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Vakill - Armor Of God


Release Date:
05. Juli 2011

Label:
Molemen Records

Tracklist:
01. Intro
02. Hi Ate Us
03. Armor of God
04. Mean Mug Muzik
05. Sick Cinema
06. Heavy
07. Endless Road (Feat. Vizion)
08. The Apology
09. Wild Wild
10. Beast Ballad (Feat. Crooked I, Rhymefest, Juice & Nino Bless)
11. Appetite To Kill
12. You Don’t Know (Feat. Astonish)
13. I Came for U
14. Armorgeddon
15. A Lynched Legacy
16. Bi-Polar
17. Proof

Review:
Wer sich mit HipHop aus Chicago beschäftigt und nicht gerade auf Gangsta-Rap schwört, der sollte die Molemen kennen, und wer die Molemen kennt, der sollte auch deren bestes Pferd am Mic kennen: Vakill hat bisher nur zwei Studioalben auf dem Konto und genießt trotzdem einen Respekt, von dem andere Rapper nur träumen. Ein Grund dafür ist vielleicht, dass Vakill sich nie darin erging, überall präsent zu sein und auf jeder Party zu tanzen. Genau genommen hat man seit seinem letzten Album aus dem Jahr 2006 wenig bis streckenweise gar nichts von ihm gehört. Dass ein Nachfolger mit dem Titel "Armor Of God" unterwegs sei, wusste man die ganze Zeit, doch ob sich dieses Album (nachdem es anfangs zugunsten anderer Molemen-Künstler nach hinten verschoben wurde) je materialisieren würde, war nicht einmal klar, als 2009 die Tracklist im Netz erschien. 2011 also ist es soweit und Vakill muss sich den inzwischen beträchtlichen Erwartungen stellen.

Zugegeben, "Worst Fears Confirmed" war trotz Molemen-Produktion schon nicht mehr so gut wie das Debüt, es besteht also durchaus die Gefahr, dass hier ein weiterer Rapper offenbart, dass seine Zeit vorbei ist. Vakill selbst sieht das natürlich ganz anders, und man muss nicht lange in das Album hineinhören, um bestätigen zu können, dass dem Mann der Hunger am Mic definitiv noch nicht verlorengegangen ist. Wie auf den beiden vorigen Alben ist auch hier Panik der präsenteste Produzent und da Memo nur ein einziges Mal zu vernehmen ist und die Molemen somit weniger als zwei Drittel der Beats beitragen, fassen die Credits noch weitere Namen: Jake One, Bluntologist und Joe Blow sind bestrebt, Vakill den harten Chicagoer Street-Sound zu schmieden, der seiner mächtigen Stimme und Mic-Gegenwart am ehesten gerecht wird. Doch zuerst gibt es ein titelerklärendes "Intro", in dem Vakill hintergangen, erschossen und beerdigt wird, um dann vor der Himmelspforte vom Allmächtigen in dessen Dienst genommen und - ausgerüstet mit der "Gottesrüstung" - wieder nach unten geschickt zu werden. Ein irgendwie amüsantes, wenn auch etwas hochtrabendes Intro, dem selbst Vakill nicht gerecht werden kann, denn wenngleich sein Drittling wieder Battle-Rap vom Feinsten sowie einige schön konzipierte Tracks mit reichlich Straßenweisheit beinhaltet, ist für ein Album in Gottes Auftrag alles unter fünf Kronen inakzeptabel - und ein Klassiker ist "Armor Of God" sicherlich nicht, obwohl man sich wirklich bemüht: Tracks wie "Mean Mug Muzik" zeigen Vakill von seiner Schokoladenseite und geben dem harten, Gang-besetzten Pflaster Chicagos einen Soundtrack. Die Devise "Want some positive shit? Motherfucker, play Lupe!" wird in nicht wenigen Tracks umgesetzt, wobei auch ein Jake One im gerade zitierten Titeltrack den richtigen Ton trifft. Trotzdem kommt man nicht umhin zu bemerken, dass (wie schon auf "WFC") die Drumlines selten noch so hart zuschlagen wie in den "Forever"s von früher. Doch Vakill macht das Beste aus der Situation, in Stücken wie dem herrlich staubtrockenen Throwback "Appetite To Kill" oder Jake's "Armorgeddon" läuft er zu Hochform auf, "Hi Ate Us" lässt erst einmal kurz und sehr dezent Ennio Morricone einlaufen, um dann mit beinhartem Beat (und natürlich einem gefährlich spittenden V) hinterherzufeuern. Dann wären da ja auch noch die themenbasierten Stücke, beispielsweise "The Apology", für das Vakill in die Rolle eines vor seiner Hinrichtung stehenden Gang-Lords schlüpft und dessen reuevolle letzte Worte ausformuliert ("I made signs and colors for you to acknowledge me / I never meant to hurt the hood, this is my apology"). "A Lynched Legacy" ist ein akzeptabler (schon etwas zu oft behandelter) Ausflug in die Geschichte der Afroamerikaner und vor allem dank Memo's Beat hörenswert, "Bi-Polar" zählt gekonnt auf, wo Liebe und Hass sich Nachbarn nennen ("Gangsters need love too, just hate when you notice / [...] / Y'all niggas love runnin' up in ass, but hate the strings attached to it"). Bei aller Freude haben sich leider auch ein paar Lückenfüller ins Lineup gemischt: Ausgerechnet "Beast Ballad" fährt einen für die Gäste unpassenden Beat auf, "Sick Cinema" hat trotz ansehnlicher Thematik zu wenig zu bieten und für "I Came 4 U" gewinnt Panik diesem Piano-Sample viel zu wenig Energie ab (man höre im Vergleich Obie's "On And On").

Sein Minimalziel hat Vakill auf jeden Fall erreicht, zudem konnte er zeigen, dass er immer noch zu Chicagos Oberschicht gehört und dass man besser nicht in seinem Weg stehen sollte, wenn er mal loslegt. Die Wahl der Produzenten ist ebenfalls keine schlechte, zumal die schwächsten Produktionen allesamt auf Panik zu schieben sind. Trotzdem funktioniert Vakill noch hervorragend mit (den richtigen) Molemen-Beats. Bei diesem Thema kann man dem Album natürlich vorwerfen, dass die Hardcore-Fraktion der LP getrost noch ein wenig mehr Gas hätte geben können, denn bitterböse Kracher à la "Darkest Cloud" wird man auf "Armor Of God" nur sehr bedingt finden. Aber man sollte sich einfach mit dem, was ist, zufriedengeben, denn "Armor Of God" kann ohne Weiteres mit "WFC" mithalten und wird Ende 2011 zu den besseren (und mancherorts sicher zu den besten) Scheiben des Jahres gerechnet werden.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 4 Ø)


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Wer sein Album "A(n) OG" nennt muss heilig sein. grins oder A G

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von stiefel: 23.05.2011 00:58.

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Finde das Album klasse, was vor allem an Vakill selbst liegt, da alleine sein Flow alles kaputt macht und die Beats sind großteils auch überdurchschnittlich gut.

Hervorheben würde ich "Armor Of God", "Mean Mug Muzik" (der Beat ist im positiven Sinne einfach nur krank), "The Apology" (das Sample kenne ich glaube ich ich schon von Da Fource), "Appetite To Kill" (das minimalistische passt perfekt zum Flow), "I Came 4 U" und "Proof".

"Bi-Polar" oder "Wild Wild" hätte man mE weglassen können, stören tun sie aber nicht.

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