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Zum Ende der Seite springen Doap Nixon - Gray Poupon
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Doap Nixon - Gray Poupon


Release Date:
01. März 2011

Label:
Q-Demented

Tracklist:
01. Intro
02. Silent Murders
03. Grand Opening (Feat. Celph Titled & Planetary)
04. Afraid Of Me
05. Jive Turkey's
06. Darkness
07. About Me
08. Words From Kwest (Feat. DJ Kwestion)
09. War Music (Feat. Crypt The Warchild)
10. Power To The People
11. You Need To Know
12. Caucasion SlimeWave (Feat. Killa Rellik, Sick Six, Capo & Burke The Jurke)
13. Burnt Offering
14. Running (Feat. Chief Kamachi) (Bonus Track)
15. Pistol Gang (Bonus Track)

Review:
Doap Nixon ist einer der Jungs, die schlichtweg deshalb Teil der AOTP sind, damit man den Begriff "Army" im Namen zu Recht trägt - einer, der in Videos meist im Hintergrund steht und böse schaut. Kurz gesagt: Ein Weedcarrier, Handtuchhalter oder auch Mitläufer. Im Zuge des Hypes, der der AOTP vor einigen Jahren Auftrieb bescherte, gab ihm Babygrande sogar die Gelegenheit, sein Debüt, eines der "JMT Presents"-Alben, zu veröffentlichen. Dieser Tage pfeift das einst so mächtige Label selbst aus dem letzten Loch, die Jedi Mind Tricks ziehen ihr eigenes Label hoch und haben dabei offensichtlich noch keinen Platz für die ganze Bande. Da kann man sich ausmalen, dass die Zeiten für einen Doap Nixon nicht unbedingt rosig sind. Deshalb nennt er "Gray Poupon" nicht nur sein Sophomore, sondern auch ein Statement, wie stark die AOTP-Familie sei und welche Beharrlichkeit Doap selbst besitze.

Klingt nach einer Kampfansage, die aber noch nicht preisgibt, in welche Richtung Doap mit seinem zweiten Werk zu steuern gedenkt - denn wer das Debüt noch in Erinnerung hat, der wird sich ebenfalls noch daran erinnern, dass Doap damals von allen Seiten ein akzeptables, aber durchgehend austauschbares Zweite-Reihe-Album beschieden wurde. Das kann natürlich für keinen Künstler ein Status sein, auf dem man es beruhen lassen will. Deshalb wäre zumindest die potentielle Zielsetzung eine, die aus den Standardmustern seiner AOTP-Kollegen ein wenig ausbricht, zumal Doap ja auch am Mikro alles andere als eine Ausnahmeerscheinung darstellt. Doch dann sollte man sich wieder daran erinnern, dass Doap eben doch nur ein Weedcarrier ist, und seine Erwartungshaltung dementsprechend ins rechte Licht rücken - man täte gut daran, wenn man diesem Album entgegentreten will. In der Realität nämlich ist "Gray Poupon" das viertausendachtzigste AOTP-Album mit bekanntem Sound, den üblichen Gästen und vollkommen ohne Überraschungen. Es ist dagegen geradezu (in erschreckender Weise) überraschend, wie sehr dieses Album so ziemlich alles, was man als Standard erwarten würde, abgrast. Um diese Behauptung zu beweisen, muss man lediglich chronologisch vorgehen: Wir starten mit dem "Intro" und ein paar Lines, die klingen, als würde sich Doap selbst Mut zusprechen ("This time around gotta come more lethal / [...] / My flow's legit, I promise you this album"), bis der erste Track ("Silent Murders") mit einem noch recht verhaltenen Instrumental ein wenig die marode Szene umreißt und an die guten alten Zeiten erinnert ("Everything gotta change my nigga, but it changed to a mess"). Das fadenscheinige "Grand Opening" kombiniert so routiniert ein dramatisches Voice-Sample mit den immergleichen Cuts für die Hook, als gäbe es ein Kochbuch, in dem sich solche Tracks nach Belieben rekreieren ließen - da tut es übrigens nichts mehr zur Sache, ob ein Doap Nixon oder ein Celph Titled am Mic steht - das ist solides Mittelmaß, aber sicherlich nicht mehr. Das Standardprogramm geht weiter: "Afraid Of Me" ist der Block-McCloud-Track, für das der überfischte Refrain-Spender mit dem, was er immer tut, wieder maßgetreue Mittelmäßigkeit serviert. Was natürlich ebenfalls nicht fehlen darf sind gepitchte Voice-Samples, die mit "Jive Turkey's" und "Darkness" prompt nachgereicht werden, wobei letzterer Track dabei noch in unglaubwürdiger Weise die Rolle der melancholischen Nummer einnimmt, für die Doap sich in ein paar existenziellen Fragen windet. Ein Interlude von DJ Kwestion (das gelungene "Words From Kwest") wird vor dem mit grauenhafter Hook versehenen "War Music" eingeworfen, bis mit "Power To The People" die Notwendigkeit, Abwechslung ins Spiel zu bringen, verspürt und ein wenig Karibik-Flair versprüht wird. Etwa zu diesem Zeitpunkt ist die Geschichte dann schon gegessen, da reißt ein Kamachi auch nichts mehr raus, ebensowenig wie da mit dem vielleicht besten Song (dem ordentlich produzierten und schön abgeklärten "You Need To Know") noch was zu drehen wäre. Um dies zu unterstreichen reicht man freundlicherweise mit "Caucasion SlimeWave" noch ein Festmahl für wahlweise Abfalleimer oder Toilette nach.

Noch vor einigen Jahren waren selbst Alben wie dieses ganz gut genießbar, fanden sich selbst auf einem solchen Album zwei oder drei Bretter. Orientiert man sich hieran, so ist diese Zeit vorbei. Gleichsam lässt sich somit dem inzwischen so ausgetretenen AOTP-Sound ein ähnliches Schicksal wie einst der Justus League prophezeien: Es wird noch für eine ganze Zeit einige Hartgesottene geben, die ein Album wie "Gray Poupon" feiern, doch der typische Weedcarrier (Paradebeispiel Doap Nixon) wird, wenn er weiter stur mit dem Kopf gegen die Wand rennt und sich nichts Neues einfallen lässt, bald verschwinden. "Gray Poupon" muss schon ohne Highlights auskommen und fällt zu oft in die falsche Richtung aus dem Bereich des Mittelmaßes heraus.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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Muss ich leider zustimmen, viel Mittelmaß, vor allem eine einfallslose Produktion. Bei den Tracks Afraid of Me und Darkness dachte ich, jetzt würde sich das Album steigern, aber das war nur ein Zwischenhoch. 2.5/5

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