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User Beitrag:
MED – Bang Ya Head III (Special Edition)


Release Date:
26. April 2011

Label:
Fat Beats Records

Tracklist:
01. Intro
02. Ain't Bragging (Feat. Guilty Simpson)
03. Candlelight (Feat. Georgia Anne Muldrow)
04. Your Life (Feat. Blu)
05. Superman
06. Head Banger
07. 50,000
08. Highs & Lows
09. The Cypher (Two & Pass) (Feat. LMNO)
10. Skeet's House
11. R.E.M. (Feat. Epsilon)
12. Bounce Back
13. Misunderstood
14. Dedication
15. Purest (Feat. Pok)
16. One Two's
17. Eaze Off (Feat. Marvwon)
18. Outro

Review:
Schon seltsam, dass Mixtapes einen wahren Boom in einer Zeit erleben, in der ihre Bedeutung scheinbar völlig missverständlich erscheinen muss. Mittlerweile sind Mixtapes nämlich nicht nur keine Tapes mehr, im Grunde sind sie auch fast ausschließlich nur noch als digitales Release erhältlich. Anders bei der Special Edition von MED's neustem Werk, seiner 2005 an den Start gegangenen Mixtape-Serie "Bang Ya Head". Der dritte Ableger der Reihe ist neben dem Digital-Release auch als Audio-CD (inkl. Download-Code für die Instrumental-Version) erhältlich und soll ein Appetizer für Medaphoar's anstehendes Album darstellen. Gegenüber der kostenlosen Mixtape-Version hat die Special Edition eine fast komplett neue Tracklist, weshalb sich ein Kauf auch für Besitzer des im Vorab veröffentlichten Free-Mixtapes lohnen könnte.

Im Vergleich zur kostenlosen Version gibt es sechs Tracks mehr, wovon vier jedoch bereits auf dem im Oktober erschienen Release vertreten sind. Um die passende Qualität der Instrumentals hat sich dabei eine alte und allseits bekannte Mixtur aus Underground-Produzenten gekümmert. Über Exile, J.Rocc bis hin zu Madlib haben sich allerlei Produzentengrößen an MED's neustem Ableger ausgetobt. Den Anfang macht dabei Wajeed auf dem Boom-Bap-Joint "Ain't Bragging". Unterstützung am Mic gibt’s dazu von Guilty Simpson, der wie immer eine solide Figur macht. Solide ist auch der Track, es fehlt ihm aber doch ein wenig die "Ruffness", die man bei solch einem Ego-Push-Track doch irgendwie erwartet. Hier hätte Wajeed vielleicht einfach auf ein etwas düstereres Instrumental zurückgreifen sollen. Ein erster wirklicher - und streng genommen auch einziger - Banger steht dann mit "Your Life" ins Haus, wobei Banger hier nicht mit impulsiver Testosteronausschüttung und wildem Kopfnicken assoziiert werden sollte. Vielmehr handelt es sich um einen typisch soulgeladenen Exile-Track, der durch Blu noch ein Sahnehäubchen obendrauf bekommt. Ordentliche Arbeit leisten J.Rocc und MED auf dem Track "Superman", auf dem sich MED wohl mit am besten zu repräsentieren versteht (verglichen mit dem Rest des Albums). Auf einem Retro-Piano tobt sich Soul Professa aus, um MED auf "50000" die zugehörige Rückendeckung zu geben. Das Ergebnis ist ein relativ smoother Track, der aber dennoch, wie fast alle Tracks auf dem Album, das gewisse Etwas vermissen lässt. Ein wenig deeper versucht sich MED auf "Highs And Lows", bei dem es auf einem ruhigen Instrumental entspanntes Audiomaterial für warme Sommernächte gibt. Ein gewisser Absturz was die Mic-Fähigkeiten angeht stellt ausgerechnet der Track "The Cypher" dar. Man hat fast das Gefühl, dass die starken Bässe auf dem Track die Energie der beteiligten Emcees mit Gewalt zurückdrängen wollen, weshalb man durchaus etwas gelangweilt weiterskippen möchte. Deutlich energischer ist dann wieder "R.E.M.", ein mehr oder weniger perfekter Beitrag zum Hände-in-die-Luft-werfen, weshalb der Track aber auch live etwas besser funktionieren dürfte. Im Gegensatz dazu kann man sich zu dem angenehmen Track "Misunderstood" ein wenig zurücklehnen und MED's persönlichem Storytelling lauschen. Düsterer und fast schon psychedelisch wirkt "Bounce Back", was bei einem durchgeknallten Mann wie Alchemist an den Boards aber auch nicht groß verwundern dürfte. Der Track "Purest" ist minimalistischer, purer Rap ohne große Überraschungen, was leider schon fast stellvertretend für das Album gilt. "One Two's" kann zumindest von einem hörenswerten Streicher-Instrumental profitieren, bevor mit "Eaze Off" noch einmal ein austauschbares und unspektakuläres Finale präsentiert wird.

MED macht eigentlich nicht viel verkehrt auf diesem erweiterten Mixtape, ebensowenig wie die vertretene Produzentenriege. Leider verstehen es beide Parteien aber auch nur sehr selten, die Messlatte auch ein wenig anzuheben und ein paar echte Banger zum Vorschein kommen zu lassen. Kaum ein Track hat das Potential, über das Prädikat "zufriedenstellend" herauszukommen und waschechte Euphorie hervorzurufen. In allen Belangen wird schlichtweg zu oft nicht mehr als Durchschnittskost geboten, seien es die Texte, die Perfomance oder die Produktionen. Man steht somit am Ende zwar auf relativ sicherem Terrain, verdient sich aber ganz sicher auch keine Lorbeeren. Letzlich sollte man die Scheibe vielleicht als das betrachten, was sie im Endeffekt eigentlich auch ist: ein leicht verdaulicher Appetizer für MED's kommendes Soloalbum. Da darf es dann aber auch ruhig wieder etwas üppigere Kost geben.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Oldman
User Signatur:
30x28 singen
Momentaner Lieblingssong: Lana Del Rey - Born To Die (konplettes Album)

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