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Mono & Nikitaman - Unter Freunden


Release Date:
01. April 2011

Label:
Rootdown Records

Tracklist:
01. Intro
02. Unter Freunden
03. Karma (Feat. Ce'Cile)
04. Zeit steht still
05. Komplizen
06. Wenn sich der Nebel verzieht (Feat. Gentleman)
07. Schwerelos
08. Ein paar Meter
09. Cash
10. Dezibel
11. Kontrast
12. Die Rückkehr des Clowns
13. Superstar
14. Underground
15. Showdown (Feat. Rebellion)

Review:
Obwohl sie der breiten Dancehall- und Reggae-Hörerschaft vor allem dank ihrer järhlichen Vielzahl an furiosen und mitreißenden Live-Shows quer durch die Bundesrepublik bekannt sind, wäre es ein Fehler, das deutsch-österreichische Dancehall-Duo Mono & Nikitaman auf ihre Festival-Qualitäten zu reduzieren. Denn gerade die außergewöhnliche Mischung aus Dancehall-, Reggae- und HipHop-Elementen in der Musik der beiden "Dancehall-Punks" ist hauptverantwortlich für ihre Beliebtheit bei einer genreübergreifenden Hörerschaft. Diese darf sich nun nach drei Jahren "Ausser Kontrolle" (2008) auf das mittlerweile vierte Studioalbum namens "Unter Freunden" freuen, für welches Mono & Nikitaman neben altbekannten Gesichtern wie Rootdown-Hausproduzent Teka auch prominente Freunde und Bekannte gewinnen konnten, wie zum Beispiel Gentleman, Reggae-Sängerin Ce'Cile oder Ausnahmeproduzent Stephen "Di Genius" McGregor. Das Resultat dieser Zusammenkunft werden wir nun also unter die Lupe nehmen.

"Hallo, hallo, wieder mal die Partymacher, wir sind wieder am Start für die Dancehall-Punks und Party-Lover" - eine stürmische Begrüßung kriegt man von den beiden "Partymachern" direkt zu Beginn des Albums in Form des treibenden Titelsongs "Unter Freunden" geboten. Diesen kann man als eine Art Mischung aus Dancehall- und Reggaeton-Elementen betrachten und vermuten, dass mit diesem furiosen Opener auch die diesjährigen Konzertbesucher wieder mitgerissen werden sollen. Nachdem Mono & Nikitaman eingangs eine gehörige Portion Energie und gute Laune versprüht haben, bekommt man von ihnen und Kingston's Dancehall-Queen Ce'Cile im folgenden "Karma" zahlreiche, jedoch teilweise recht abgedroschene Weisheiten über das Leben und das Schicksal zu hören. Shaggy-Produzent Robert Livingston hat dazu einen Beat geschustert, der auf gekonnte Art und Weise HipHop- und Dancehalleinflüsse vereint. Nachdem man dieses Soundschema auch im folgenden Song geboten bekommt, heizen Mono und Nikitaman die Stimmung mit der Single "Zeit steht still" wieder an, für dessen energiegeladenen Dancehall-Sound sich diesmal Jamaikas aufstrebender Riddim-Bastler Stephen "Di Genius" McGregor verantwortlich zeigt. Hatte man aufgrund des nun angekündigten Gast-Auftritts von Deutschlands Reggae-Aushängeschild Gentleman das erste große Ausrufezeichen der Platte erwartet, so bekommt man leider nur solide Parts aller Protagonisten und einen recht langweiligen Dancehall-Sound geboten, dessen Zauber so langsam verflogen scheint. Das Warten auf einen ersten richtigen melodiösen Reggae-Tune geht also weiter, und man muss aufpassen, dass man aufgrund mangelnder Abwechslung während der nun anstehenden "Traumreise" nicht einschläft. Dies versuchen Mono & Nikitaman zumindest mit nun nachdenklicheren Lyrics zu verhindern, die den Hörer spätestens "Ein paar Meter weiter" aus seinen Träumen reißen und ihn mit der Realität einer von vielen Kriegen bestimmten Welt konfrontieren. Um dies auch den in Frieden aufgewachsenen Hörern authentisch zu vermitteln, bedient sich Nikitaman kurzerhand den Erzählungen seines Großvaters:

"Wir haben gelernt mit der Bombe zu leben und fragen uns nicht mehr ständig, was wäre wenn und was dann,
gerade erzählt mir noch mein Opa wie es war in Rotterdam, nach dem Luftangriff ist ein Haus verbrannt,
ein anderer war Soldat bei der Wehrmacht, grad mal 17, und er wurde nach Sibirien verbannt,
es hätte gut sein können, dass die zwei sich gegenüberstehen im Schützengraben mit der Waffe in der Hand,
zwischen ihnen Stacheldraht, und es sind nur ein paar Meter, in ihren Augen steht die Angst und sie schauen sich beide an
".

Dem Thema entsprechend wird das Ganze noch von einem eindringlichen und aufgrund der Trommeln nach militärischer Marschmusik klingenden Beat begleitet. Doch der Himmel klart wieder auf und Mono & Niktiman verschicken auf dem gelungenen Reggae-Tune "Kontrast" wieder warme Sonnenstrahlen, die sich diesmal in positven Messages über Glück, Herausforderungen im Alltag und die vielen Facetten des Lebens ausdrücken. Eindeutig das bisherige Highlight der größtenteils eher Dancehall-geprägten Scheibe, deren roter Faden allerdings wieder mit dem nächsten bombastischen Dancehall-Brett weitergesponnen wird. "Chaos, Pauken, Trompeten, Straßen werden zu Manegen" - Bühne frei für eine gehörige Portion Ironie und Sozialkritik, mit der sich Mono & Nikitman nun Deutschlands Demonstranten, Politikern und der Staatsgewalt widmen. Ein zweiter ansprechennder Reggae-Tune und eine eher misslungene Elektro-Dancehall-Mischung folgen, bis die charismatische Stimme von Gambias bekanntestem Reggae-Export Rebellion ertönt und, untermalt von wunderbaren Piano- und Bläser-Klängen, das letzte große Highlight und den finalen "Showdown" einläutet. In diesem hören wir die Geschichten von traurigen Einzelschicksalen in unserer Gesellschaft und die sozialkritischen Mono & Nikitaman stellen zum ersten Mal so richtig ihr Storytelling-Talent unter Beweis:

"Er konnte flüchten, hatte Glück und ist kilometerweit gefahren,
mit korrupten Schleppern über Grenzen bis Nordrhein-Westfalen,
um dem Krieg und Folter zu entgehen und auch um zu erfahren,
dass er nie die gleichen Chancen haben wird mit seinem Namen,
nach dem 11. September war's uns scheiß egal was passiert,
plötzlich war er Schuld an allem und wurde diskriminiert,
war Schuld am Terror, Schuld daran, dass die Deutschen die Jobs verlieren,
und Deutschland hätte gerne, dass er sich integriert
."

Verbunden mit dem überzeugenden und zum Träumen verleitenden Soundteppich ist hier ein einzigartiges Hörerlebnis entstanden, von dessen Art wir uns allerdings in den letzten 50 Mintuen Spielzeit noch mehr gewünscht hätten.

Das musikalische Treffen "Unter Freunden" ist vor allem aufgrund der Vielzahl an energiegeladenen und dancehallgeprägten Nummern ein intensives Hörerlebnis geworden, das auf jeden Fall langjährige Wegbegleiter und Konzertbesucher begeistert haben dürfte. Wer jedoch das vorhandene und zwischendurch immer wieder aufblitzende Potential der beiden "Dancehall-Punks" kennt, weiß vermutlich erst das letzte Drittel der Platte so richtig zu schätzen, in dem Mono & Nikitaman stärker in ihrer Themenvielfalt und einem kontrastreicheren Sound-Repertoire variieren. Dieses bringt zwar vereinzelt kleinere Durchhänger wie das anstrengende "Dezibel" zu Tage, diese werden jedoch auf der anderen Seite durch die lyrischen Qualitäten des harmonischen Duos ausgeglichen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Sonny

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Für den Sommer sicherlich ganz cool.

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