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Zum Ende der Seite springen V/A - Ragga Ragga Ragga 2011
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V/A - Ragga Ragga Ragga 2011


Release Date:
08. April 2011

Label:
Greensleeves Records / VP Records

Tracklist:
01. I-Octane – No Love Inna Dem
02. Vybz Kartel – Cake Soap
03. Vybz Kartel – Benz Punany
04. Mavado – Gal A Mad Ova
05. Di Genius – Whine Up Part 2
06. Mavado – Stullesha
07. Chino – Tek Weh Gal
08. Derrick Coffie, Selena Chin & Michael Parkinson – Di Cleaner
09. Spice – Jim Screechie
10. T'Nez – Cyaa Mad Me
11. Lolita – Get Out My Face
12. I-Octane – Nuh Ramp Wid
13. Buju Banton – Gal
14. Gyptian – Gal We Want
15. Elephant Man & Bounty Killer – Life Of The Party
16. Vybz Kartel – Dancehall Hero

Review:
Nun haben uns anscheinend nicht nur die karibikähnlichen Sonnenstrahlen und heißen Sommertemperaturen erreicht, sondern wohl auch das Verlangen nach "Ragga, Ragga, Ragga!" der nicht nur in Kingstons Tanzhallen feierwütigen Anhänger des energiegeladenen, jamaikanischen Dancehall-Sounds. Gesagt, getan dachte sich die Chefetage des führenden Reggae-Labels VP Records und warf nun die 2011er Dancehall-Compilation "Ragga, Ragga, Ragga!" auf den Markt, auf der sich neben allseits bekannten Gesichtern wie dem Genre-König Vybz Kartel, dem kürzlich wegen Drogenhandels verurteilten Altmeister Buju Banton, Reibeisenstimme Mavado oder Elephant Man auch mehrere jamaikanische Newcomer tummeln. "Raw, X-rated Dancehall" verspricht uns das Cover, was wohl auch zutreffen wird, tauchen doch schon auf der Tracklist die oftmals so zweideutig besungenen "Gals" auf, die vermutlich neben Gangstergehabe und unterschweliger Sozialkritik den Themenschwerpunkt des zum Drittel aus der Riddim-Goldschmiede von Producer Stephen "Di Genius" McGregor stammenden Samplers darstellen werden.

Nach einem für Dancehall-Verhältnisse eher ruhigen Start werden wir auf dem zweiten, von Kingstons Artist der Stunde, Vybz Kartel, selbstproduzierten "Cake Soap" gewissermaßen erstmals mit dem auf dem Cover auftauchenden Hinweis "Parental Guidance - Explicit Content" konfrontiert. Denn das Thema, dem sich der zurzeit schwer in die Kritik geratene Adidja Palmer hier widmet, sollte zumindest der häufig in Armut und Schwierigkeiten lebenden, jamaikanischen Jugend besser verborgen bleiben. Vybz Kartel, wohl prominentester Anwender und Verfechter des sogenannten "Skin Bleaching", mit dem die Jamaikaner versuchen, durch eine hellere Hautfarbe in höhrere gesellschaftliche Kreise zu gelangen und dies sogar schon an Babys praktizieren, preist dieses und sein Mittel "Cake Soap" vor allem im Refrain recht unterbelichtet und monoton an:

"Cool like mi wash,
Mi face wit di cake soap,
Cool like mi wash,
Mi face wit di cake soap,
Cool like mi wash,
Mi face wit di cake soap,
Cool like mi wash
Mi face wit di cake soap
"

Doch dank Genre-Kollege Mavado und dem vom zu Recht "Di Genius" getauften Produzenten-Newcomer Stephen McGregor geschusterten "Bad People Riddim", den wir zuletzt auch auf dem Album des Dancehall-Duos Mono & Nikitaman fanden, bekommen wir mit dem treibenden und synthielastigen "Gal A Mad Ova" endlich energiegeladenen Dancehall-Sound in seiner Reinform geboten. Auf wertvolle lyrische Ergüsse von "Mr Brooks" warten wir natürlich vergeblich, aber dank seiner unverwechselbaren Stimme und Energie bleibt dieses Dancehall-Geschoss länger im Ohr als die ersten Songs. Dass Riddimbastler Stephen "Di Genius" nicht nur für farben- und klangreiche Produktionen, sondern auch für eine vorzeigbare Stimme steht, beweist er uns mit dem melodiösen "Whine Up Part 2". Eine gelungene Mischung aus traditionellen Dancehall-Elementen, einigen Breaks und außergewöhnlichen Reggaeton-Einflüssen sowie einem stimmigen Refrain sorgen für einen äußerst tanzbaren Tune, dessen Aufforderung nicht nur das von McGregor angesproche "Gal" nachkommen wird: "Girl yuh a plus dem a minus, gal shake up yuh body pon me, back it up, back it up, back it up". Nachdem wir die gelungenen Interpretationen des ebenfalls kräftig wummernden "Winning"-Riddims von Mavado und Newcomer Chino hinter uns haben und uns auch nicht von dem penetranten Gestöhne des folgenden Anspielpunkts haben stören lassen, erwartet uns mit "Cyaa Mad Me" das nächste erwähnenswerte Highlight. Dieses ist eine Zusammenarbeit von dem erst 23 Jahre jungen Newcomer T'Nez und dem omnipräsenten Stephen McGregor, die eine flotte Partyhymne geschaffen haben, die nur so vor selbstbewussten Ansagen des Jungspunds an die Damenwelt strotzt: "Love woman but mi neva yet love a gyal ova mi, ask dem who dem love and dem a announce a mi". Die einzige weibliche Stimme bekommen wir von der noch recht unbekannten Lolita auf dem folgenden Uptempo-Tune "Get Out My Face" zu hören, wobei wir der Sängerin erstmals melodiöse Pianoelemente verdanken und die sich natürlich nicht nur titeltechnisch gegen die ganzen Männern um sie herum behaupten möchte. Dabei bleibt es allerdings bei einem recht kläglichen Versuch, denn nach der gefühlt fünfzigsten Wiederholung ihrer "Get Out My Face"-Parole, mit der die junge Sängerin lyrisch gesehen bestenfalls Pop-Lolita Britney Spears Konkurrenz macht, hört spätestens auch der letzte Clubbesucher auf mitzusummen. Rein vom Namen her wäre auch Altmeister Buju Banton mit seiner röhrenden Stimme ein potentieller Ohrwurm-Kandidat, doch er sorgt mehr mit halblegalen Machenschaften für Furore als mit dem zusammengekrächzten und lahmen "Gal". Dass diesen "Gals" eindrucksvoller gehuldigt werden kann, beweist uns der Künstler des Jahres 2010, Gyptian, mit der folgenden energiegeladenen Nummer, die wohl den besten Tune des Albumendes darstellt. Die Betitelung "Dancehall Hero" hat sich der am Schluss nochmal auftauchende Vybz Kartel mit seiner recht schwachen Teilnahme an dieser Compilation keineswegs verdient, ebenso wenig wie die vorher auftretenden Genre-Größen Elephant Man und Bounty Killer.

Mit der 2011er Ausgabe der alljährlichen "Ragga Ragga Ragga"-Ausgabe schwappen nicht nur sommerliche Dancehalltunes aus Jamaika nach Europa, sondern zudem auch eine Welle neuer, junger und hungriger Genre-Newcomer, die bislang vermutlich nur Szenen-Kennern und den Besuchern der Kingstoner Bashments ein Begriff waren. Doch während die zumeist energiegeladenen und flotten Auftritte der jungen Garde für die Glanzpunkte der Zusammenstellung sorgen, sind es die schwächelnden und enttäuschenden Beiträge der Alteingesessenen wie Elephant Man, Buju Banton oder auch Vybz Kartel, die das sonnige Gesamtbild ein wenig trüben. Doch insgesamt wird die gelungene Compilation sicherlich wieder für schweißtreibendes Gezucke der feierlustigen Genre-Fans gesorgt haben, denen allerdings leider inhaltliche Tiefe und die ein oder andere große Dancehall-Perle bei dieser Selektion vorenthalten wurde.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Sonny

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Herkunft: NRW
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Fav. Crew: Mobb Deep
Fav. Producer: Havoc, Alchemist, K. West, Dr. Dre, Premo
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Lieblingsfilm: Pulp Fiction

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User Beitrag:

Ha ha, cooles Zitat. laugh

Schönes Cover btw. grins

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