehr gute Figur auf dem Track, ebenso wie der zweite Feature-Gast Jinx. Am Ende zeichnet den Track aber auch nur die gekonnte Reimtechnik der vertretenen Rapper aus, die unspektakuläre Produktion hinkt abermals hinterher. Mit "Mobsta" folgt glücklicherweise eine Wiedergutmachung in Form eines streicherlastigen Instrumentals. Mit "A Thugs Love Story" erreicht Kool G Rap dann die Spitze des Eisberges, bezogen auf sein Storytelling. In dem knapp zehnminütigen Track ändert sich passend zu den drei Akten jeweils der Beat und dessen Grundstimmung. Das Gangster-Drama mit tragischem Ende ist auf jeden Fall ein Beleg für die hohe Kunst des Storytellings eines Kool G Rap. Der Einfluss bereits vorhandener Gangster-Storys wird dagegen auf keinem anderen Track so deutlich wie beim Scarface-Intro auf "Da Bosses Lady". Dank des gelungenen Instrumentals und der guten Perfomance von G Rap, aber auch der weiblichen Unterstützung von Camileone, birgt der Track genug Potential für eines der Highlights des Albums. "Mafioso" wirkt produktionstechnisch zwar wesentlich bodenständiger, ist aber keinesfalls schlecht gelungen. Das Gefühl bekommt man besonders im Vergleich zu schlecht produzierten und langweiligen Tracks wie "Thugs Anthem" oder "Da Heat". Solche Reinfälle hindern G Rap dann auch daran, sein Potential voll auszuschöpfen und es im richtigen Licht erscheinen zu lassen. Dadurch ist man aber für einen relativ sanften Track wie "Can't Stop The Shine" dankbar, der es zumindest schafft, sich auch musikalisch etwas abzuheben. Generell ist der Track durch seinen Oldschool-Charme und die gesungene Hook eine gewisse Ausnahme auf dem Album – inklusive Eigenproduktion von G Rap selbst. Nur der Bonus-Track "Daddy Figure" schlägt ebenfalls ein wenig eine etwas ruhigere Richtung ein, was auch die sonst so unverblümte und rasante Erzählweise von G Rap betrifft. Zwar mag es noch den ein oder anderen gelasseneren Track, wie das lateinamerikanisch klingende "Tekilla Sunrise", geben, jedoch sind die darauf erzählten Erlebnisse keineswegs sonderlich entspannend.

"Roots Of Evil" entpuppt sich dann leider doch nicht als der nächste Meilenstein in Kool G Rap's Solokarriere. Gestoppt wird dieses mögliche Vorhaben durch die oftmals einfallslosen und unbeeindruckenden Produktionen. Kool G Rap selbst führt die Tradition seiner Kombination aus wahnwitzigen Flows und brachialem Storytelling sehr gekonnt fort. Dies alleine kann am Ende aber nicht ausreichen, um ein besonders eindrucksvolles Album auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Problem könnte für manche die mangelnde Abwechslung im Storytelling selbst sein, doch wer sich ein Kool-G-Rap-Album anschafft, erwartet sicherlich auch keine große thematische Vielfalt. Von daher dürften G-Rap-Fans durchaus ihre Freude mit diesem Album haben, Leute mit Aversionen gegen Gangsta Rap sollten aber generell einen Bogen um dieses Album machen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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4 allein schon wegen "Cannon Fire" da flowt er einfach zu gestört und inhaltlich auch gefährlich.

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3 Kronen? heulen Das sind mindestens 4, Kollege grins

Blasphemie.
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