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Zum Ende der Seite springen J. Rawls - The Hip-Hop Affect
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J. Rawls - The Hip-Hop Affect


Release Date:
17. Mai 2011

Label:
Greenstreets Entertainment

Tracklist:
01. HHA Intro
02. Best Producer On The Mic (Feat. Diamond D, Oh No & Kev Brown)
03. Face It (Feat. Sadat X & Wise Intelligent)
04. Jewel (Feat. Afaliah)
05. Going Through Records (Interlude)
06. Salute (Feat. Piakhan)
07. Just Rhymin' With Fest (Feat. Rhymefest)
08. That Very First Day (Feat. Fat Jon)
09. Heeey (Feat. El Da Sensei, John Robinson, LeFortheUncool & Afaliah)
10. Who Am I? (Feat. S.P.I.R.I.T.)
11. Making A Beat (Interlude)
12. Sandsy (Feat. J. Sands)
13. Ya Friends In The Way (Feat. Senor Kaos)
14. Are You Listening? (Feat. Bad Azz, Copywrite & Edo.G)
15. Jussy On The Mic (Interlude)
16. Why You Do
17. Find A New (Feat. Casual)
18. Da Beatbox (Interlude)
19. We're On Top (#OhioTakeOver) (Feat. Count Bass D, Trav Dave, Rashad, Co-City, J Osceola, LeForTheUncool, Stalley, Tage, Copywrite, Donwill, 6S, Donte, Piakhan, Ilyas, Main Flow, Dominique Larue, Hood Apostle, ILL Poetic, Illogic, Iyball, JaySwiffa, Jerreau & P Blackk)
20. The Beat's Done (Interlude)
21. HHA Outro (Joshy Gets It)

Review:
Eigentlich wollte er ja gar kein HipHop-Album mehr aufnehmen, sein Debüt, das gleichzeitig das einzige dieser Art darstellt, ist immerhin auch schon zehn Jahre alt. Zu viel Arbeit und Aufwand, sämtlichen Beteiligten hinterherzurennen und die ganze Sache auf die Beine zu stellen. Doch anscheinend bedurfte es nur ein wenig Überwindung, denn nun steht J. Rawls doch mit einem neuen Longplayer in den Startlöchern, zu dem ihn Langzeitkumpel Buka schließlich überreden konnte. Und als der Stein dann erst einmal ins Rollen gebracht war, scheint es dem Herrn aus Ohio, der schon an unzähligen Kollabos beteiligt war und dabei die Luft fast ebensovieler verschiedener Genres schnupperte, nicht mehr schwer gefallen zu sein, "The Hip-Hop Affect" fertigzustellen.

Wenn Rawls schon HipHop macht, dann natürlich richtig, nach den heiligen Formeln, die schon die Altvorderen nutzten - wer sich nicht zusammenreimen konnte, dass er es hier mit Bummtschack von Anfang bis Ende zu tun haben würde, der ist selbst schuld. Tracks mit Soul und Lyrics mit Gehalt und Botschaft, so stellt man sich das in gesitteten True-Schooler-Kreisen vor. Genau das hat Rawls dann auch in der Pipeline, doch wer hätte gedacht, wie gut er diese fossilierten Ansätze frisch aufkocht. Zuerst einmal erhält das Album einen Rahmen, der sämtlichen Conscious-Themen Tür und Tor öffnet: Im "Intro" wird angesetzt, dem Nachwuchs (Joshy und Jussy) nach der Frage, wie sich HipHop denn anfühle, näherzubringen, wie Rawls sich das Genre vorstellt. Wie das wiederum aussieht, wird von "Face It" wunderbar zusammengefasst: Rawls schustert einen luftigen Kopfnicker, der seinen Charme von einem zusammengecutteten Voice-Sample erhält, während Wise Intelligent und vor allem ein bestens aufgelegter Sadat X das kicken, was Rawls als "knowledge" zusammenfasst - das Bild des aufgeklärten und selbstgebildeten Schwarzen im Gegensatz zum heutigen verdummten Istzustand, wobei vor allem Dat X's Hinweis auf sein festes Elternhaus (inklusive Vater) einen starken Punkt setzt. Zu diesem Zeitpunkt ist schon klar, dass Rawls immer noch die Skills hat, ein komplettes Album zu produzieren, es geht also nur noch darum, ob die Beats auch zusammenpassen und ob das Album als solches Bestand hat. Glücklicherweise kommt dort ein Gefühl großer Kohärenz zum Tragen, dessen Ursprung nicht einmal direkt ersichtlich ist, denn "THHA" ist keinesfalls ein Konzeptalbum. Es ist ein schöner Vibe, der während des ganzen Albums anwesend ist und in den auch die Skit-Reihe passt, in der Rawls zuerst ein Sample findet, dann Stück für Stück (immer mit seinen zwei spielenden Sprösslingen im Hintergrund) den Beat baut und diesen schließlich seinen Kindern präsentiert. Auf einigen Tracks rappt Rawls übrigens auch selbst, nämlich auf dem gefühlvollen "Jewel", das der Ehefrau gewidmet ist, aber auch in "Why You Do", das die Änderungen thematisiert, die das Vaterwerden und -sein für ihn bedeuteten und bedeuten ("Nowadays my thoughts are life insurance, college savings") - ein grenzwertig kitschiger Song, den J jedoch problemlos und mit sehr sympathischer Vorstellung meistert. Um diese Songs herum findet sich ein großer Haufen Gäste ein, doch dank den Produktionen fühlt man sich nie wie auf einem typischen Produzentenalbum. "Heeey" ist butterweich und zeigt einmal mehr, wie man John Robinson richtig in Szene setzt, "Find A New" zeigt einen nachdenklichen Casual und auch Rhymefest fühlt sich auf Rawls' Untersatz hörbar wohl. Wenngleich man einen schlechten Track vergeblich sucht, gibt es einige weniger überragende Stücke: "Are You Listening?" fällt hinter dem Rest zurück, "Ya Friends In The Way" wird mit seinem Beat den amüsanten Geschichten Senor Kaos' nicht gerecht und "Best Producer On The Mic" schwächelt in der Hook. Auf der anderen Seite stehen überragende Stücke wie "That Very First Day", in dem sich Rawls und Jon in Storytelling-Form an die Geburtsstunde von 3582 erinnern, während "Sandsy" mit J. Sands in bester und jazzigster LC-Manier über die Bühne geht. Krönender Abschluss ist dann "We're On Top", eine Ohio-Hymne mit 23 Emcees, die nur dank des unwahrscheinlich freshen und immer wieder kleinen Variationen unterzogenen Instrumentals die ganzen acht Minuten funktioniert.

Alben wie "THHA" sind selten ein Erfolg. Zu oft driften die Künstler ab in nervtötende Huldigungen an die guten alten Zeiten, während die Musik irgendwo im BoomBap-Nirgendwo zwischen heute und gestern steckenbleibt, zu oft fehlt ein Gefühl von Geschlossenheit und zu oft muss man sich dann irgendwann fragen, ob dieses Album wirklich notwendig war. Mit seinem Konzept läuft auch J. Rawls Gefahr, genau diese Probleme zu bekommen, doch glücklicherweise gibt es selbst in den alteingesessenen Kreisen ab und an frohe Botschaften zu verkünden; und an dieser Stelle ist ein solcher Moment, denn "The Hip-Hop Affect" ist ein gut gelauntes, nicht langweiliges Album, das mit einer hübschen Atmosphäre und Rawls' überraschend bestechenden Produktionen überzeugt.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 3.5 Ø)


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SnoopFrog
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Geb ich mir auf jeden Fall mal.

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Da würd ich fast zu 0 tendieren - belanglos - langweilig - scheisse...lustig ist dass er Bad Azz kennt bzw. featured.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von stiefel: 31.05.2011 02:13.


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Original von stiefel
Da würd ich fast zu 0 tendieren - belanglos - langweilig - scheisse...

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? Welcher Emcee auf dem Projekt überzeugt? JR geht da noch am Besten, aber der faselt auch jedesmal den selben Inhalt. Scheiss auf Edo G oder Copywrite

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Nja, klar reimtechnisch wird nix Großartiges geboten, aber ich finde es macht Spaß die LP zu hören. Die Beats sind fast durchgehend hörenswert und die MCs sind im Prinzip alle solide, ist sicherlich kein Überalbum aber 0 ist echt übertrieben, denke ich würde 3 geben.

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Die Emcees sind "solide"? grins Copywrite und Wise Intelligent gehören meiner Meinung nach zu den besten in den Vereinigten Staaten, werter Kollege grins .
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Zitat:
Original von DirtyGerman
Die Emcees sind "solide"? grins Copywrite und Wise Intelligent gehören meiner Meinung nach zu den besten in den Vereinigten Staaten, werter Kollege grins .

Ich meine von der Perfomance auf dem Album jetzt speziell und okay, Wise Intelligent versteh ich dich, aber Copywrite ???
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