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Zum Ende der Seite springen Freddie Gibbs - Str8 Killa (EP)
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Freddie Gibbs - Str8 Killa (EP)


Release Date:
03. August 2010

Label:
Decon Records

Tracklist:
01. Str8 Killa No Filla (Feat. Big Kill)
02. Rep 2 Tha Fullest (Feat. Jay Rock)
03. National Anthem (Fuck The World)
04. The Coldest (Feat. B.J. The Chicago Kid)
05. Personal OG
06. Live By The Game
07. Rock Bottom (Feat. Bun B)
08. Oil Money (Feat. Chuck Inglish, Chip The Ripper, Bun B & Dan Auerbach)

Review:
Seit ungefähr einem Jahr erfreut sich Fredrick Tipton alias Freddie Gibbs gesteigerter Aufmerksamkeit. Sein Mixtape "Str8 Killa No Filla" wurde vom Juice Magazin zum Mixtape des Monats ernannt, die XXL nahm ihn vergangenes Jahr auf das Freshmen-Cover und vor kurzem unterschrieb er (für einige überraschend) bei Young Jeezys Label Corporate Thugz Entertainment. Dabei ist der aus Gary, Indiana stammende Rapper keineswegs aus dem Nichts aufgetaucht, schließlich hatte er bereits 2006 einen Deal mit Interscope einsacken können und mehrere Mixtapes veröffentlicht (unter anderem "Live From Gary, Indiana", "The Miseducation Of Freddie Gibbs" uvm.) – ein Album erschien aber nie. Vorliegendes Werk ist nun eine EP, die zwei exklusive und sechs von "Str8 Killa No Filla" bekannte Songs beinhaltet, wobei zu sagen ist, dass man sich diese auf dem Tape nicht komplett anhören konnte.

Wer sich mit dem Künstler auseinandergesetzt hat dürfte die Marschroute der EP erahnen – es handelt sich inhaltlich vornehmlich um Gangster-Rap klassischer Machart, allerdings technisch sehr anspruchsvoll vorgetragen. Gangsta Gibbs, durch seine charakteristische Stimme ohnehin gesegnet, versteht es durchgehend, den Hörer mit seinen Geschichten mitzureißen, da diese zwar hart genug sind um "gangster" zu sein, jedoch von dem Künstler auch so weit hinterfragt werden, um nicht als glorifizierend dargestellt werden zu können. Somit vereint Freddie Gibbs straßenlastige und sozialkritische Themen, welche überwiegend von Doubletime-Flows veredelt werden. Ein passendes Beispiel hierfür, und das Highlight des Tonträgers, ist "National Anthem (Fuck The World)". Hier beschreibt der Protagonist seinen Werdegang, welcher von falschen Hoffnungen, Straßenhustle, Wut auf die Gesellschaft und letztendlich dem Start einer Rap-Karriere geprägt ist:

"Back when I was younger
Very ambitious but often blinded by my hunger
Some say I dream too big and my dream gon' take me under
Beneath the streets of Gary would I make it out I wonder
Could my obituary be the next they read amongst the
Niggas I came up and fell victim to this dope game
Poverty stricken so our economy is cocaine
Ecstasy, heroin, marijuana ain't no hope man
[...]
Then I figured after that I could make a living off makin' words rhyme, it was all in my mind
Everybody in the G with a finger-roll studio, nobody had a flow quite like mine
[...]
When I come upon a deal, niggas that I never knew, I could blew, wanna come be my friends
Then the boy got dropped and the friendship stopped, in a flash I was back on my own"

Freddie Gibbs rundet den Track zusätzlich mit einer angenehm gecroonten Hook ab. Generell handelt es sich bei ihm um einen Meister des Croonens (einer der Aspekte, die oft Vergleiche mit Rappern aus Houston nach sich ziehen), was sich unter anderem auch in "Personal OG" widerspiegelt. Hierbei handelt es sich um eine entspannte Kifferhymne ("And I'm a motherfuckin' marijuana addict, so I had to do a song for the smokers"), welche sich gut für gemütliche Sommertage eignet. Etwas aus dem Rahmen fällt der Opener "Str8 Killa No Filla". Hier dominieren donnernde Synthies und eine allgemein eher düstere Atmosphäre. Freddie Gibbs zeigt sich äußerst angriffslustig und überzeugt durch unterhaltsame Flowwechsel, doch unglücklicherweise fällt Feature-Partner Big Kill mit seinem Beitrag unangenehm auf, da sein Antiflow und seine penetrante Stimme an Nervensägen wie Plies erinnern. Wenn man schon bei negativen Gastbeiträgen ist, muss leider auch Jay Rock erwähnt werden, der flowtechnisch bei "Rep 2 Tha Fullest" ungeschickt reinstolpert, sich später zwar fängt, letztendlich aber trotzdem unter seinen Möglichkeiten bleibt. Abgesehen davon gibt es ausschließlich Positives zu vermelden. "Rock Bottom" mit Freddie Gibbs und Mentor Bun B am Mikrofon sowie Beatnick & K-Salaam am Beat thematisiert die Probleme im Alltag der Protagonisten und führt zu der berechtigten Frage, wie man eine Familie ernähren soll, wenn es schon für einen selbst nicht reicht. Das Instrumental fängt die Melancholie der Lyrics sehr gut ein und führt zu einem ansprechenden Gesamtprodukt. "The Coldest" ist geprägt von Piano-Geklimper und einer gesungenen B.J.-The-Chicago-Kid-Hook und stellt den radiofreundlichsten Track der EP dar, erweist sich dann allerdings, nach anfänglicher Skepsis, doch als Highlight. Freddie Gibbs rechnet hier mit sogenannten Fake-Gangstern ab und betont, dass das Leben auf der Straße jederzeit negative Konsequenzen nach sich ziehen kann: "Keep the reefer, keep the white, keep the sulfur, just keep it cookin' / But keep in mind that any given day you can die for this". Zum Abschluss kommt die Supergroup Pulled Over By The Cops (zu welcher Dan Auerbach nicht gehört) zusammen, um mit "Oil Money" ein wenig Selbstbeweihräucherung zu betrieben. Der basslastige Beat bietet mit seinen Orgel-Sounds und Piano-Einsätzen die passende Vorlage für die unterhaltsamen Parts der vier Rapper und für Dan Auerbach's (welcher vielen Rap-Fans vor allem durch das BlakRoc-Projekt bekannt sein dürfte) butterweiche Hook.

Freddie Gibbs ist beileibe kein Innovator, jedoch weiß er stets das Optimum rauszuholen. In Sachen Flow spielt er mit Sicherheit recht weit oben mit und inhaltlich beweist er die Fähigkeit, gewisse Sachverhalte zu reflektieren und letztendlich die passenden Schlussfolgerungen daraus zu ziehen (siehe Tracks wie "The Coldest" oder "National Anthem"). Verbesserungswürdig ist allerdings die Auswahl der Leute, die Freddie Gibbs an seinem Projekt teilhaben lässt. Während er sich mit Künstlern wie Kno von den CunninLynguists, Bun B, Dan Auerbach und Beatnick & K-Salaam genau die Richtigen ins Boot holt, hätte er von Jay Rock einen neuen Part fordern (oder ihn einfach streichen) und Big Kill Mikrofonverbot erteilen sollen. Alles in allem handelt es sich bei "Str8 Killa" trotzdem um eine äußerst unterhaltsame EP, welche die Hörer hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt (Mixtapes, das Album "Baby-Faced Killa" und ein Projekt mit Alchemist). Da bei einer EP mit acht Tracks die Mängel nunmal schwerer wiegen und sechs Tracks bereits bekannt waren, sind leider nicht mehr als 3,5 Kronen drin, diese aber eher mit Potential nach oben als nach unten.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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Gibbs ist einer meiner persönlichen Favoriten bei den Newcomern, wenn man ihn überhaupt noch in diese Kategorie tun kann...
Ich freu mich auf jeden Fall sehr auf "Baby-faced Killa", gibts da eigentlich schon ein Releasedate?

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Bis jetzt noch nicht, soll aber noch dieses Jahr erscheinen. Davor kommt aber definitiv noch das Mixtape "A Cold Day In Hell" (laut wikipedia sollen auch noch Tapes mit dem Titel "Hell On Earth" und "Satan" kommen, davon habe ich aber noch nie etwas in einem seiner Interviews gelesen) und wahrscheinlich auch noch das Ding mit Alchemist.

Ich hoffe mal, dass sich das alles noch dieses Jahr realisieren lässt!

EDIT:

Für "A Cold Day In Hell" gibt es jetzt ein Release Date: soll am 14. Juni erscheinen.
http://www.hiphopdx.com/index/news/id.14...in-ladens-death
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Weitere Infos zu "A Cold Day In Hell":

Release Date ist nach wie vor der 14. Juni und als Features werden Young Jeezy, E-40, Bun B, Daz Dillinger und Big K.R.I.T. vertreten sein.
http://www.complex.com/music/2011/05/20-...in-hell#gallery
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Hmm nachdem ichs mir heut ein paar Mal gegeben habe bin ich irgendwie enttäuscht, hatte die mir bereits bekannten Tracks irgendwie viel besser im Gedächtnis. Natürlich ist kein Track schlecht, aber so richtig hängen bleibt mir jetzt doch auch nichts mehr, schade, vielleicht ändert sich das mit der Zeit aber auch wieder. Momentan würd ich dann so zu guten 3 Kronen tendieren.
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