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Zum Ende der Seite springen Beneficence - Sidewalk Science
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Beneficence - Sidewalk Science


Release Date:
01. März 2011

Label:
Ill Adrenaline Records

Tracklist:
01. Heavyhitters
02. Monetary Policy (Feat. Roc Marciano)
03. Fight On
04. The Essence (Feat. Truth Enola)
05. Bare Knuckle
06. Royal Dynasty
07. What Would You Do? (Feat. Rob-O & Kazi)
08. Watch You
09. What A King Would Do (Feat. Diamond D)
10. Aim, Fire, Spit (Feat. The Legion)
11. Sidewalk Science
12. Treasures Untold (Solo Version)
13. With My Real People (Feat. Prince Po & Lord Tariq)
14. King of Knights (Part 2)
15. Go Away (Feat. Frank Nitt)
16. Royal Dynasty (Remix) (Feat. Wise Intelligent)
17. Treasures Untold (Bonus Version) (Feat. Diamond D)

Review:
Ganz heimlich, still und leise hat Beneficence schon mehr Jahre im HipHop-Geschäft verbracht als so manch anderer. Doch wen wundert das groß, ist der Rapper aus Jersey's Brick City doch einer von vielen, die in den Neunzigern auf nicht mehr als 12-Inch-Veröffentlichungen (die erste wurde schon '91 aufgenommen und dann erst drei Jahre später veröffentlicht) kommen. Dann zieht es ihn an die Cheney University, wofür die Rap-Karriere vorerst einen Gang zurückgeschaltet wird und die Welt Beneficence vergisst. Als er dann zurückkommt bleibt sein 2004er Debüt "Eye Of The Storm" fast gänzlich unbekannt. Nicht anders ergeht es einige Jahre später "Vocal Sport" und 2009 dann "Holders Of The Key" (mit dem Schweizer DJ LKB). Das vierte Album soll die Wende bringen, "Sidewalk Science" bekommt zumindest schon vor Release etwas Aufmerksamkeit, außerdem tragen sich einige Größen der Szene auf der Gästeliste ein.

Die Alarmglocken schrillen, wenn man den Pressetext liest, der die Rückkehr des Neunziger-BoomBap-Sounds verkündet. Das haben schon viele getan und sind dabei in fast selbiger Anzahl gescheitert. Ein erster Indikator, dass man es hier mit einer Ausnahme zu tun haben könnte, stellt die Gästeliste dar, auf der sich erfreulicherweise nicht die immergleichen, bekannten Gesichter und Feature-Rapper finden - von El Da Sensei, zu dem Benef einen guten Draht hat, gibt es auf zudem dem (schon bekannten) Bonus-Track (auf der Vinyl enthalten) einen Auftritt. Die Produktion machen zum Großteil Diamond D (zu dem ebenfalls ein sehr gutes Verhältnis besteht) und DJ LKB unter sich aus, dazu stoßen noch Presto und 12 Finger Dan. Lange um den heißen Brei herumzureden macht an dieser Stelle auch keinen großen Sinn: "Sidewalk Science" ist genau das, was der Pressetext ankündigt und will überhaupt nichts anderes sein. Das klingt wesentlich langweiliger, als es eigentlich ist. Der Grund dafür ist weder offensichtlich noch leicht zu erklären: Beneficence scheint ein Ohr für die richtigen Beats zu haben, denn viele seiner Tracks haben in der Tat das unbeschwerte 90s-Feeling (natürlich in einer 2011er Version) gepachtet, ohne dass dem goldenen Zeitalter je nachgeweint wird. Benef selbst ist dabei sicherlich alles andere als ein Ausnahmetalent, seine recht gewöhnliche Stimme kleidet sich in einen sehr weichen, angenehmen Flow, der gut ins Bild passt. Gerade der Anfang fährt dicke Pluspunkte ein: "Heavyhitters" hätte kaum eine positivere Überraschung sein können: Diamond's Beat schippert mit einer Brise Ninetees sehr relaxed vorbei, während sich Beneficence all jenen, die ihn noch nicht kennen, mit Lines wie "some say if I curse I'd be one of the top spitters" oder "I can give a what about SoundScan, it's really a sound scam / The plan is to keep it astounding" vorstellt. Die nächsten Tracks feuern gleich kräftig weiter: "Monetary Policy" erklärt, warum sich doch alles ums Geld dreht (da passt Roc Marciano als Gast natürlich gut), "The Essence" lehnt sich entspannt zurück und in "Fight On" wird mit einfachen Mitteln ein lyrisch sehr ansprechendes Stück (inklusive starkem Chorus) erschaffen, dem außerdem wieder der richtige Beat zugrunde liegt. Leider sackt die ganze Geschichte dann etwas ab, da sich im späteren Verlauf einige weniger begeisternde Stücke einschleichen: "Royal Dynasty" will nicht so ganz ins Konzept passen und macht erst als Remix am Ende des Albums mit gut gewählter Unterstützung von Wise Intelligent Sinn, andere Tracks ("What A King Would Do", "Aim, Fire, Spit" - so erfreulich es auch ist, dass The Legion aus der Versenkung ausgegraben wurden) kommen nicht aus dem Mittelmaß hinaus, wohingegen LKB's "King Of Knights 2" etwas zu wuchtig für Beneficence's Flow aufspielt. Wesentlich besser funktionieren da die ruhigen Nummern, die zum Glück in gesunder Zahl vertreten sind (als Beispiele seien noch LKB's bester Beitrag, "Watch You", oder "What Would You Do?", eine Ode an den "real" HipHop, genannt).

Egal, wie viele Jahre Beneficence schon im Game zugebracht hat, ohne dabei durchaus verdiente Beachtung zu bekommen, spätestens jetzt sollte sich ein größeres Publikum der Tatsache bewusst werden, dass die Riege der "real emcees" um einen Namen reicher ist, denn Benef strahlt das aus, was die Ewiggestrigen dazu veranlasst, neuen Acts ihr Ohr zu schenken. Mit dieser Fähigkeit bringt er es dann auch zu einer ganzen Reihe exzellenter Songs, die für jeden zu empfehlen sind. Dass er wahrscheinlich nicht der wandlungsfähigste oder technisch versierteste Rapper ist, stört dabei kein Bisschen, ganz im Gegenteil wäre "Sidewalk Science" noch wesentlich besser gewesen, wenn mehr "Heavyhitters"-Kaliber mit von der Partie gewesen wären. Unter den gegebenen Umständen hat das Album einen sehr starken Anfang und bleibt trotz einer Handvoll weniger berauschender Tracks über die gesamte Spielzeit hinweg angenehm im Ohr.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Gute Geschichte - Beats und Features können teils leider weniger als die Namen versprechen.

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