Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Richie Spice - Book Of Job » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Richie Spice - Book Of Job
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2580.jpg
Rang: R4F | Redakteur
Wertung:
Beiträge: 4.453
Guthaben: 23.985 Bucks
Herkunft: Deutschland
Fav. Artist: Pi, Papoose, Youssoupha, Senti,Tunisiano, Jah Cure
Fav. Crew: Saïan Supa Crew, Sniper, D-Block, S.A.S
Fav. Producer: Heatmakerz,Whizz Vienna,Monroe,Skalp, J.Blaze
Fav. CD: Sentino - IBDHH / Pi - Donnerwetter

- +
Level: 53 [?]
Erfahrungspunkte: 18.615.904
Nächster Level: 19.059.430

443.526 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
Richie Spice - Book Of Job


Release Date:
15. März 2011

Label:
VP Records

Tracklist:
01. Better Tomorrow
02. My Life
03. Confirmation
04. Mother Of Creation
05. Black Woman
06. Serious Woman
07. Soothing Sound
08. Legal
09. Yap Yap
10. Find Jah
11. Jah Never Let Us Down
12. Father

Review:
Fast zehn Jahre musikalisches Schaffen lagen hinter dem in Saint Andrew, Jamaika geborenen Richie Spice, bis sein Stern endgültig mit der Veröffentlichung seines zweiten Studioalbums "Spice In Your Life" (2004) am internationalen Reggae-Himmel aufgehen sollte. In den nächsten Jahren folgten darauf drei weitere erfolgreiche Alben, mit denen es der Sänger und Anhänger des in Jamaika weit verbreiteten Rastafari-Glaubens endgültig an die Spitze des Genres schaffen sollte. Nun erscheint pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen des Jahres das mittlerweile fünfte Soloalbum "Book Of Job" des Optimisten, der trotz der Thematisierung von Problemen wie dem Leben in seiner Heimat, der Rassenfeindlichkeit, der Kriminalität oder auch den fehlenden Bildungschancen immer versucht, seinen Hörer etwas Positives mit auf den Weg zu geben. Dieses Talent ist für den Sänger ein Geschenk Gottes, was die Wahl eines religiösen Titels für sein neues Album auch verständlicher macht. Ob er es allerdings schafft, uns auch mit seinem neuesten Werk zu erleuchten, werden wir nun prüfen.

Nimmt man den Titel des neusten Werks des mittlerweile vierzigjährigen Riche Spice wörtlich, so hält man eine Art Hörbuch in den Händen, welches ebenso wie das Buch Hiob seinem Adressaten Hoffnung und Zuversicht schenken soll, auch wenn die momentane Lebenssituation vielleicht alles andere als hoffnungsvoll ist. So wimdet sich Spice auch direkt zu Beginn seiner, zumeist von Producer Donovan Germain vertonten Erzählung, den Problemen und Schwierigkeiten des alltäglichen Lebens. Nach einem holprigen Start sticht dabei vor allem die leicht melancholische Modern-Roots-Nummer "My Life" heraus, die man bereits 2008 auf einem damals sehr hiphoplastigen Riddim von Ronald "Sunny Spoon" Wright hören konnte. Nun bastelt Donovan Germain einen melodiöseren Riddim, auf dem der in Saint Andrew aufgewachsene Sänger seine Geschichte über das harte Leben in seiner Heimat erzählt:

"I man used to live up in a one room shack,
caan baily find food not even clothes pan mi back,
roof start leak, mi haffi set pat,
water start drop tip a tip a tap,
hold up mi heavens, wow mi nah look back,
height and meditation make mi stay pon track,
know all the street and the lanes, hold all heartache an pains
."

Verbunden mit der besonderen Melancholie in seiner Stimme und einem Chorus mit Ohrwurmpotential entwickelt sich der Tune zum ersten Lichtblick des Albums. Nach zwei weiteren, aber eher durchschnittlichen und dahinplätschernden Roots-Nummern bekommen wird auf dem von Raging Fyah geschusterten "Black Woman" den Beweis dafür geliefert, dass sich Richie Spice im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen voller Respekt und Bewunderung gegenüber der Damenwelt zeigt. Passenderweise wird er daher auch, wie auf vielen weiteren Songs der Scheibe, von einem weiblichen Chor im Hintergrund begleitet. Nach einer relativ ruhigen und nachdenklichen ersten Albumhälfte strotzt das treibende "Soothing Sound" nur so vor Ennergie. "Play Reggae music with the Soothing Sound, you got the whole world turning, turn it up Selektah, don't you turn it down" - diese Aufforderung braucht es fast gar nicht, denn schon nach den ersten Tönen des "Indiscretion Riddim" zuckt es dem Hörer in den Beinen. Diese dürften sich auch zu dem ähnlich geschusterten und ebenso energiegeladenen "Yap Yap" bewegen, auf dem Spice erneut alle Tonlagen seiner Stimme ausspielt und den melodiösen und bläserbegleiteten Uptempo-Riddim zu einer Gute-Laune-Hymne veredelt. Dass er fast auf allen seiner Songs auf nichtssagende Parolen verzichtet und stets versucht, dem Hörer mit nachdenklichen Messages etwas Positives und Wichtiges mit auf den Weg zu geben, gerät bei solchen Tunes sogar zur Nebenssache. Auch die anschließende flotte Roots-Nummer inklusive markanter Synthie-Strings, "Find Jah", steckt den Hörer zum Mitsummen und Nachdenken gleichzeitig an. Auf dem "18 & Ova"-Riddim thematisiert Spice seinen Glauben und die Suche nach Gott und Hoffnung im Leben. Dass Gott uns, oder zumindest die angesprochene Rastafari-Gemeinde, nie im Stich lässt und dem Vater aller Väter mal die ein oder andere Hommage gewidmet werden muss, sind die Grundideen der letzten beiden, ruhigeren Modern-Roots-Nummern "Jah Never Let Us Down" und "Father". Doch auch trotz ihres religiösen Beigeschmacks weisen diese die besonderen Merkmale auf, die fast alle Albumnummern zu gelungenen Anspielpunkten machen: melödiöse Riddims, von weiblichen Sängerinnen begleitete Refrains mit Ohrwurmpotential und stimmige Lyrics. Dass Richie Spice sich in Bestform präsentiert, gehört mittlerweile zur Standartleistung seiner Alben.

Waren bei dem Betrachter aufgrund der geringen Anzahl an neuen Songs auf "Book Of Job" Zweifel aufgekommen, ob Richie Spice nicht vielleicht mittlerweile die Puste und Motivation nach dem Erfolg von Alben wie "In The Streets To Africa" (2007) ausgegangen war, so widerlegt der Sänger mit der besonderen Melancholie in der Stimme diese überzeugend. Getreu dem Motto "Qualität statt Quantität" bekommt der Hörer ein gelungenes, Modern-Roots-geprägtes Werk geboten. Dieses besticht vor allem durch die nachdenklichen, aber zugleich positiven Messages des charismatischen Jamaikaners und die durchweg anspruchsvollen Produktionen. Dabei macht sich nicht einmal das Fehlen von Dancehall- oder HipHop-Einflüssen negativ bemerkbar, allerdings fehlt dem Album trotz allem noch ein wenig, um auf einer Stufe mit vorherigen Werken zu stehen.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
Sonny

Baumstruktur | Brettstruktur

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten letzter Beitrag
1. Richie Spice - Book Of Job Sonny Upcoming Releases 0 31.01.2011 18:35 Uhr
2. Spice 1 - The Best Of Spice 1 - Live ... Prophet Upcoming Releases 1 12.03.2006 14:36 Uhr
3. Spice 1 - The Best Of Spice 1 Vol. 2 jaytodadee Upcoming Releases 0 13.08.2010 13:19 Uhr
4. Spice 1 & MC Eiht - No One Else Ben Media 1 06.03.2006 16:19 Uhr
5. Spice 1 - The Truth Prophet Upcoming Releases 3 14.03.2006 14:58 Uhr
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Richie Spice - Book Of Job


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv