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Zum Ende der Seite springen The Electric - Life Is Moving
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The Electric - Life Is Moving


Release Date:
08. März 2011

Label:
Organically Grown Sounds

Tracklist:
01. Toot Toot (Freestyle)
02. Overloaded
03. We Rollin'
04. Sometimes
05. So Now You Know
06. Beautiful (Feat. Yarah Bravo)
07. Life Is Moving (Feat. Abstract Rude)
08. You Can Try
09. Hands Up
10. I'm All In
11. The Way It Is
12. Running
13. Electric Company
14. Questions, Questions
15. Let's Celebrate (Feat. Wes Restless)

Review:
Die Gruppe The Electric ist quasi der Inbegriff musikalischer Globalisierung, treffen sich auf dem Album doch vier Künstler aus scheinbar völlig unterschiedlichen Kulturen. Die Band wurde von Russlands bekanntestem DJ-Export DJ Vadim auf einer seiner zahlreichen Reisen rund um den Globus ins Leben gerufen. Dabei lernte er Pugs Atomz, einen MC aus Chicago, sowie die Sängerin Sabira Jade aus Großbritannien kennen und nahm mit ihnen noch während der Tour ein gemeinsames Album auf. Nach zwei zuvor veröffentlichen EPs erscheint somit nun das erste gemeinsame, komplette Studioalbum, für welches in gewisser Weise sogar ein eigenes Label gegründet wurde.

Bei solch einer Konstellation ist es eigentlich keine Frage, dass man es einmal mehr mit einem fast schon typischen Vadim-Album zu tun bekommen dürfte. Seit jeher steht Vadim für einen minimalistischen, experimentellen Sound, der gerne auch mal gewisse Genre-Grenzen überschreitet. Der Einstiegs-Track "Toot Toot" widmet sich zunächst dem afrikanischen Kontinent, unterscheidet sich von seinem Sound aber kaum von den restlichen Tracks. Wie auch hier werden fast alle Tracks von rhytmischen Claps und Kicks begleitet und kommen im Grunde ohne Sampling aus. Zudem steht fast ausschließlich Sabira Jade im Vordergrund, da Pugs Atomz' eher bescheidene Reimtechnik im Vergleich zum Gesangstalent der Engländerin ein wenig verblasst. Auch bei "Overloaded" bleiben einem hauptsächlich die gesungenen Parts von Sabira Jade im Gedächtnis, auch wenn Pugs Atomz einen deutlich größeren Anteil am Track hat. Mit "Hands Up" bekommt die Soul-Hoffnung aus England sogar eine Art Solotrack, da Pugs nur ansatzweise als Backup vertreten ist. Nicht nur Sabira auch das melodische Keyboard-Instrumental sorgen dafür, das man es hier mit einem der besseren Momente auf dem Album zu tun hat. Leider sind Vadim's Produktionen sonst größtenteils relativ unspektakulär und wirken zudem wie bereits erwähnt recht monoton. Vadim zaubert zwar einen entspannten Sound hervor, der zu keiner Zeit überladen wirkt, allerdings fehlt es dadurch auch irgendwie an richtigen Krachern. "So Now You Know" kann ein wenig aus dieser gefühlten Eintönigkeit herausstechen, da der Sound durch Gitarren- und Streichereinsatz wesentlich kraftvoller wirkt als die meisten anderen Tracks. Zudem kann Pugs durch seinen begleitenden Gesang im Refrain positiv überraschen. Bei der textlichen Themenpalette bleibt man vordergründig in seichteren Gewässern, will heißen man spricht zwar durchaus interessante Themen an, reizt die lyrischen Möglichkeiten aber nur selten wirklich aus. Auf "Beautiful" bekommt man ein hübsches Stück Soul-Musik geboten, das durch die Synthies im Hintergrund einen leicht verträumten Eindruck macht. "Life Is Moving" wirkt soundtechnisch hingegen leider wieder ziemlich langweilig, auch wenn Vadim mit ein paar Scratches versucht, ein wenig Abwechslung reinzubringen. Für die Rapfans dürfte wahrscheinlich "You Can Try" mit am interessantesten sein, schwingt hier doch eine ordentliche Brise Old-School-Feeling mit. Vor allem der Refrain erinnert in seinem Stil ziemlich stark an Zeiten, bei denen der Begriff Rapper noch gar nicht etabliert war. Auch "Running" gibt einem das Gefühl, das hier Leute am Werk waren, deren Wurzeln im HipHop zu suchen sind. Vor allem Pugs Atomz kann hier endlich einmal zu Hochform auflaufen und sowohl flow- als auch reimtechnisch zeigen, wieso ihm eigentlich so viel Respekt entgegengebracht wird. Das Sahnehäubchen ist am Ende Vadim's wilde Scratch-Oddyssee, die den Funk-geschwängerten Track gekonnt abrundet. Lyrisch geht es auf "Questions, Questions" ein wenig innovativer zur Sache, indem einige recht lebensnahe Fragen in den Raum geworfen werden, die die Aufmerksamkeit des Hörers zumindest kurzzeitig auf sich lenken können. Kurz vor Schluss wird dann noch einmal das Konzept des Albums gebührend zelebriert. "Let's Celebtrate" ist ein spaßiger Track, der auf jeden Fall nochmal für ein wenig heitere Stimmung sorgen kann. Was als Haupterkenntnis übrig bleibt, zeigt der langsame Track "Music Is Addictive", was ich jetzt einfach mal so unterschreiben würde, ungeachtet der duchwachsenen Qualität des Dargebotenen.

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen in diesem Jahr dürfte dieses Album einen passenden Release-Zeitpunkt erwischt haben. Dieses Projekt entwickelt eine nahezu perfekte Atmosphäre für eine entspannte Strand-Party (sofern man einen Strand zur Verfügung hat). Um für enthusiastische Begeisterung zu sorgen, fehlt dem dem Album leider ein wenig der Drive. Es enthält zwar im Prinzip keine schlechten Tracks, aber es fehlen leider auch die typischen Glanzmomente. Nur wenige Tracks laden dazu ein, den Rewind-Button zu betätigen und die Musik wortwörtlich zu zelebrieren. Vielmehr empfiehlt es sich, die Musik eher nebenbei laufen zu lassen und sie sich im Hintergrund entfalten zu lassen. Wer von szenetypischen, Sample-lastigen Instrumentals genervt ist und mal eine Auszeit braucht, dürfte mit diesem Album einen realxten Ausweg finden, alle anderen dürften jedoch ziemlich schnell gelangweilt das Handtuch werfen.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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