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Zum Ende der Seite springen J Dilla – Ruff Draft
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J Dilla – Ruff Draft


Release Date:
24. Februar 2007

Label:
Stones Throw Records

Tracklist:

Disc 1:
01. Intro
02. Let's Take It Back
03. Reckless Driving
04. Nothing Like This
05. The $
06. Interlude
07. Make'Em NV
08. Interlude
09. Crushin' (Yeeeeaah!)
10. Shouts
11. Intro (Alt.)
12. Wild
13. Take Notice feat. Guilty Simpson
14. Shouts (Alt.)

Disc 2:
01. Let's Take It Back (Instrumental)
02. Reckless Driving (Instrumental)
03. Nothing Like This (Instrumental)
04. The $ (Instrumental)
05. Make'em NV (Instrumental)
06. Crushin' (Instrumental)
07. Intro-Alt (Instrumental)
08. Wild (Instrumental)
09. Take Notice (Instrumental)
10. Shouts (Alt.) (Instrumental)

Review:
Das dritte Soloalbum von J Dilla hat einen langwierigen Weg hinter sich. Zunächst erschien das Werk lediglich auf Vinyl als EP mit nur zehn Tracks auf dem Label Mummy Records. Nach dem Tod des Producers wurde das gute Teil unter der Leitung von Peanut Butter Wolf remastert und auf Stones Throw neu veröffentlicht. Die aktuelle Version erschien später als Doppel-CD mit 14 Tracks und den dazugehörigen Instrumentals. Eine Entscheidung, die sicherlich auch mit dem Ableben und dem neu aufgekommenen Hype um J Dilla zu tun hatte, denn wie Jadakiss bereits sagte: "dead rappers get better promotion". Und tatsächlich: "Ruff Draft" sollte das in der Veröffentlichungswoche bestverkaufte Solo-Werk werden, dass von Dilla je erschienen ist.

"Ruff Draft" dürfte nicht nur vertriebstechnisch das außergewöhnlichste Album des Detroiters sein, sondern auch musikalisch. Nachdem er sich einen Namen in der Szene gemacht hatte, schloss er einen Major-Deal mit MCA Records ab. Allerdings lief bei dem Label zu dieser Zeit einiges schief, weshalb "Ruff Draft" ein wenig in Vergessenheit geriet und beinahe ganz unterging. Ungeachtet der ganzen Probleme wollte Dilla ein Album schaffen, das durch und durch independent war und sich somit scheinbar auch nur einem gewissen Personenkreis erschließen sollte, wie er es im "Intro" deutlich macht:

"Before we get this started, let me explain it,
It's Ruff Draft,
For my real niggaz only,
DJs that play that real live shit,
You wanna bounce in your whip with that real live shit,
Sound like it's straight from the ma'fuckin' cassette,
Ruff Draft... Let's do it
"

Allein durch diese Beschreibung dürfte einem jeden klar sein, dass dieses Album nicht gemacht wurde, um den Rap neu zu erfinden. Vielmehr sollte das Werk ein Memorium an die alten Zeiten von Dilla und seinen Mitstreitern sein. Daher ist auch der erste Track "Let's Take It Back" nicht gerade verwunderlich. An sich ein recht unspektakulärer Einstieg, getragen von Keyboard-Synthies, in dem Dilla hauptsächlich nochmal darauf hinweist, an wen dieses Album vordergründig gerichtet ist. Zu welchem Anlass man dieses Album sehr gut genießen kann - nämlich beim unbeschwerten Autofahren - zeigt dann "Reckless Driving", auf welchem Dilla eine ziemlich ordentliche Rap-Perormance bietet. Allgemein ist die Reimtechnik von Dilla auf dem Album sehr solide. Dass man es hier nicht mit einem zweiten Kool G Rap zu tun hat, dürfte jedoch auch jedem klar sein. Aber im Grunde ist dieser Aspekt auch irgendwie nebensächlich, ähnlich wie bei einem Martial-Arts-Film die Story. Denn hier stehen ganz klar die Musik und der Spaß dabei im Vordergrund. Und wer braucht schon anspruchsvolle Texte, wenn man musikalische Meisterwerke wie "Nothing Like This" geboten bekommt. Der Song lädt den Hörer auf eine Reise in entfernte Sound-Sphären ein und ist mitunter einer der besten und ungewöhnlichsten Solotracks von Dilla überhaupt. Der Lo-Fi-Gesang von Dilla, die verzerrten Gitarren und die heftigen Drums verschmelzen zu einem zeitlosen Stück Musik, welches sich voll und ganz der Liebe widmet. Der Liebe zum "grünen Papier" und dem Wunsch nach dessen Besitz widmet sich Dilla anschlißend auf "The $", welches mit stimmungsvollen Bläsern aufwartet. Und wenn wir schon bei der Liebe sind, kommen wir doch gleich zur schönsten Nebensache der Welt. Auch die findet mit "Crushin' (Yeeeeaah!)" ihren nennenswerten Platz auf dem Album. Auf "Make 'Em NV" packt Herr Yancey schließlich das Xylophon (bzw. das Sample "La Rotta" von John Renbourn) aus, um dem Track die passende Atmosphäre zu geben und ihn soundtechnisch entsprechend aufzuwerten. Eines der Highlights der LP stellt sicherlich auch der Track "Wild" dar. Dank des amüsanten Samples aus "Cum On Feel The Noize" von Neil Innes And Son wirkt der Track rau und charmant zugleich. Zudem ist dies einer der Tracks, die auf Dilla's Mastertapes gefunden wurden und der aktuellen Version hinzugefügt wurden. Auch "Take Notice" mit Dilla's Lieblingsrapper Guilty Simpson fällt unter diese Kategorie. Hier lassen die beiden den Synthie-Beat zunächst knapp eineinhalb Minuten vor sich hintraben, bis Guilty anfängt, ein paar tödliche Punchlines auszupacken und Dilla ihm schließlich folgt. Mit Abstand wohl der düsterste Track des Albums und eine gekonnte Kollabo zwischen den beiden Freunden. Am Schluss gibt Dilla dann noch ein paar "Shouts (Alt.)" zum Besten, die man sich dank des hübschen Instrumentals bisweilen auch mehr als einmal anhören kann.

"Ruff Draft" ist in gewisser Weise eine Rarität, die eigentlich keinem Dilla-Fan - oder auch Rap-Fan -entgehen darf. Der praktiziert Lo-Fi-Stil schafft einen teilweise zeitlosen Sound, der nur schwer einer bestimmten musikalischen Epoche zugeordnet werden kann. Am Mic ist Dilla zwar kein Virtouse, aber seine Fähigkeiten reichen bei weitem aus, um ihm trotz recht anspruchsloser Themen zuzuhören. Ein definitiver Pluspunkt der aktuellen Version ist zudem die zusätzliche Instrumental-CD, die es einem ermöglicht, auch alle Beats ohne irgendwelche Rap-Parts zu genießen. Seinen zu Anfang erwähnten Zweck erfüllt das Album auf jeden Fall souverän, lediglich einige unnötige Interludes hätten hier und da vermieden werden können. Ansonsten wird einem schmerzlich vor Augen geführt welchen kreativen Verlust die HipHop-Welt mit Dilla's Tod hinnehmen musste.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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sollte ich wohl mal reinhören... hielt das bisher wegen den ganzen Nekrophilen für overhyped
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Ich hab's auch im Regal stehen, aber habe länger nicht mehr reingehört, was ich jetzt mal wieder tun werde. Danke für die Review also! Nothing Like This finde ich sehr geil, besonders mit dem Video dazu smile Das ist einfach gute Musik!

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Zitat:
Original von Niamaru
besonders mit dem Video dazu smile

Soll das n Witz sein? Hab selten so großen Rotz gesehn wie dieses Video. Man sollte den Kerl, der das verbrochen hat, 6 Fuß tieferlegen... wenn Dilla noch leben würde hätte ers sicherlich persönlich getan
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Ich finde, dass es cool aussieht und schön animiert ist. Halt mal was anderes, nicht wie die typischen HipHop Videos und außerdem passt es zu dem Song.

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Ist wiklich ein schönes Album, auch wenn ich ''Welcome 2 Detroit'' etwas besser finde smile
3,5-4 Kronen sind drin bestätigen

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