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Zum Ende der Seite springen Mohammad Dangerfield - Mohammad Dangerfield
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Mohammad Dangerfield - Mohammad Dangerfield


Release Date:
22. Februar 2011

Label:
Viper Records

Tracklist:
01. Express Intro
02. Mo Danger
03. Hero Sandwich
04. Deep Shadows
05. The Gospel
06. Rhyme Like No One
07. See You Again
08. Break Of A Star (Feat. Immortal Technique)
09. Mo Danger Intermission
10. Valley Of The Kings
11. Truly Yours (Feat. I.mpaq)
12. The BBQ Joint (Feat. Kendal)
13. Generation Kill (Feat. Decora)
14. One The Creep (Feat. Swave Sevah)
15. Unredeemed
16. Wrek Center (Feat. Bad Sportt)
17. Rodney Outro

Review:
Der Gruppenname ist eine Kombo aus Muhammad Ali und Rodney Dangerfield und damit schon ausgefallen genug, um ein wenig Beachtung zu verdienen. Hinter dem Namen Mohammad Dangerfield verbergen sich zwei Herren aus New Jersey bzw. New York: Der erste, Hasan Salaam, konnte im Untergrund mit einigen Auftritten (u.a. als Teil der Reavers) sowie seinen zwei Alben über die letzten Jahre hinweg schon ein wenig auf sich aufmerksam machen, der zweite, Rugged N Raw, ist ein typischer Battle-MC aus dem Big Apple. Die beiden kennen sich schon seit gut zehn Jahren und haben nach sich häufenden Kollabos nun beschlossen, gemeinsame Sache zu machen, was dann dank vollkommener künstlerischer Freiheit auf Viper Records in die Tat umgesetzt wurde.

Was Ali und Dangerfield gemein haben oder inwiefern sich die beiden Interpreten mit ihren Namesgebern identifizieren ist nicht wirklich ersichtlich, mag höchstens insofern Sinn ergeben, als man es mit zwei Ikonen verschiedener Fächer zu tun hat, die beide königliche Punchlines verteilten. In Wirklichkeit ist ein solcher Vergleich natürlich so anmaßend, dass er höchstens mit einem Augenzwinkern verstanden werden darf, denn wenngleich Hasan Salaam mit seiner tiefen Stimme einen sehr markanten Style fährt, so ist er letzten Endes nur einer unter vielen, was noch viel mehr für Rugged N Raw gilt, dessen bisheriges Wirken seinen Namen (nicht ganz zu Unrecht) noch nicht wirklich in die Welt hinausgetragen hat. Ob sich das hiermit ändert, bleibt abzuwarten, denn nicht nur auf den ersten Blick ist "Mohammad Dangerfield" ein typisches Underground-Album: Mit Gästen u.a. aus der Stronghold-Crew, großteils unbekannten Produzenten (zwischen Asa Buchanon, Remot, Iron Braydz, Craig Rip und DJ Insite sind DJ Static und Chum vielleicht noch die bekanntesten) sowie einem Themenspektrum, das zwischen Kommentaren zur sozialen Lage und dem täglichen Leben in der Hood pendelt, wendet man sich nicht gerade an die großen Massen. Für den aufgeklärten HipHop-Fan klingt das alles dafür umso besser, vor allem mit einem "Express Intro", das Mr. Ali mit einer seiner witzigsten Reden erklingen lässt. Ähnlich großspurig kündigt Salaam dann den Rest der LP an ("Like Ali when he dropped Sonny Liston"). In die Tat umgesetzt werden die großen Töne dann allerdings nur bedingt, und die zwei wichtigsten Gründe dafür zeigen sich schon mit "Mo Danger": Zum einen lässt der Song noch in keinster Weise erkennen, in welche Richtung die LP soundtechnisch gehen wird, was 50 Minuten später bei Track 17 immer noch nicht ganz klar ist. Was die versammelten Produzenten abliefern, liegt zu nah am Mittelwert eines Eastcoast-Indy-Releases und setzt sich nur selten mit albumeigener Atmosphäre ab. Da aber zumeist doch keine schlechte Arbeit verrichtet wird, ist es der zweite Grund, der umso mehr schmerzt: MD rennen zwar sicherlich keinen aktuellen Chorus-Trends hinterher, doch bei den zu findenden Hooks liegt man viel zu oft fernab vom Optimum. Das betrifft nicht nur den Titeltrack, sondern auch "Break Of A Star", das mit einem impulsiven Sample von Sir Elton John vielversprechend umgesetzt wurde, wohingegen Elton's Konsultation für die Hook übers Ziel hinausschießt. "The BBQ Joint" ist ein herrlicher Gute-Laune-Track (offensichtlicherweise ein Portrait des paradiesischen Nachbarschafts-BBQ), Kendal's Chorus dagegen völlig fehl am Platz. "See You Again" schließlich ist zwar nicht viel mehr als solide untermaltes Gedankenspinnen über verpasste Gelegenheiten, doch auch hier bekleckern sich MD nicht mit Ruhm im Refrain. Die Top-Momente gibt es demnach in Tracks, die dem klassischen Chorus entsagen, wie etwa das treibende, bassschwere "Hero Sandwich", das amerikakritische "Generation Kill" oder das amüsante "On The Creep", dessen unrühmliche Kurzgeschichten für die Protagonisten nicht gut enden. Neben einem die Cover-Anspielung erklärenden Interlude gibt es mit "The Gospel" noch einen Blick in die afro-amerikanische Geschichte ("We were stolen from the best part, forced to the worst") und mit "Yours Truly" einen Track (leider wieder mit misslungener Hook) für alle Hörer, die des mentalen Beistands von MD bedürfen. Und nachdem Ali das Album eröffnet hat, beschließt es konsequenterweise "Rodney".

Prinzipiell ist Mohammad Dangerfield kein verkehrter Zusammenschluss, wenngleich es schnell offensichtlich wird, dass Rugged N Raw derjenige ist, der von den Fähigkeiten und dem Charisma seines Partners wesentlich mehr profitiert. Für weitere Projekte wäre eine klarere Marschrichtung wünschenswert, und da vor allem RNR sehr auf die Rolle des abgebrannten Sympathieträgers bedacht ist, muss das nicht unbedingt im hundertsten zur Revolution aufrufenden Act enden. Wenn man sich zukünftig lediglich ein wenig mehr traut und dabei zugleich das Problem der Hooks in den Griff bekommt, wird ein weiteres Album lohnend. "Mohammad Dangerfield" lässt Potential durchscheinen, versetzt aber keine Berge.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Muss ich mir auch mal anhören bestätigen
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