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Zum Ende der Seite springen Fresh Breath Committee – C.P.R.
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User Beitrag:
Fresh Breath Committee – C.P.R.


Release Date:
27. Oktober 2009

Label:
CDBaby.com / Indys

Tracklist:
01. Intro
02. Right Direction
03. Chaos
04. Keepin' It Classic
05. Day's Gone
06. Simple & Plain
07. Bus Stop
08. 20/20 Vision
09. Got Me Trippin'
10. Smash
11. Save The Day (Feat. Masta Ace)
12. All Mighty Men
13. Why They Do What They Do
14. Sail Away
15. Watch Ya Shadow
16. Soul Music
17. Turn It Up (Feat. The Reminders)
18. The Last Scrolls
19. Reflection Of Me

Review:
Das Fresh Breath Committee aus Denver, ist relativ neu in der Szene und hat fast eine ganze Armee neuer Künstler in petto. Ganze sieben Mitglieder zählt die Crew, dazu gehören neben den Emcees Purpose, Fo Chief, Kontrast und Lungs auch die weibliche Sängerin Crystal, der Producer Hi-Res sowie lawless, der quasi eine Symbiose aller Aufgabenfelder darstellt. Auf der offiziellen Webseite der Band wird die Ideologie der Gruppe so beschrieben, dass man dem ins Alter geratenen HipHop wieder frisches Leben einhauchen möchte. Das mag wohl auch den Crewnamen erklären sowie den Titel des Debütalbums "C.P.R.", eine Abkürzung für Cardiopulmonary Resuscitation (Herz-Lungen-Wiederbelebung).

Mal abgesehen von der recht einfallsreichen Umsetzung dieses Vorhabens erscheint der grundlegende Gedanke, mal wieder zu beweisen, dass HipHop keineswegs tot ist, nicht gerade neu oder gar innovativ. Seitdem Nas mit einem gewissen Album einen (überflüssigen) Stein ins Rollen brachte, wurde zu oft zwanghaft versucht, das Gegenteil der These "HipHop Is Dead" zu beweisen. Nicht selten wirkte das Versprechen, HipHop wieder zu neuer Vitalität zu verhelfen, ebenso unbeholfen und schlecht umgesetzt wie die Behauptung manch anderer, die 90er wieder zurückzubringen. Zudem lässt es sich mal abgesehen von der nicht gerade handfesten These nur schwer objektiv beurteilen, wie es denn auszusehen hat, wenn man HipHop wiederbeleben will. Die Vorstellung des Fresh Breath Committee diesbezüglich ist es, ein Album zu gestalten, das eine Story erzählt, eine Story, die gehört werden will. Diese Geschichte ist in der Regel mit der Liebe zum HipHop verbunden, hält aber auch einige kleinere Erzählungen aus dem "Everyday Life" bereit. Zu Beginn wirkt "Right Direction" zwar nicht sonderlich mitreißend, vermag durch seinen Retro-Charme aber durchaus zu gefallen. Dezente Drumlines mit verspielten Pianosamples verschaffen einen relaxten Einstieg in das Album. Allgemein versucht man, sich musikalisch eher an alten Trends festzuhalten, anstatt auf die neuere Synthie-Welle aufzusteigen. Dadurch wirken die Sounds organisch und harmonisch zugleich. In der Regel entstehen dabei hörenswerte Tracks, die für eine positive Atmosphäre sorgen. "Keepin' It Classic" ist beispielsweise ein von Bläsern verwöhnter Song, der eine fröhliche Grundstimmung aufzugreifen versucht. Wirklich hörenswert wird es erstmals mit dem Track "Day's Gone", der in Sachen Atmosphäre so ziemlich das NonplusUltra des Album sein dürfte. Das Xylophon-Sample und vor allem der chorartige Gesang im Refrain sind nahezu ein Garant für Gänshaut-Feeling. Auch textlich versucht man sich erstmals etwas tiefgründiger, indem unter anderem Selbstzweifel aber ebenso die Liebe zum Leben an sich angesprochen werden. Auch "Bus Stop" hält einige intelligente Vergleiche und Gedanken bereit, vermag aber durch die relativ seichte Produktion nicht ganz so mitzureißen. Begeisterung kann "Save The Day" auf jeden Fall wieder hervorrufen, bei dem man sich Veteran Masta Ace als nützliches Feature sichern konnte. Aber auch Crystal kann sich in dem Track besonders hervortun, da ihr kraftvoller Refrain mehr als passend zu dem militant aufgezogenen Track passt. Wie bereits erwähnt versucht sich die Gruppe eher an die älteren Tage des HipHop zu halten, um ihre "Mission" zu erfüllen. Dabei dürfen scheinbar auch die Breaker nicht vergessen werden, die immerhin zu den Männern der ersten Stunde dieser Kultur zählen. Deshalb versucht man mit "All Mighty Men" einen Track für alle Breakdancer und Liebhaber dieses "Sports" zu kreieren. Der Beat erinnert durch seinen Midi-Sound ein wenig an die Zeiten, als eine gewisse Breakdance-Gruppe mit dem Namen Music Instructor große Erfolge feiern konnte, definitiv kein Track für jedermann. Ebenfalls ein wenig aus dem Konzept fällt der Track "Watch Ya Shadow", der mit dem monotonen Geschrei und den Claps fast ein wenig Dirty-South-Feeling auf den Plan ruft. Wesentlich konformer und entspannter ist auf jeden Fall "Sail Away", das der Sängerin Crystal ein wenig mehr Freiraum schafft und durchaus davon zu profitieren weiß. Auch wenn man sich auf dem Song mit dem Tod beschäftigt, wirkt der Track nicht sonderlich melancholisch und weicht nur ansatzweise vom eigentlichen Sound des Albums ab. Ein letztes Highlight wartet mit "The Last Scrolls" auf den Hörer, in dem dieser mit ungewöhnlich düsteren Lines und dem passenden Sound dazu konfrontiert wird. Zum Schluss wird es mit "Reflection Of Me" nochmal sehr persönlich, während der organische Sound, der das Album beherrscht, ein letztes Mal in vollem Glanz zur Geltung kommt.

Das Debüt des Fresh Breath Committee ist zwar weder ein Meilenstein der Rap-Geschichte noch ist es auserkoren, das HipHop-Genre zu retten. Aber trotzdem ist es kein Fehler sich diesem Album zu widmen, da hier größtenteils ein Sound und eine Atmosphäre erzeugt werden, die zumindest eine Brise frischen Wind verspüren lassen. Durch die Instrumentals, die meist eher nach Live-Band als nach Studio-PC klingen, bekommt man zumindest ein wenig das Gefühl, es mit keiner 08/15-Gruppe zu tun zu haben. Auch textlich ist man sichtlich bemüht, den Hörer zu unterhalten, ohne dabei wichtige und tiefgründigere Themen außer Acht zu lassen. Die einzigen Probleme sind im Prinzip die zahlreichen Tracks, bei denen sich leider auch ein wenig Füllmaterial ansammelt, sowie das Gefühl, dass hier mitunter noch mehr drin gewesen wäre. Alle Mitglieder zeigen auf ihre Weise ein beachtliches Potential, nur wenige können dabei jedoch wirkliche Akzente setzen. Alles in allem bekommt man somit ein zufriedenstellendes Rundumpaket, das einen gleichermaßen überraschen kann, aber auch die angesprochenen Erwartungen zu Anfang bestätigt.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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